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Jesus dein Retter aus jeder Situation


Nr.16 Februar 2005


Prüfungen, Schwierigkeiten und Probleme. Woher kommen sie?

Manchmal wird behauptet, dass Gott uns dies alles schickt, um uns in unserem Glauben stärker zu machen, oder um uns Christus ähnlicher zu machen. Aber stimmt das denn?

Lasst uns dazu die Antwort an der einzig zuverlässigen Stelle holen – dem Wort Gottes. Gottes Wort ist der uns geoffenbarte Wille Gottes. So wie ein Wort oder etwas Geschriebenes von dir deine Gedanken, deinen Willen ausdrückt, so ist es mit Gottes Wort. Nun müssen wir aber unterscheiden zwischen Begebenheiten die aufgeschrieben wurden und dem Wort Gottes. Gott wollte, dass alles, was in der Bibel steht, aufgeschrieben wird, aber nicht alles was in der Bibel aufgeschrieben ist, ist Gottes Wille.

Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist.
1. Kor. 10, 11

In den vorangehenden Versen (5-10) lesen wir vom Volk Israel und wie Gott an ihnen keinen Wohlgefallen hatte, weil sie nicht im Glauben lebten. Sie murrten, versuchten den Herrn und lebten in der Lust des Fleisches. Dies war nicht Gottes Wille für sie, aber es wurde aufgeschrieben; uns zum Vorbild, uns zur Warnung, uns zur Lehre, nicht so wie sie zu leben.

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung (Korrektur), zur Unterweisung in der Gerechtigkeit
2.Tim. 3, 16

Es war Gottes Wille, dass die ganze Schrift, die Bibel aufgeschrieben wurde. Wie ist das nun mit Problemen, Schwierigkeiten und Prüfungen? Was ist, wenn sie uns treffen? Sind wir ihnen nun hilflos ausgeliefert?

Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden hingegeben hat, damit er uns herausreisse aus der gegenwärtigen bösen Welt nach dem Willen unseres Gottes und Vaters
Galater 1,3 – 4

Nein, wir sind ihnen nicht hilflos ausgeliefert. Die Erlösung durch Jesus Christus ist eine vollständige Erlösung. Er hat sich selber für uns hingegeben, für unsere Sünden. Er hat für alles bezahlt. Wir sind dieser Welt und ihren Problemen nicht hilflos ausgeliefert. Wir haben Autorität, wir haben den Namen Jesu, wir haben das Wort Gottes, so dass wir aus jeder Situation als Sieger herauskommen. Aber es liegt an uns, diese Gnade zu empfangen.

Ein fester Turm ist der Name des HERRN; zu ihm läuft der Gerechte und ist in Sicherheit.
Spr. 18, 10

Der Gerechte, das bist du, das bin ich. Wir sind in Christus gerecht, durch seine Gnade, durch die Erlösung durch sein Blut. Es ist nicht unser Verdienst. Hast du bemerkt, dass der Gerechte etwas tun muss, um in Sicherheit zu sein? Er läuft zum Namen des Herrn, das heisst, er nimmt das, was ihm gehört in Anspruch. In Apg. 4, 12 heisst es: Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen. In diesem Namen ist die Errettung für jeden möglichen Bereich deines Lebens. Nun lass uns ein paar Beispiele aus der Bibel anschauen, welche aufzeigen, dass Gott immer Rettung für dich bereithält. Du musst sie nur annehmen.

Hebr. 11, 24 - 35
Durch Glauben weigerte sich Mose, als er gross geworden war, ein Sohn der Tochter Pharaos zu heissen, und zog es vor, zusammen mit dem Volk Gottes geplagt zu werden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben, indem er die Schmach des Christus für grösseren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens; denn er schaute auf die Belohnung. Durch Glauben verliess er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht; denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren. Durch Glauben hat er das Passah gefeiert und die Blutbestreichung ausgeführt, damit der Verderber der Erstgeburt sie nicht antastete. Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie über trockenes Land, während die Ägypter, als sie es versuchten, verschlungen wurden. Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos, nachdem sie sieben Tage umzogen worden waren. Durch Glauben kam Rahab, die Hure, nicht mit den Ungehorsamen um, da sie die Kundschafter in Frieden auf-genommen hatte. Und was soll ich noch sagen? Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon Barak, Simson, Jeftah, David und Samuel und den Propheten, die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheissungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften, des Feuers Kraft auslöschten, des Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Kampf stark wurden, der Fremden Heere zurücktrieben. Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder; andere aber wurden gefoltert, da sie die Befreiung nicht annahmen, um eine bessere Auferstehung zu erlangen.

