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Gott - der treue Vater


Nr.108 März 2013

Kennst du diese Minderwertigkeits- und Schuldgefühle auch, Gott irgendwo, irgendwie verpasst zu haben und ihm nun nicht mehr zu genügen? - Wahrscheinlich schon. - Wenn du einen Vater hattest, der streng und hart war, fallen dir sicher manche Begebenheiten dazu ein, wie dein natürlicher Vater damals gehandelt hat.

 

Im Römerbrief Kapitel 12 Vers 2 lesen wir, dass wir unseren Sinn, unser Denken ändern müssen, um den Willen Gottes und sein Wesen zu erkennen. Wir müssen lernen so zu denken, wie die Bibel es sagt. Wir müssen Gott als unseren Vater so sehen, wie ER ist und nicht, wie wir unsere irdischen Väter kennenlernten. Gott ist der gute, perfekte und vollkommene Vater, voller Liebe und Gnade für dich - jederzeit. Jesus hat für alles bezahlt, was jemals zwischen dir und Gott stehen könnte. Wenn du Jesus als deinen Herrn angenommen hast, hat er dich gerecht gemacht (2Kor 5,21). Ein Zustand, den du nicht mehr verlieren kannst! ER ist dein Hohepriester, der für dich bei Gott einsteht. Wenn du einen Fehler gemacht hast, die Bibel nennt es Sünde, hat Jesus schon dafür bezahlt.

 

Phil 3,9

und in ihm gefunden werde - indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens

 

Du bist nicht gerecht aufgrund dessen, was du getan hast oder eben nicht getan hast. Dies wäre die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, welche sagt: Wenn du alles richtig gemacht hast, gefällst du Gott und ER wird dich dann segnen (siehe Röm 10,5). - Gott wusste aber, dass wir diesen hohen Standard niemals aus eigener Kraft erreichen würden. Das Gesetz war und ist nicht dazu da, um uns als gläubige Christen vor Gott gerecht und wohlgefällig zu machen, wenn wir es einhalten (Röm 3,20 ... denn durch Gesetz <kommt> Erkenntnis der Sünde). Das Gesetz soll uns zeigen, dass wir es niemals schaffen werden, und wir immer einen Erlöser brauchen, Jesus Christus den Gerechten. Er ist unsere Gerechtigkeit, so dass wir immer zuversichtlich zu Gott dem Vater kommen können (Hebr 4,16).

 

Tit 3,5

errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.

 

Die meisten von uns kennen das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Jesus erzählt hat. Ich möchte dir nun diese Geschichte aus einer anderen Perspektive zeigen. Wir haben hier leider nicht den Platz um alles zu lesen. Ich möchte dich aber dazu ermutigen, die ganze Geschichte in der Bibel nachzulesen. Es ist eine wunderbare Geschichte über die Liebe Gottes zu uns.

 

Lukas 15, von Vers 11 an

Er sprach aber: Ein Mensch hatte zwei Söhne; 12 und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen die Habe. 13 Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte.

 

Hier werden die damals üblichen Familien- und Erbverhältnisse beschrieben. Der älteste Sohn erbte normalerweise den Hof und die Jüngeren hatten das Recht, sich ihr Erbteil auszahlen zu lassen und wegzuziehen, um damit etwas Eigenes aufzubauen. Der junge Mann in der „Geschichte vom verlorenen Sohn“ handelte nun aber nicht weise, sondern lebte verschwenderisch und vergeudete sein Vermögen. Als dann eine Hungersnot kam, hatte er nichts mehr zu essen und musste Hunger leiden.

 

Vers 17 Als er aber in sich ging, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger. 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, 19 ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heissen! Mach mich wie einen deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn.

 

Der Vater hatte seinen Sohn weder vergessen noch abgeschrieben, er sah ihn kommen und war innerlich bewegt. So ist auch unser Vater im Himmel. Auch wenn du etwas falsch gemacht hast, wartet ER auf dich, darum komm zu ihm. Es gibt nichts, was dich trennt von IHM, denn Jesus hat für alles bezahlt, so dass du immer und jederzeit zu Gott zurückkommen kannst, wenn du einen Fehler gemacht hast. Er wird dich nicht verurteilen, sondern immer mit offenen Armen empfangen, weil Jesus für uns am Kreuz bezahlt hat. Dies ist Gottes unermesslich grosse Gnade, die aber kein Freipass für uns ist, um zu sündigen (Röm 6,15). Zu kostbar ist das, was Jesus für uns getan hat.

 

Vers 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heissen.

 

Oft kommen wir uns auch so vor. Wir fühlen uns nicht würdig, zu Gott zu kommen, um Hilfe von ihm zu empfangen, wenn wir einen Fehler gemacht haben. - Wir haben Gott versprochen etwas Bestimmtes nie mehr zu tun und wir haben es doch wieder getan. Oder Gott hat uns etwas aufgetragen zu tun und wir haben es nicht getan. Dann kommen diese ‚Verdammnis-Gefühle’ vom Teufel ganz schnell. Doch lauf nun nicht von Gott weg, sondern zu ihm hin! Sein Gnadenthron ist für dich da (Hebr 4,16). Das Blut Jesu ist grösser als alles, was du getan oder nicht getan hast!

 

Lass uns sehen, wie der Vater darauf reagierte als sein Sohn wieder heim kam.

 

Vers 22 Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füsse; 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein!

 

Wir sehen hier ein wunderbares Bild der kompletten Wiederherstellung. Kein Fehler, den du machst ist zu schlimm oder zu gross, als dass Gott der Vater nicht wieder alles gutmachen könnte. Nur, komme zu ihm und glaube an seine Güte und Gnade, die er für dich bereit hat, aufgrund dessen, was Jesus getan hat. Jesus Christus ist unsere Sühnung, ER ist unsere Gerechtigkeit, ER ist unsere Heiligung, ER ist unsere Vergebung, ER ist unser Garant bei Gott dem Vater. Es ist so wichtig, dass wir dies nicht nur mit unserem Verstand bejahen, sondern dass wir auch darin leben Tag für Tag.

 

Der Vater hat den Heimkehrer wieder vollkommen in die Stellung als sein Sohn gesetzt, mit allen Rechten. Durch Jesus haben wir bei Gott eine Stellung als Gerechte, nicht als Sünder (Sünder waren wir, als wir Jesus noch nicht als unseren Herrn angenommen hatten). Wir sind nicht unwürdig in Gottes Gegenwart zu kommen; selbst wenn wir gesündigt haben, ist er treu und gerecht und vergibt uns.

 

1Joh 1,9

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.

 

Mach es wie der verlorene Sohn und laufe zu deinem himmlischen Vater, er stellt dich immer wieder her, er reinigt dich von aller Ungerechtigkeit, er vergibt dir immer und immer wieder. Du bist angenommen in dem Geliebten, Jesus seinem Sohn, damit du als sein Sohn (natürlich auch Tochter) in seiner Autorität hier auf der Erde handeln kannst, um die gute Nachricht, das Evangelium, zu verkünden und die Werke des Teufels zu zerstören. In seinem Namen und seiner Autorität, die er dir gegeben hat


                                                                                                                                                                 Anita L.