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Hinderungsgründe für körperliche Heilung


Sept. 2012 /Nr. 102


Vier Gründe, welche körperliche Heilung verhindern können, werden wir gleich anschauen. Es gibt bestimmt noch mehr davon, als diese vier. Aber ich denke, es sind die Hauptgründe, warum Menschen nicht geheilt werden.

Es geht hier in erster Linie darum, Menschen zu helfen ihre Heilung zu empfangen und sich nicht dadurch beirren zu lassen, was anderen widerfahren ist. Wir werden niemals genau wissen, warum dies oder jenes bei anderen Menschen geschieht, oder eben nicht. Es geht darum, weiterhin auf das Wort Gottes zu vertrauen und sich zu prüfen, wo man persönlich steht.


Erster Hinderungsgrund: Unkenntnis


Hos 4,6

Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.


Aus Mangel an Erkenntnis werden Menschen zerstört oder kommen um und sterben. Weil sie nicht wissen, was ihnen in Jesus Christus gehört, können sie nicht auf die Angriffe des Teufels reagieren. Es heisst: Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen (Jak 4,7). Beim Fehlen von Erkenntnis darüber, was der Wille Gottes ist, kann man nicht unterscheiden, was von Gott kommt und was nicht. Und somit ist es auch nicht möglich, den Dingen, die nicht von Gott sind, zu widerstehen. Darum ist es so wichtig, den Willen Gottes zu kennen, welcher vermittelt wird durch sein Wort. Das Wort Gottes ist der Wille Gottes für dich.


2 Petr 1,2+3

Gnade und Friede werde euch immer reichlicher zuteil in der Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn! Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend, ...


Er hat uns alles geschenkt, was wir brauchen zum Leben und in der Beziehung zu ihm. Gnade bedeutet, dass Gott seine Kraft und Fähigkeit für uns einsetzt, obwohl wir es nicht verdient haben, einzig aufgrund von dem, was Jesus für uns getan hat.


Vers 4

...durch welche er uns die grössten und kostbaren Verheissungen geschenkt hat, auf dass ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, indem ihr entflohen seid dem Verderben, das in der Welt ist durch die Lust.


Gnade und Frieden sind da, in der Erkenntnis Gottes. Ohne Erkenntnis wirst du den Lügen glauben, die dir der Teufel oder unwissende Menschen erzählen. Zum Beispiel: dass Gott aus irgend einem Grund Leiden und Krankheit zulässt, um dich dadurch näher zu sich zu ziehen ... - Aber wenn du Erkenntnis aus Gottes Wort hast, weisst du, was der Wille Gottes ist. Du kennst seine Gedanken, du weisst, dass er nur gute Gedanken hat, um dir Zukunft und Hoffnung zu geben (Jer 29,11). Nicht Krankheit, nicht Tod, nicht Hoffnungslosigkeit. Du weisst, dass Gottes Wort sagt, dass nur gute Gaben und vollkommene Geschenke von IHM kommen (Jak 1,17). Erkenne IHN immer mehr. Er ist das Zentrum von allem. Gib dem Wort Gottes in deinem Leben immer den ersten Platz.

Jesus sagt, wenn du im Wort Gottes bleibst, dann wirst du die Wahrheit erkennen, und die erkannte Wahrheit wird dich freimachen und freihalten.


Zweiter Hinderungsgrund: Unglaube


Mk 6,5-6

Und er konnte dort (in Nazareth) kein Wunderwerk tun, ausser dass er wenigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte. 6 Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er zog durch die Dörfer ringsum und lehrte.


Warum konnte Jesus in Nazareth keine Wunderwerke tun und nur wenige Schwache heilen? - War es, weil er es nicht wollte? - Nein! Die Bibel sagt uns, dass der Grund war, dass die Menschen nicht glaubten. Jesus war bereit zu heilen (siehe auch Lk 5,17), aber sie glaubten nicht daran. Unglaube an das, was Jesus tun will ist ein Hinderungsgrund für Heilung. Du kannst nicht für Heilung glauben, indem du sagst: „Herr, wenn es dein Wille ist ...“. Du musst wissen, was sein Wille ist, um zu glauben, und dazu hat dir Gott sein Wort gegeben. Zuerst musst du wissen, dass Heilung Gottes Wille ist, und dann kannst du dieses Wissen mit Glauben verbinden (Hebr 4,2), dass er auch dich heilen will. So setzen wir die Heilungskraft Jesu frei. Wir müssen ihn nicht fragen, ob es sein Wille für uns ist. Es ist sein Wille, weil er zu keinem jemals gesagt hat: „Ich will nicht“, oder „du musst noch eine Zeit warten“, oder „Gott will dich dadurch etwas lehren“. Jesus hat immer den vollkommenen Willen Gottes getan und darum wissen wir, wenn wir das Neue Testament lesen, dass er uns heilen will.


Dritter Hinderungsgrund: Heilung kann ein Prozess sein


Mk 16,18

... werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. - Eine andere Übersetzung sagt: „so wird`s besser mit ihnen werden“ (Luther).


Lk 17,12-14

Und als er in ein Dorf einzog, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von fern standen. 13 Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich unser! 14 Und als er <sie> sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt.


Vierter Hinderungsgrund: Weigerung zu vergeben - In Verletzung verharren


Menschen werden verletzt und verletzen, dies geschieht auch unter Christen. Jeder von uns wird immer wieder verletzt, das ist unumgänglich. Doch entscheidend ist, wie wir damit umgehen. - Wandeln wir weiterhin im Sieg, oder lassen wir uns vom Feind binden und berauben? Verletzung ist ein Trick des Teufels, um Christen zu binden, zu berauben und zu trennen, wenn sie nicht loslassen und vergeben.

Die Bibel redet sehr viel von Vergebung und dem Wandel in Liebe. In Liebe zu wandeln bedeutet nicht, dass wir Liebe fühlen, sondern dass wir vergeben. Vergebung ist eine Entscheidung und kein Gefühl. Den Zustand des Verletztseins bewusst zu verlassen ist so wichtig, denn es ist eine Falle des Teufels, um uns zu berauben von all dem Guten, das Gott für uns bereithält. Zu vergeben ist keine Option, sondern der Wille Gottes. Hier fängt der Gehorsam gegenüber seinem Wort an.

Die Segnungen die dann folgen sind es wert, und es ist der einzige Weg.

Wir alle werden immer wieder verletzt und selbst Jesus wurde nicht immer richtig behandelt. Er wurde abgelehnt, aus der Stadt geworfen, er war kurz davor gesteinigt zu werden; selbst einer seiner Jünger wollte ihn vom Plan Gottes abhalten. Wir lesen das immer so, als wäre es einfach gewesen. Wenn wir uns aber in diese Situation hinein versetzen, spüren wir, wie schlimm es für uns wäre, solches zu erleben. Jesus war ein Mensch wie wir, mit Empfindungen wie wir, aber ohne Sünde (Hebr 4,15).

Also, lass uns in Liebe wandeln, wie er es uns vorgelebt und geboten hat. Lass die Verletzungen los, damit du die Segnungen des Herrn empfangen kannst. Das ist nicht schwer, sondern bedarf nur einer Entscheidung von dir. Es lebt sich so viel besser, wenn wir allen Menschen vergeben. Denn sie wissen oft nicht, was sie tun, werden aber vom Teufel benutzt, um uns zu schaden. Er ist der Absender dieser „Post“, aber wir lehnen sie ab, weil wir sie nicht haben wollen.


Anita Letzerich-Suhr