Wunderbare Dinge sind hier geschehen durch den Glauben. Nun heisst es aber im Vers 35 plötzlich, dass andere gefoltert, verhöhnt, gegeisselt, gefesselt und ins Gefängnis geworfen wurden. Diese Verse haben mich immer erschreckt. Was, wenn ich einmal zu den anderen gehören sollte. Zu denen, die gefoltert werden. Dies war nicht das, was ich erfahren wollte, weil ich Gott diente. Ich wollte zur anderen Gruppe gehören, zu derejenigen, die Königreiche bezwingt, den Löwen Rachen verstopfen. Warum passierten diese schrecklichen Dinge den anderen? Es heisst, weil sie die Befreiung nicht annahmen. Es gab also auch für sie eine Befreiung. Aber sie nahmen sie nicht an. Gott ist ein Gott, der immer retten will. Er ist der Retter, er hat immer einen Ausweg für dich bereit, aus jeder Situation. Ein Ausweg ist zum Beispiel Gehorsam. Wenn du im Gehorsam zum Wort Gottes lebst, wirst du vor vielen Dingen bewahrt bleiben.

Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt.
1.Kor. 10, 5 – 13

Gott ist treu, er wird immer einen Ausweg schaffen, so dass du Situationen ertragen kannst. Das bedeutet nun aber nicht, dass du leiden musst und es gerade noch ertragen kannst; es bringt dich nicht gerade um, aber du leidest sehr. Nein - ertragen bedeutet, dass du ohne Schaden aus der Situation herauskommst.

Lasst uns nun von Daniel und seinen Freunden lesen. König Nebukadnezar hatte ein Gebot erlassen, dass jeder sich vor dem goldenen Bild, das er aufgestellt hatte, niederwerfen und es anbeten muss. Wer es nicht tut, wird bestraft. Aber Daniel und seine Freunde gehorchten Gottes Gebot mehr als dem des Königs.

Dan. 3, 15
Nun, wenn ihr bereit seid, zur Zeit, da ihr den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Harfe, der Laute und des Dudelsacks und alle Arten von Musik hören werdet, hinzufallen und euch vor dem Bild niederzuwerfen, das ich gemacht habe<, so ist es gut>. Wenn ihr euch aber nicht niederwerft, dann werdet ihr sofort in den brennenden Feuerofen geworfen. Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte?

Mit anderen Worten: Ihr habt nochmals eine Chance, wenn ihr jetzt bereit seid, dieses Bild anzubeten, dann vergessen wir die Sache. Tut ihr es aber immer noch nicht, so werdet ihr in den Feuerofen geworfen und auch euer Gott wird euch nicht mehr retten können.

Vers 16
Schadrach, Meschach und Abed-Nego antworteten und sagten zum König: Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir ein Wort darauf zu erwidern. Ob unser Gott, dem wir dienen, uns erretten kann – sowohl aus dem brennenden Feuerofen als auch aus deiner Hand, o König, wird er uns erretten – oder ob nicht: es sei dir kund, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und uns vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, nicht niederwerfen werden.

Wir lesen diesen Vers meisten so: Sie waren entschlossen getötet zu werden, aber falls Gott sich anders besinnen würde und sie rettet, ist es auch gut, wir werden auf keinen Fall deinen Göttern dienen. Viele denken, dass man nie wissen kann, was Gott tun wird. Vielleicht ist es Gottes Wille, dass sie für ihn sterben. Aber das stimmt nicht. Lasst uns überlegen. Es gibt nur zwei Wege für sie. Entweder sie sagen ihrem Gott ab und dienen fremden Göttern, dann werden sie am Leben bleiben, weil der König sie rettet. Tun sie es nicht, so werden sie getötet. Wenn Gott sie nicht rettet, dann können sie den Göttern des Königs nicht dienen, weil sie tot sind. Entscheiden sie sich diesen Göttern nicht zu dienen, dann werden sie auch getötet. So oder so werden sie niemals den Göttern dienen. Was sagten sie also wirklich?

Lasst uns Vers 17 – 18 in anderen Worten sagen. Auf die Frage ob Gott retten kann, gaben sie folgende Antwort: "Er wird uns retten, erstens aus deiner Hand und zweitens aus dem Feuerofen, darum werden wir nicht eingeschüchtert durch deine Drohung, wir vertrauen auf den, der uns rettet, ihm dienen wir weiterhin." Es war der Glaube an den Gott, der Rettung bringt. Sie waren voller Zuversicht und Glauben an ihren Gott, dass er sie gerade jetzt rettet.

Haben wir auch solche Zuversicht, solchen Glauben an sein Wort? Zuversicht, dass er unsere Rettung ist in jeder möglichen Situation. Er ist der Retter, er ist unser Befreier – immer, wenn du glaubst.

.... die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereit steht, in der letzten Zeit geoffenbart zu werden.
1.Petr. 1, 5

Die Kraft Gottes steht uns zur Verfügung zur Rettung durch den Glauben. Mache sie wirksam für dich, zu deiner Rettung, wo du Rettung brauchst. Durch Glauben und Bekennen von Gottes Wort (Röm. 10, 9). Wo immer du Rettung brauchst, ist Jesus dein Retter! Gerade heute. Hier und jetzt, immer!


Anita Letzerich-Suhr