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Herr dein Wille geschehe ...



Nr.86 März 2011


... und wenn er nicht geschieht, so ist es nicht dein Wille. - Wir denken doch oft, dass es so sein muss, wenn jemand seine Heilung - oder was man sonst von Gott erbittet - nicht sofort bekommt.

Es kann verschiedene Gründe geben warum jemand seine Heilung nicht gleich bekommt, aber niemals den, dass es nicht Gottes Wille ist zu heilen! Weder verurteilen wir Menschen, die ihre Heilung nicht gleich bekommen, noch begegnen wir ihnen in einer überheblichen Haltung. Unsere Aufgabe ist es, ihnen in Liebe und Barmherzigkeit zu dienen und sie das Wort Gottes zu lehren. Gott nimmt auch keine kleinen Kinder oder Ungeborene durch den Tod weg, damit sie z.B. später nicht sündigen! Es gibt nur einen der tötet, stiehlt und zerstört, sagt uns die Bibel (Joh 10,10) und das ist der Teufel. Die Bibel nennt ihn in Joh 8,44 auch den Menschenmörder von Anfang an.


Mk 9,17-18

Und einer aus der Volksmenge antwortete ihm: Lehrer, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der einen stummen Geist hat; 18 und wo er ihn auch ergreift, zerrt er ihn zu Boden, und er schäumt und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich sagte deinen Jüngern, dass sie ihn austreiben möchten, und sie konnten es nicht.


Stell dir vor, du bist in einem Gottesdienst, wo für die Kranken gebetet wird und da ist einer, der wird nicht geheilt. Wie schnell sind wir dann dabei zu behaupten, es sei nicht Gottes Wille für ihn. Doch stimmt das denn wirklich? Kann man daraus schliessen, dass es nicht der Wille Gottes ist? Lasst uns weiterlesen um herauszufinden, was Jesus dazu sagt.


Vers 19

Er aber antwortete ihnen und spricht: O ungläubiges Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn zu mir!


Jesus sagte nicht, dass es wohl nicht der Wille Gottes sei, dass er geheilt wird, sondern er liess ihn zu sich kommen.


Vers 20 -22

Und sie brachten ihn zu ihm. Und als der Geist ihn sah, zerrte er ihn sogleich; und er fiel zur Erde, wälzte sich und schäumte. 21 Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist es her, dass ihm dies geschehen ist? Er aber sagte: Von Kindheit an; 22 und oft hat er ihn bald ins Feuer, bald ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Aber wenn du etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns!


Genau in dieser Haltung kommen viele zu Gott, um Heilung zu empfangen. Sie denken, wenn Jesus will, dann kann er mir helfen. Sie warten auf den Augenblick, wo Gott sich entschliesst und sagt: „Jetzt, heute ist dein Tag“. Aber ist das richtig so?


Vers 23

Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du das kannst? Dem Glaubenden ist alles möglich.


Jesus sagte, dass dem Glaubenden (nicht dem Wartenden) alles möglich ist. Mit anderen Worten, es gilt einzig und allein zu glauben, um von Gott zu empfangen. Denn er ist immer bereit zu heilen! Sicher, es gibt auch eine Zeit des ‚im Glauben stehen’, doch dies ist nicht zu verwechseln mit der passiven Haltung des Abwartens, bis Gott etwas tut. Im Glauben zu stehen bedeutet, am Wort Gottes festzuhalten, bei der Entscheidung zu bleiben, dem geschriebenen Wort zu vertrauen und nicht davon abzulassen, egal wie die Umstände sind oder vorübergehend werden können. Gott zu glauben ist nicht schwer! Wir werden auch Gläubige genannt - und ein Gläubiger nimmt einfach das Wort Gottes als das an, was es ist, nämlich der Wille Gottes für ihn und vertraut darauf, dass Gott auch das meint, was er in seinem Wort sagt.


Mt 9,27

Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien und sprachen: Erbarme dich unser, Sohn Davids! 28 Als er aber in das Haus gekommen war, traten die Blinden zu ihm; und Jesus spricht zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie sagen zu ihm: Ja, Herr.


