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Jesus das Abbild des Vaters



Nr. 45 Juli 2007

Oftmals machen wir uns ein eigenes Bild von Gott, aufgrund von Erfahrungen, die wir oder andere gemacht haben, oder aufgrund dessen, was Religion uns vermittelt hat. Aber Christentum ist keine Religion, sondern Beziehung und Gemeinschaft mit Gott, dem himmlischen Vater.

Religion ist die Anstrengung von Menschen, Gott zu gefallen, um ihm irgendwann mal näher zu kommen. In jeder Religion wird etwas „Gott“ genannt, aber es gibt nur einen Gott, der unser himmlischer Vater ist und er ist in Jesus Christus zu den Menschen gekommen. Er hat alles getan, damit die Menschen wieder mit ihm Gemeinschaft haben können, indem er ihre Sünde auslöschte. Jeder, der dies glaubt und annimmt wird von neuem geboren, aus Gott geboren, und kann nun mit unserem himmlischen Vater Gemeinschaft haben. Dies ist nicht etwas, das du ab und zu erlebst, sondern du sollst in einer beständigen Gemeinschaft mit Gott leben, Tag für Tag.

Wie ist nun Gott? - Meistens wissen wir, dass Gott gut ist. Aber die Frage ist nicht, ob du es weisst, sondern wie sehr du dies für dich persönlich glaubst, dass Gott zu dir gut sein will. Wie viele Menschen gibt es, die Angst haben vor einem strengen, strafenden Gott, selbst Christen. Sie mühen sich Tag für Tag ab, indem sie versuchen Gesetze einzuhalten, um Gott zu gefallen, damit sie ihn nicht verärgern. Dadurch leben sie jedoch unter dem Gesetz und nicht unter der Gnade!

Glaubst du immer, in jeder Situation, dass Gott gut zu dir ist, und dass er nur das Beste für dich will? Oder glaubst du, dass Gott auch mal was Schlechtes in deinem Leben zulässt, damit du was lernst? - Gott hat mit dem Schlechten, das in der Welt ist, nichts zu tun! Von ihm kommt nur Gutes, weil er ein durch und durch guter Gott ist, der dich liebt!

Können wir das wirklich glauben? - Ist er wirklich gut? - Ist er wirklich immer für mich da? - Gott kann doch machen, was er will! - Vielleicht ist das Gute, das du meinst, gar nicht gut für mich?! - Denkst du so?

Wie ist nun Gott; wie können wir wissen, wie er ist?

Jesus sagte: „ ... und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat“ (Johannes 12, 45).

Wer also sieht, wie Jesus mit den Menschen umgegangen ist und was er getan hat, der sieht denjenigen handeln, der ihn gesandt hat. - Wer hat nun Jesus gesandt?

Johannes 12, 49 – 50
Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll; und ich weiss, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Was ich nun rede, rede ich so, wie mir der Vater gesagt hat.

Gott der Vater hat Jesus gesandt und alles, was Jesus tat, war genau das, was Gott der Vater auch tun wollte. Jesus hat immer im vollkommenen Willen des Vaters gehandelt. Also, wenn wir Jesus ansehen, sehen wir Gott den Vater. Alles, was Jesus getan hat, war so, wie Gott der Vater gehandelt hätte.

Was hat Jesus getan, wenn Menschen mit einer Not oder Krankheit zu ihm kamen? - Jesus hat immer so gehandelt, wie es Gottes vollkommenem Willen entsprach. Jesus ist das Abbild des unsichtbaren Gottes, das wir aber nun in Jesus sehen können. Wer Jesus sieht, sieht Gott, den Vater - so handelt der Vater, so entscheidet er, so spricht er.

Lasst uns nun sehen, was Jesus getan hat, wenn jemand ihn um Hilfe gebeten hat.

Matthäus 15, 22 - 23
... und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlass sie! Denn sie schreit hinter uns her.

