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Warum brauche ich Erlösung?

Karfreitag und Auferstehung

Nr. 42 April 2007

Jedes Jahr denken wir an die Kreuzigung Jesu und feiern seine Auferstehung. Aber warum brauchen wir denn überhaupt Erlösung? Warum ist Jesus in die Welt gekommen, hat den Menschen nur Gutes getan, um dann zu sterben und am dritten Tag wieder aufzuerstehen?

Einige würden sagen: „Weil wir Sünder sind brauchen wir Sündenvergebung.“ Aber ist das wirklich das Einzige, was wir brauchen? Wie oft wird den Menschen, die Jesus annehmen wollen, gesagt, sie müssten zuerst alle ihre Sünden aufzählen; als Begründung führt man dazu den Vers aus dem Johannesbrief an. Dieser Vers ist jedoch nicht an Sünder geschrieben, sondern an die Gemeinde.

Manch einer denkt von sich, dass er ein „anständiger Bürger“ ist und kann nicht verstehen, dass er zuerst Sündentaten bekennen muss. Aber die einzige Sünde, die ein Sünder hat, ist die, nicht an Jesus zu glauben (Joh 16, 9). Wenn wir den Menschen den wahren Grund sagen, warum sie Jesus brauchen, nehmen sie Ihn gerne an. Lasst uns also die Antwort im Wort Gottes suchen, denn dies ist die einzige Möglichkeit, die richtige Erklärung zu finden.

Warum geht es nicht in erster Linie um Sündenvergebung allein? - Dazu müssen wir zuerst betrachten, was der Mensch verloren hat.

Röm 3, 23 - 24
denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.

Der Mensch hat durch den Sündenfall die Herrlichkeit Gottes verloren. Was ist mit dieser Herrlichkeit gemeint?

Adam lebte und wandelte mit Gott, er war ein lebendiger Geist, er hatte das Leben Gottes in sich. Die Herrlichkeit war so stark und umhüllte ihn so sehr, dass er keine Kleider brauchte. Nun tat Adam (und Eva) das, was Gott ihm verboten hatte: Er ass vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Gott hatte gesagt: „Wenn du das tust, musst du des Todes sterben!“ Als Adam von der Frucht gegessen hatte, starb er im Geist, er verlor seine Herrlichkeit, er verlor sein göttliches Leben und es kam der Tod. Zuerst der geistliche Tod, viele Jahre später dann der körperliche Tod.

Die Bibel spricht von verschiedenen Arten von Tod. Tod bedeutet nicht, dass alles aufhört. Körperlicher Tod heisst, dass sich der Geist und die Seele vom Körper trennen. Geistlicher Tod bedeutet Trennung von Gott (Eph 2, 1). In dem Moment als Adam sündigte, kam der Tod über die ganze Menschheit. Von Adam heisst es, dass er der Erstgeborene des Todes ist. Der Mensch wird seither geboren um zu sterben. Das ist aber nicht normal. Der Tod gehört nicht zum Leben, wie viele sagen. Nein, der Tod ist ein Feind und eines Tages wird auch dieser nicht mehr sein (1Kor 15, 26).Gott ist nur Leben und in ihm gibt es keinen Tod.

Durch Sünde kam Tod. Durch die Erlösung bekommst du wieder Leben. Erlösung ist viel mehr als Sündenvergebung, denn wenn Gott dir nur die Sünden vergeben würde, wärst du immer noch gleich verloren in deinem Wesen.

Erlösung ist das Geben einer neuen Natur, das Geben von Leben.

Erlösung entstand, weil Jesus den Preis für uns bezahlt hat. Jesus hat viel mehr als nur den Tod am Kreuz erlitten. Nachdem Jesus am Kreuz gestorben war, war die Erlösung noch nicht vollendet.

Am Kreuz starb Jesus körperlich, aber in dem Moment als er sprach: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,“ starb Jesus geistlich. Das war nichts Leichtes, Jesus war noch nie vorher von seinem Vater getrennt gewesen und er ging nicht einfach alleine, ohne seinen Vater, in die Ferien, sondern er hat gelitten.

Was ist aber nun mit Jesu’ Aussage am Kreuz ‚es ist vollbracht?’ Damit ist nicht die Erlösung gemeint, sondern der Alte Bund ist vollbracht - nun kommt etwas Neues.

Wäre Jesus nur mit seinem Körper gestorben, hätte er den Preis nicht bezahlen können. Jesus musste geistlich für uns sterben. Jesus ging für uns an den Ort, wo wir eigentlich hingehen müssten. Jesus war in der Hölle, im Totenreich!

Apg 2, 31 hat er voraussehend von der Auferstehung des Christus geredet, dass er weder im Hades zurückgelassen worden ist noch sein Fleisch die Verwesung gesehen hat.

Jesus ist nach drei Tagen und drei Nächten aus dem Totenreich auferstanden. In diesen drei Tagen hat Jesus gelitten. Er war dort nicht beschützt von Gott, Jesus hat gelitten! Der Teufel hat ihn gequält, aber nach drei Tagen hat Gott ihn befreit, weil es genug war. Der Preis war bezahlt!

Das Erlösungswerk hat Jesus nicht am Kreuz abgeschlossen, sondern als er, nachdem er drei Tage und drei Nächte im Schoss der Erde gewesen war, auferstanden ist und mit seinem Blut zum Vater ging. Da war alles vollbracht und Jesus setzte sich zur Rechten Gottes.

1Tim 3, 16
Und anerkannt gross ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Der geoffenbart worden ist im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen,geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.

Dieser Vers redet vom ganzen Erlösungswerk. Es heisst am Anfang, ‚das Geheimnis der Gottseligkeit.’ Was ist das für ein Geheimnis? Gibt es ein Geheimnis, das wir nicht kennen?

Kol 1, 26 - 27
das Geheimnis, das von den Weltzeiten und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist. 27 Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Das ist das Geheimnis - Christus in uns die Hoffnung der Herrlichkeit.

Erlösung ist die Wiederherstellung der Herrlichkeit

Erlösung stellt den Zustand, den der Mensch vor dem Sündenfall hatte, wieder her

Gott kann wieder in uns wohnen. Das Leben Gottes ist wieder in uns, wir sind zu einer neuen Schöpfung geworden und nun gerecht vor Gott in unserem Geist. Die verlorene Herrlichkeit ist wieder da (2Kor 3, 18).

Jesus kam, um dem Menschen die Herrlichkeit Gottes wiederzugeben, eine neue Natur, Gott in uns. Durch die neue Geburt hast du wieder göttliches Leben, Gottes Natur in dir, die Herrlichkeit Gottes (Joh 17, 22).

Gott hat dich in Christus mit sich selber versöhnt

2Kor 5, 17 - 21
Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 18 Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, 19 <nämlich> dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat. 20 So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! 21 Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

Sind nun alle erlöst?

Nein, den jeder muss diese Erlösung / Errettung für sich persönlich in Anspruch nehmen, indem er so glaubt und handelt wie es in Römer 10,9 steht: „ ...dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn (Jesus) aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.“

Hast du diese Erlösung angenommen, ist Jesus dein persönlicher Herr und Retter?

Wenn nicht, nimm ihn jetzt als deinen Herrn und Retter an. Als Hilfe kannst du folgendes Gebet laut beten.


Anita Letzerich-Suhr