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Iss das Brot der Heilung



Nr. 127 Dezember 2014

Ps 23,1+5

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fliesst über.

 

Ein Psalm Davids der auch sehr beliebt bei Beerdigungsreden ist. Aber der Psalm 23 redet nicht vom Himmel, sondern von Jesus, dem guten Hirten. Dieser Psalm gehört zu den messianischen Psalmen und ist eingebettet zwischen Psalm 22, der von Christus am Kreuz redet und Psalm 24, welcher vom Kommen Christi in Herrlichkeit erzählt. Dazwischen finden wir Psalm 23, der uns den guten Hirten Jesus den Christus (dt: der Gesalbte) zeigt.

 

Im Himmel, in der Gegenwart Gottes, gibt es keine Feinde. Wir wandern auch nicht ab und zu mal in einem Tal der Todesschatten oder, wie es andere Übersetzungen nennen, im finsteren Tal. Jetzt haben wir Feinde, jetzt gibt es Herausforderungen, Schwierigkeiten, jetzt erleben wir Angriffe und Leiden um Christi willen. Jetzt haben wir einen Feind, der uns vom Segen Gottes abschneiden will. Jesus nennt ihn den Dieb (gemeint ist der Teufel), er kommt um zu stehlen und umzubringen. Jesus aber ist gekommen um uns Leben zu geben im Überfluss (Joh 10,10). Er hat für uns den Tisch gedeckt, es liegt alles da was wir brauchen: Heilung, Befreiung, Versorgung, Wohlergehen, aber wir müssen kommen und davon nehmen.

 

Eph 2,8

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;

 

Das griechische Wort für ‚errettet’ ist ‚sozo’ und hat die Bedeutung für den ganzen umfassenden Segen Gottes an Geist, Seele und Leib und diese Rettung nehmen wir immer wieder durch den Glauben an, als eine Gnade Gottes, die für uns durch Jesus erkauft worden ist.

 

Stell dir vor, ich lade dich zum Essen ein. All die feinen Sachen liegen auf dem Tisch und du stehst da und bittest und bettelst um Essen. Ich würde mich wundern und denken: „ Sie/Er soll sich doch einfach hinsetzen und essen, es liegt doch alles bereit und der Teller ist gefüllt bis zum Rand.“ - Verhalten wir uns nicht oft so in unseren Gebeten? Wir betteln und bitten, dass Jesus unserer Not begegnen soll und er sagt die ganze Zeit zu dir: „Nimm und iss, es ist alles bereit für dich“. Jesus ist der gute Hirte (Joh 10,11) und er hat einen Tisch für dich gedeckt im Angesicht deiner Schwierigkeiten und Nöte, um dir Hilfe und Rettung zu geben.

 

Röm 5,2

durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade

 

Wir haben Zugang erhalten, es ist da für dich. Gott will dir nichts vorenthalten, aber du musst zu ihm kommen im Glauben daran, dass es für dich ist. Heilung ist das Brot der Kinder, Heilung ist auf dem gedeckten Tisch des Herrn für dich da.

 

Mk 7,26-29

26 die Frau aber war eine Griechin, eine Syro-Phönizierin von Geburt; und sie bat ihn, dass er den Dämon von ihrer Tochter austreibe. 27 Und er sprach zu ihr: Lass zuerst die Kinder satt werden, denn es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. 28 Sie aber antwortete und spricht zu ihm: Ja, Herr; auch die Hunde essen unter dem Tisch von den Krumen der Kinder.

 

Jesus war nicht unverschämt; sie gehörte nicht zum Volk Israel, sie war eine Griechin, also eine Heidin wie es die Bibel auch nennt, und keine Tochter Abrahams. Doch sie liess sich davon nicht abbringen und sagte, dass auch die Hunde vom Brot essen.

Wir sind keine Hunde, wenn wir an Jesus Christus glauben, sondern gehören zur Familie Gottes. Wir sind seine Kinder und Gott ist unser Vater, ein guter Vater, der nur gute Gaben gibt (Jak 1,17).