Hier kommt eine Frau zu Jesus, die keine Jüdin ist, um Heilung für ihre Tochter zu empfangen. Wir haben diese Geschichte oft so gelesen, dass die Jünger zu Jesus sagten, er solle sie fortschicken, weil sie ihnen hinterher schrie. Aber ist das wirklich die richtige Auslegung? Wollte Jesus dieser Frau nicht helfen?

Die Jünger waren mit Jesus zusammen und haben erlebt, dass er jedem geholfen hat, der zu ihm kam. Und nun ist diese Frau hier, schreit hinter ihnen her und Jesus tut nichts. Die Jünger baten Jesus, sie zu „entlassen“. (Das verwendete griechische Wort ‚apolyo’ bedeutet: loslösen, freimachen, erlösen, befreien). Wie reagierte Jesus darauf?

Vers 24
Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

Nun, Jesus hat nicht gesagt, dass er sie nicht heilen wolle, sondern dass sie nicht zum Hause Israel gehört. Wie hat nun die Frau darauf reagiert? Hat sie gesagt: „In dem Fall ist es nicht Gottes Wille für mich!“ - Wie viele Christen gibt es, die heute noch so denken; sie kommen sich zu schlecht vor, um zu Gott dem Vater zu gehen und ihn um Hilfe zu bitten. Aber Gott der Vater ist nicht derjenige, der ihnen etwas vorenthält, seine Gnade ist gross genug um zu vergeben und zu retten.

Aber lesen wir weiter:

Vers 25 - 28
Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist gross. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.

Diese Frau, obwohl keine Jüdin, hatte Glauben, dass ihre Tochter geheilt wird. Jeder, der im Glauben zu Jesus gekommen ist, um von ihm Hilfe zu bekommen, bekam sie.

Jesus sagte: „ ... wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Jesus ist der geoffenbarte Wille Gottes für uns. Was Jesus getan hat, ist genau das, was der Wille Gottes ist und dies gilt für alle Zeit, und für jeden.

Matthäus 4, 24
Und die Kunde von ihm ging hinaus in das ganze Syrien; und sie brachten zu ihm alle Leidenden, die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren, und Besessene und Mondsüchtige und Gelähmte; und er heilte sie.

Was machte Jesus mit den vielen Menschen, die zu ihm kamen, um Heilung zu bekommen? Nahm er ein paar besonders ‚Auserwählte’ heraus und heilte sie und die anderen mussten noch warten? - Nein! Jesus heilte sie alle! Alle, die zu ihm kamen.

Dies ist der vollkommene Wille des Vaters für alle Menschen und für alle Zeit. Heilung ist gut und Gottes Wille für jeden!

Matthäus 14, 14
Und als er ausstieg, sah er eine grosse Volksmenge, und er wurde innerlich bewegt über sie und heilte ihre Kranken.

Jesus wurde darüber innerlich bewegt. Es ist Gott dem Vater nicht egal, wenn es dir nicht gut geht und du krank bist oder sonst wie Hilfe brauchst. Er ist innerlich bewegt darüber. Darum komm zu ihm und glaube, dass er dich jetzt heilen will.

Heilung gehört dir genauso, wie Errettung dir gehört und du empfängst Heilung auch genauso, wie deine Errettung.

Die Gnade Gottes wird durch Glauben empfangen. Gottes Gnade ist jeden Tag neu da. Wir müssen jeden Tag im Glauben empfangen, was immer wir brauchen und in dieser Gnade leben. Das bedeutet auch, dass du dir deine Heilung nicht verdienen kannst, indem du eine Zeit lang leidest, bis es genug ist. Du kannst sie dir auch nicht verdienen, indem du versuchst ein guter Mensch zu sein.

Heilung ist ein Geschenk aus der Gnade Gottes - für dich!

Apostelgeschichte 10, 38
Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.

Jesus hat allen geholfen, weil es Gottes vollkommener Wille war, Gutes zu tun, zu retten und zu heilen. Und das gilt für alle Zeit, für dich und für jeden, auch heute noch!


Anita Letzerich-Suhr