Jesus ist nicht umhergezogen und hat, wie mit einem Zauberstab, hier und dort ein paar Menschen geheilt. Menschen mussten immer im Glauben zu ihm kommen. Es braucht immer Glauben um von Gott zu empfangen, Gott antwortet auf Glauben. So hat es Gott festgelegt. Die Blinden glaubten, dass Jesus sie heilen kann und auch will. Was glaubst du? Wartest du auf ein Zeichen oder sonst etwas oder glaubst du dem geschriebenen Wort, dass es auch der Wille Gottes für dich ist?


Vers 29

Dann rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben!


Euch geschehe nach eurem Glauben“, ist immer noch die Art, wie man von Gott empfängt. Glaube ist die Entscheidung, dem Wort Gottes bedingungslos zu glauben, auch wenn die Gefühle nicht mitmachen. Wie oft sind wir wankelmütig und denken, wenn es nicht gleich passiert (wie bei dem Jungen in der Geschichte am Anfang), dann ist es nicht Gottes Wille oder er will es uns erst später geben. Im Jakobusbrief (Jak 1,6-7) heisst es, dass so ein Mensch nichts von Gott empfangen wird. Es gilt eine Entscheidung zu treffen, dem Wort Gottes mehr zu glauben als dem, was du mit deinen fünf Sinnen wahrnimmst.


Nun denkst du vielleicht, dass wir Gott schliesslich nicht vorschreiben können, was er zu tun hat. Natürlich nicht, aber er hat dir in Jesus schon alles gegeben. Nehmen wir mal an, ein Freund kommt zu dir und bringt dir ein Geschenk mit. Hast du ihm das vorgeschrieben? - Normalerweise nicht. Was tust du nun mit dem Geschenk? Du nimmst es dankbar an! Gott hat uns in Christus Jesus alle Verheissungen geschenkt - sie gehören dir, in IHM! Du musst sie nicht durch gute christliche Werke oder sonst etwas erkaufen, sondern allein durch den Glauben nimmst du sie in Besitz. Jesus hat alles schon bezahlt, es ist seine Gnade und Barmherzigkeit für dich.


Röm 5,2

durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.


Wir haben Zugang erhalten, wir haben sozusagen eine gültige Checkkarte erhalten zur Gnade Gottes. Aber es ist genau wie im natürlichen Bereich, wenn du die Karte nicht gebrauchst, wirst du nie an das Geld kommen, das dir gehört. Wir müssen den Glauben benützen, um die Dinge zu empfangen, die Gott für uns schon bereithält. Höre das Wort Gottes und entscheide dich, diesem zu glauben und weil du es glaubst, sprichst du das Wort.


2.Kor 1,19-20

Denn der Sohn Gottes, Christus Jesus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, war nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist ein Ja geschehen. 20 Denn so viele Verheissungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns.


In Jesus ist ein JA, kein ‚Wenn und Aber’ oder ein ‚Vielleicht’. Wir können wissen, was uns geschenkt ist, wir können wissen, was der Wille Gottes ist in Bezug auf die Dinge, die Jesus uns gegeben hat. Das Wort Gottes zeigt es uns und wir müssen es nur noch annehmen! Glaube ist die Entscheidung, das Wort Gottes als das anzunehmen was es ist, nämlich der Wille Gottes für dich, weil er alles für dich erkauft hat. Niemand wird jemals in Frage stellen, ob es Gottes Wille ist Menschen zu retten, denn Gott hat es in seinem Wort gesagt (1.Tim 2,4). Genauso ist es mit Heilung. Wir müssen uns entscheiden für Jesus als unseren Retter, wir müssen die Erlösung, die in Jesus ist, annehmen durch eine Entscheidung; das betrifft sowohl Heilung als auch alle andern guten Dinge, die im Wort Gottes stehen. Jesus ist auch dein Heiler, sehe ihn auch so!


©Anita Letzerich-Suhr