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Sündenvergebung und Heilung

was sagt das Wort Gottes dazu

Nr.12 Oktober 2004


Lk. 5, 17 - 26
Und es geschah an einem der Tage, dass er lehrte, und es sassen da Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren; und des Herrn Kraft war da, damit er heilte.

Jesus lehrte das Wort Gottes. Das Wort zu kennen ist sehr wichtig. Jesus lehrte und die Menschen waren da, um von Ihm zu hören. Wenn das Wort gelehrt wird, ist auch die heilende Kraft Gottes da. Das Evangelium, das Wort Gottes, ist Gottes Kraft zur Rettung und zur Heilung (Röm. 1, 16). Das griechische Wort für Heil hat die Bedeutung von ganzheitlicher Rettung, die auch Krankheit mit einschliesst.

Vers 18 - 20
Und siehe, Männer bringen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war; und sie suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen. Und da sie nicht fanden, auf welchem Weg sie ihn hineinbringen sollten, wegen der Volksmenge, stiegen sie auf das Dach und liessen ihn durch die Ziegel hinab mit dem Bett in die Mitte vorJesus. Und als er ihren Glauben sah,....

Jesus sah ihren Glauben. Wie kann man Glauben sehen? Durch die Handlung, die dem Glauben folgt. "Glaube ohne Werke ist tot", sagt uns Jakobus. Das heisst, er bringt keine Ergebnisse. Der Glaube bringt Hand-lungen hervor. Wenn der Gelähmte und seine Freunde nur geglaubt hätten und Zuhause geblieben wären, wäre gar nichts geschehen. Ihr Glaube hat gehandelt.

Was war ihre "Glaubens-Handlung"? Sie brachten den Gelähmten zu Jesus, weil sie glaubten, dass Jesus ihn heilt. Sie machten sich auf und überwanden jedes Hindernis, wie hier z.B. die Menschenmenge. Sie liessen sich durch keinen Umstand davon abringen, Heilung von Jesus zu empfangen.

Heute können wir nicht zu Jesus gehen, weil er nicht mehr sichtbar auf der Erde lebt, aber wir nehmen sein Wort, glauben es, sprechen es und handeln dementsprechend.

Vers 20 – 23
Und als er ihren Glauben sah sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben. Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen und sagten: Wer ist dieser, der solche Lästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben ausser Gott allein? Als aber Jesus ihre Überlegungen erkannte, antwortete und sprach er zu ihnen: Was überlegt ihr in euren Herzen? Was ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?

Was ist leichter für sie zu sagen: "Die Sünden sind dir vergeben" (etwas das nur Gott tun kann. Oder zu sagen: "Steh auf." Natürlich ist es für die Pharisäer und Schriftgelehrten leichter zu sagen: "Steh auf und geh umher" (weil nur Gott Sünden vergeben kann).

Vers 24
Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf und nimm dein Bett auf und geh nach Hause!

Sündenvergebung und Heilung gehören zusammen. Krankheit ist eine Folge des Sündenfalls. Krankheit kam erst durch die Sünde in diese Welt. Wenn uns nun die Sünden vergeben werden, wenn sie erlassen, vergessen, ausgelöscht werden, gehört Heilung dazu.

Jesus hatte die Vollmacht Sünden zu vergeben, weil er des Menschen Sohn war. Was bedeutet das?
Gott hat Adam die Vollmacht über die Erde gegeben. Adam steht für die Menschheit. Gott hatte den Menschen die Vollmacht über die Erde gegeben. Durch den Sündenfall übergab der Mensch diese Autorität dem Teufel. Nur ein Mensch konnte auf legalem Weg diese Autorität wieder zurückholen.

Was ist der Mensch, dass du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du dich um ihn kümmerst? Denn du hast ihn wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht krönst du ihn. Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt.
Ps. 8, 5 – 7

Die Himmel sind die Himmel des HERRN, die Erde aber hat er den Menschenkindern gegeben.

Ps. 115, 16

Gott hat die Erde für eine Zeit den Menschen übergeben. Sie aber gaben sie (durch den Sündenfall) dem Teufel.

Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie.
Lk. 4, 5 – 6

Darum musste Jesus Mensch werden. Darum heisst es auch von ihm, dass er des Menschen Sohn ist. Jesus war Mensch, aber ohne Sünde. Er war durch den Heiligen Geist gezeugt und von einer Jungfrau geboren worden. Jesus hatte Vollmacht auf der Erde, weil er des Menschen Sohn war. Aber er war ohne Sünde, der Teufel hatte keinen Anteil an ihm. Das griechische Wort für Vollmacht ist: exousia und bedeutet Erlaubnis, Autorität, Recht, Freiheit, Macht, die Vollmacht etwas zu tun. Jesus hatte das Recht, die Erlaubnis, die Freiheit, etwas zu tun auf der Erde, weil er des Menschen Sohn war. Er hatte das Recht Sünden zu vergeben und Heilung für den Körper zu bringen. Erlösung von den Folgen des Sündenfalls.

Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten.
Ps. 103,3

Lk. 5, 24 - 26
Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf und nimm dein Bett auf und geh nach Hause! Und sogleich stand er vor ihnen auf, nahm auf, worauf er gelegen hatte, und ging hin in sein Haus und verherrlichte Gott. Und Staunen ergriff alle, und sie verherrlichten Gott und wurden mit Furcht erfüllt und sprachen: Wir haben heute ausserordentliche (griech. paradoxos = unerwartet, was der Meinung widerspricht) Dinge gesehen.

"Das waren noch Zeiten als Jesus auf der Erde war, ach hätte ich doch damals gelebt." Wie viele Christen denken heute so. Dabei leben wir in einer besseren Zeit. Jesus hat gesagt: "Es ist gut, wenn ich zum Vater gehe, es ist gut wenn ich nicht mehr auf der Erde bin." Warum?

Weil dann der Beistand, der Parakletos, einer von derselben Art wie er, kommen konnte. "Er wird immer bei und in euch sein." Jesus konnte nur an einem Ort sein. "Aber der Beistand, der Heilige Geist, der vom Vater kommt, wird immer bei euch sein, an jedem Ort."

Es ist gut, dass Jesus gegangen ist, aber damit hat die Möglichkeit der Heilung für deinen Körper nicht aufgehört.

Und als er seine zwölf Jünger herangerufen hatte, gab er ihnen Vollmacht über unreine Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.
Mt. 10, 1

Jesus gab ihnen Vollmacht (das Recht, die Erlaubnis) die Menschen zu befreien, ihnen Heilung für ihren Körper zu bringen. Er gab ihnen die Vollmacht jede Krankheit zu heilen (es gibt keine Krankheit, die Jesus nicht heilen kann oder will).

Als er aber die Zwölf zusammengerufen hatte, gab er ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten. Und er sandte sie, das Reich Gottes zu predigen und die Kranken gesund zu machen.
Lk. 9, 1 – 2

Krankenheilung gehört zum Reich Gottes. Es ist sein Wille für uns. "Predigt das Reich Gottes und heilt." Das ist der vollkommene Wille Gottes für uns.

Wie steht es nun mit uns heute? Steht uns diese Kraft (griech. dynamis = Kraft, Fähigkeit die Können aus-drückt) heute auch zu?

Mk. 16, 15 - 16
Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.

Hier werden also zwei Menschengruppen erwähnt. Diejenigen, die gläubig geworden sind und die anderen, die es nicht geworden sind. In Vers 17 redet Jesus nun von diesen, die gläubig geworden sind. Was ist mit ihnen?

Vers 17 - 20
Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen (Kranken) werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte (kann auch mit "wahr- machen" übersetzt werden).

Der Herr wirkte mit (griech. synergeo zusammenarbeiten). Der Herr ist mit uns. Er ist es, der das Wort, das er gesprochen hat, auch bestätigt. Er macht das Wort, das er geredet hat, auch wahr. Gott ist nicht ein Gott, dass er lügen könnte. Wenn er sagt, dass er dich heilt und du seinem Wort glaubst, so wird er es bestätigen. Er wird es wahr machen, so dass du geheilt bist.

Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, aufzuerbauen und ein Erbe unter allen Geheiligten zu geben.
Apg. 20, 32


Anita Letzerich-Suhr