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Gib nicht auf



Nr.79  Juli/August 2010

Kennst du die folgende Situation?

Du hast für etwas gebetet und siehst noch immer keine Resultate. - Manche Menschen sagen in so einer Situation: „Gott will mich Geduld lehren.“ - Sie meinen damit, dass sie nun nichts mehr tun und einfach abwarten müssen, bis der bestimmte Zeitpunkt vielleicht kommt, wo sie ihre Heilung oder das Erbetene vielleicht empfangen werden. - Doch das ist keine Geduld, das ist Unglauben! - Der Glaube sagt: „Ich habe es jetzt empfangen, nicht in der Zukunft, obwohl es im natürlichen Bereich noch nicht sichtbar ist.“ Geduld und Glaube gehören untrennbar zusammen. Geduld und Glaube ist ein ‚Dranbleiben’ am Wort Gottes, die Gewissheit, dass du empfangen hast, egal wie die Umstände im Moment sind.

Biblische Geduld ist nicht ein Warten auf einen Zeitpunkt, sondern bedeutet, dass du deine Stellung im Glauben an sein Wort nicht verlässt. Glaube empfängt jetzt und Geduld beharrt auf dem Wort Gottes, obwohl man im sichtbaren, im natürlichen Bereich noch nichts erkennen kann.

Lass dir nicht einreden du hättest zuwenig Glauben. Jesus hat gesagt: „Wenn du Glauben wie ein Senfkorn hast, dann würdest du ...“ (Matth 17,20). Es kommt also nicht auf grossen oder kleinen Glauben an, sondern darauf, was du mit dem Glauben machst. Glaube fängt da an, wo du den Willen Gottes für deine Situation erkennst. Geduld lässt sich davon nie abbringen.

1Joh 5,14-15

Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten.15 Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.

Dies ist die Zuversicht (oder die Sicherheit) die wir haben, dass Gott uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. - Nun, ist Heilung sein Wille? - Ja! Und deshalb kannst du wissen (nicht hoffen), dass er dich hört, wenn du ihn um Heilung bittest. Wir gehen im Gebet nicht als Bettler zu Gott. Wir kommen zu ihm auf der Grundlage seines Wortes, im Glauben daran, dass Heilung uns gehört. Du kannst wissen, dass du empfangen hast, weil du sein Wort kennst. Sein Wort ist sein Wille, genauso wie auch das, was du sagst, normalerweise dein Wille ist. Bleib im Glauben, denn das Wort Gottes sagt, dass du empfangen hast. Lass nicht nach im Glauben, wenn das Erbetene nicht sofort kommt. Wir müssen die Hartnäckigkeit haben, dass wir im Glauben bleiben, selbst wenn wir vorher sterben würden, ohne es im Sichtbaren gesehen zu haben.

Ist das Wort Gottes wahr oder nicht? Es ist wahr und hinter seinem Wort steht nichts Geringeres als der lebendige Gott! Der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat. Glaube ist also nicht etwas Krampfhaftes sondern einfach ein ‚für wahr’ halten dessen, was Gott gesagt hat, das er tut.

Mk 11,23-24

Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. 24 Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.

Warum sagt Jesus: “Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt.“ ?

Weil er in Vers 23b gesagt hat, dass wenn jemand glaubt, dass geschieht was er sagt, „Dem wird es werden.“ Glaube ist so einfach - entweder hat Gott es gesagt oder er hat es nicht gesagt. Glauben ist eine Entscheidung dazu, das was Gott in seinem Wort gesagt hat, anzunehmen. Es ist weder eine gedankliche Zustimmung noch ein Schauen auf die äusseren Umstände, sondern es ist ein Vertrauen zu Gott, der gesagt hat, dass er das, was er in seinem Wort gesagt hat, auch tun wird.

Was tun wir nun, wenn die äusseren Umstände genau das Gegenteil sagen von dem, was wir glauben? Was tust du, wenn du Gott um Heilung gebeten hast und es ist noch nichts geschehen? Bittest du nun immer wieder, oder versuchst du eine Gebetsversammlung einzuberufen, damit möglichst viele Geschwister für dich beten, damit Gott dich endlich erhört? - Nun, es ist nicht falsch, wenn andere für dich beten. Aber setze dein Vertrauen nicht auf die Menge derer, die für dich beten, sondern auf Gottes Wort und seine Treue! Es gibt Zeiten, in denen du niemanden erreichen kannst, der mit dir betet. Was tust du dann, wenn du nicht gelernt hast, dich im Glauben auf Gottes Wort zu stellen und allen gedanklichen Angriffen des Teufels zu widerstehen? - Weisst du, Gott ist es, der in dir lebt, er ist es, der gesagt hat, dass er dich niemals verlassen noch versäumen wird (Hebr 13,5). Wer könnte dir näher sein als Gott dein Vater?

Phil 4,6

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden

Sorge dich um nichts, sorge dich nicht darum, wann sich endlich deine Heilung im Natürlichen zeigt, sondern danke Gott für deine Heilung, auch wenn du sie noch nicht siehst. Was ist die Folge von so einem sorgenfreien Leben?

Vers 7

und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.

Du wirst im Frieden Gottes leben können. Sorgen gehören nicht zum Leben, gib sie Gott, denn er ist besorgt um dich. Sorgen kommen, um dich aus dem Frieden Gottes zu reissen, du musst sie nicht annehmen! Gott dein Vater will für dich sorgen, gib alle deine Sorgen ihm, er ist besorgt um dich und glaub mir, er kommt niemals zu spät. Ich selber habe auch schon Situationen erlebt, wo ich mich eine Zeit lang gesorgt habe, doch du kannst durch deine Sorgen nichts ändern. Jedesmal, wenn ich die Sorgen dem Herrn gegeben habe, hat sich die Situation innert kurzer Zeit zum Guten gewendet. Gib nicht auf, denn was Gott dir in seinem Wort gegeben hat, wird er auch halten. Du kannst dich auf ihn verlassen.

Lass uns mal Abraham betrachten, er wird auch der Vater im Glauben genannt. Was hat er getan, als er das, was Gott ihm verheissen hatte, noch nicht gesehen hat?

Röm 4,17-21
wie geschrieben steht: »Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt« - vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre; 18 der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist: „So soll deine Nachkommenschaft sein.“ 19 Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara 20 und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheissung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab. 21 Und er war der vollen Gewissheit, dass er, was er verheissen habe, auch zu tun vermöge.

Abraham gab Gott die Ehre; er dankte Gott, obwohl er zu diesem Zeitpunkt alt war und kein Kind hatte und diese Danksagung wiederum stärkte ihn im Glauben. - Gott ist treu, wirf deine Sorgen auf ihn. Sorge dich nicht darum, wie etwas zustande kommt, sondern sehe auf sein Wort und danke ihm dafür.


Anita Letzerich


Mit dieser Doppelnummer gehen wir in die Sommerpause. Anfang September 2010 erscheint die nächste Ausgabe vonLeben im Sieg“. Wir wünschen unseren Lesern eine gesegnete Ferienzeit