 

Vers 29

Und er sprach zu ihr: Um dieses Wortes willen geh hin! Der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren.

 

Ist es nicht erstaunlich was hier steht? ‚Um dieses Wortes willen…’. Weil sie gesagt hatte, dass sie von den Krumen des Brotes der Heilung und Befreiung auch essen könne, wie ihre Hündchen unter ihrem Tisch. Deswegen sagte Jesus zu ihr, dass ihre Tochter befreit sei. Es war nicht der eine besondere Moment, wo Jesus entschieden hat ihre Tochter zu befreien. Es war der unerschütterliche Glaube der Frau, dass selbst sie als Nicht-Jüdin dennoch von den Krumen des Brotes der Kinder essen kann.

Wieviel mehr kannst du das, als ein Kind Gottes? Du bist erkauft und errettet durch das Opfer Jesu, den du zu deinem Herrn gemacht hast und kannst jetzt durch deinen Glauben kommen und das Brot der Kinder, Heilung, Errettung, Befreiung ergreifen und essen.

Ich schreibe lieber ‚ergreifen’ anstatt ‚empfangen’, denn in unserem Sprachgebrauch hat ‚empfangen’ eine passive Bedeutung, das ist aber nicht gemeint. Könnte es sein, dass du vielleicht darauf wartest von ihm geheilt zu werden, während Jesus nur drauf wartet das DU im Glauben kommst und vom Brot der Heilung nimmst, welches für dich bereitliegt?

 

In Matthäus 15,28, der Parallelstelle dazu, heisst es, dass Jesus sagte, ihr Glaube sei gross. Grosser Glaube spricht! - Ein paar Kapitel zurück finden wir die Geschichte vom Hauptmann. Auch zu ihm sagte Jesus, dass er grossen Glauben habe. Was hatte er getan?

 

Mt 8,5-7

Als er aber nach Kapernaum hineinkam, trat ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat 6 und sprach: Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält. 7 Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen.

 

Beachte, Jesus zögerte keinen Moment noch vertröstete er ihn auf später. Er sagte „Ich will kommen und ihn heilen“.

 

Vers 8

Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden.

 

Auch der Hauptmann gehörte nicht zum Volk Israel, daher nennt er sich unwürdig. Wir heute sind nicht unwürdig, sondern angenommen in IHM, Jesus.

 

Vers 9

Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin! und er geht; und zu einem anderen: Komm! und er kommt; und zu meinem Knecht: Tu dies! und er tut's.

 

Der Hauptmann kannte die Autorität, die im gesprochenen Wort ist. Wenn Jesus seinen Willen ausspricht, dann wird sein Diener gesund, das reichte ihm. Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht (Hebr 11,1).

 

Vers 10

Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so grossen Glauben gefunden. 13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast! Und der Diener wurde gesund in jener Stunde.

 

Jesus nennt dies ‚grossen Glauben’: zu glauben, dass das was gesprochen wird auch geschieht.

Er hat es im Beispiel vom Feigenbaum in Matthäus 21 erklärt und auch in Römer 10,8-10 lesen wir, dass der Glaube spricht und nicht darauf wartet, dass Jesus etwas tut. Jesus hat uns seinen Willen in seinem Wort gesagt. Er hat den Preis für unsere Erlösung, Heilung, Rettung und Befreiung, was immer du brauchst, bezahlt. Jetzt liegt es an dir, es im Glauben anzunehmen und mit Ihm übereinzustimmen, das bedeutet, das Gleiche zu sagen, was Jesus über deine Situation sagt. Wenn du dir nicht sicher bist, studiere das Wort. Was sagt die Bibel zu deiner Situation? Und dann nimm diese Stellen und sprich sie aus, im Glauben, dass es die Wahrheit ist, ohne deine Wirklichkeit zu verleugnen. Doch du weisst, dass die Situation durch das Wort verändert wird.

Iss vom Brot der Heilung und lebe in Gesundheit.

 

Anita Letzerich-Suhr