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Leben in Gesundheit



Nr. 125 Oktober 2014


Der nächste Winter steht bald vor der Tür und die Menschen möchten ihn gesund überstehen. Du fragst dich, was das nun mit der Bibel zu tun hat? Antworten dazu gibt uns das Wort Gottes.

 

Als das Volk Israel in der Wüste war, wurde es wunderbar von Gott bewahrt und versorgt, dennoch murrte es immer wieder gegen Gott.

 

4Mose 21,5

und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung. 6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel.

 

Wir müssen verstehen, dass Gott nicht aktiv diese Schlangen sandte, sondern dass sich das Volk Israel durch Murren aus dem Schutzbereich Gottes rausbegeben hatte. Murren, Klagen und Jammern ziehen immer das Negative vom Feind an und es ist Sünde. Als die Israeliten die Auswirkungen sahen und spürten, taten sie Busse. Sie erkannten, dass sie gesündigt hatten.

Was war die Antwort Gottes darauf? - Lesen wir weiter:

 

Vers 8

Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.

 

Jeder der von nun an gebissen wurde und daraufhin im Glauben das tat, was Gott gesagt hatte, nämlich die eherne Schlange anzusehen, blieb am Leben. Busse und Glaube beinhalten immer eine Handlung. Wenn wir Busse tun, ändern wir unser Denken und Handeln im betreffenden Bereich. Der Glaube an Gottes Wort ist ebenfalls eine Handlung. Heilung, Versorgung, Rettung, all die Guten Dinge von Gott, fallen nicht einfach so auf dich herab. Wir müssen sie im Glauben ergreifen, also aktiv handeln. Glauben bedeutet das Wort Gottes zu ergreifen, es festzuhalten wie einen Schatz und es niemals loszulassen. Glaube ist nicht passiv, sondern ein aktives Ergreifen und Festhalten von Gottes Wort und seinen Verheissungen.

 

Joh 3,14-15

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.

 

Die eherne Schlange war ein Schattenbild auf das Erlösungswerk von Jesus.

Auch wir leben, bildlich gesprochen, von Schlangen umgeben und für uns gilt: Jesus, der erhöhte Christus, ist unser Heiler. - Wir finden im Alten Testament viele solche Schattenbilder, welche Jesus erfüllt hat.

Jesus ist der Retter und der Heiler. Er hat den Preis dafür bezahlt, damit auch du in Gesundheit leben kannst. Ja, wir werden angefochten von Krankheit, auch von Sünde; aber wir können dem widerstehen, durch das Wort Gottes. Die Israeliten mussten damals auf die erhöhte bronzene Schlange und nicht auf ihre Symptome und Zeichen des Bisses schauen.

So auch wir: wir schauen auf Jesus, auf das Wort, aber wir verleugnen nicht Symptome. Ich lehre damit auch nicht, dass du nicht zum Arzt gehen oder Medikamente nehmen sollst. Das alles hilft mit, dich am Leben zu erhalten. Wenn du geheilt bist wird es auch dem Arzt klar sein und er wird die Medikamente für dich absetzen. Also handle nicht töricht; Glaube verleugnet nicht die Realität, aber er gesteht ihr nicht das Recht zu, so zu bleiben, dass sie wider Gottes Wort ist.

Wenn du auf Jesus schaust, dann schaust du in sein Wort, Jesus ist das Wort (Joh 1,1). Du kannst die Bibel nicht von Jesus trennen, denn sie handelt von ihm. Es ist Gottes Wille, dass du gesund und geheilt bist. Er ist der unveränderliche Gott und einer seiner Namen ist Jahwe Rapha (2Mo 15,26), das heisst übersetzt: der Herr unser Heiler/Arzt.

 

Lk 5,17

Und es geschah an einem der Tage, dass er lehrte, und es sassen da Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren; und des Herrn Kraft war da, damit er heilte.

 

Jesus war also am Lehren und des Herrn Kraft war da, damit er heilen konnte. Aber wie wir weiter lesen, wurde wahrscheinlich nur ein Mann geheilt und das unter grossen Widerständen. Was führte nun dazu, dass dieser Mann geheilt wurde? Warum wurden nicht alle einfach so geheilt? Ich denke, dass es da noch viel mehr Menschen gab, die Heilung gebraucht hätten, aber an diesem Tag nicht geheilt wurden. War es die Schuld von Jesus, wollte er nicht heilen?

Wie oft geben wir doch den Verkündern die Schuld und sagen, dass Heilung nicht Gottes Wille sei, weil nicht alle geheilt wurden. Wenn dem so wäre, hätte Jesus auch falsch gelehrt, denn es heisst auch, dass er in seiner Vaterstadt nicht viele heilen konnte und sich wunderte über ihren Unglauben (Mk 6,5-6). Auf der anderen Seite dürfen wir Menschen, die nicht geheilt werden, nicht verurteilen. Wer weiss schon, was im Herzen eines Menschen ist und was seine momentane Lebenssituation ist.

 

Lk 5,18

Und siehe, Männer bringen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war; und sie suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.19 Und da sie nicht fanden, auf welchem <Weg> sie ihn hineinbringen sollten, wegen der Volksmenge, stiegen sie auf das Dach und liessen ihn durch die Ziegel hinab mit dem Bett in die Mitte vor Jesus.

 

Wie reagierst du in solch einer Situation? - Lässt du dich von den Schwierigkeiten beeinflussen und denkst: „Nun, wahrscheinlich ist es nicht Gottes Wille, dass ich geheilt werde. Es war wieder nur eine leere Versprechung, dass man hier geheilt wird. Für mich trifft das wohl nicht zu.“ Denkst du so? - Dann wären diese Gedanken vom Feind, der dich davon abbringen will, das Gute zu empfangen.

Es liegt an dir, wie du darauf reagierst und du kannst diese Gedanken überwinden, indem du weiterhin an Gottes Wort festhältst und durch alle Hindernisse hindurch gehst.

 

Vers 20

Und als er ihren Glauben sah...

 

Jesus sah ihren Glauben; Glauben kann man sehen. Glaube handelt immer. Die erste Handlung ist das Sprechen von Gottes Wort. Nicht ein automatisiertes Plappern, sondern ein Sprechen im Glauben, dass dieses Wort so wahr ist, wie wenn dein bester Freund dir sein Wort für etwas gibt. Auf das Wort eines Freundes hin handeln wir vertrauensvoll, aber bei Gottes Worten in der Bibel werden wir kompliziert und stellen sie in Frage.

 

Lk 5,24-25

Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben - sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf und nimm dein Bett auf und geh nach Hause! 25 Und sogleich stand er vor ihnen auf, nahm auf, worauf er gelegen hatte, und ging hin in sein Haus und verherrlichte Gott.

 

Hier sehen wir gleich noch ein Beispiel, nämlich dass Sündenvergebung und Heilung des Körpers im Erlösungswerk inbegriffen ist. Jesus hat für beides bezahlt.

 

(Autor: Anita Letzerich-Suhr)