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Unser Glaube - ein kostbares Erbe

 

Nr.52 Februar 2008



Es gibt etwas, das schon viele vor uns getan haben - ein Leben im Glauben zu führen.

Auch wenn wir uns ‚gläubig’ nennen, heisst das nicht automatisch, dass wir tatsächlich im Glauben leben. Wir wurden durch Glauben errettet, zu einem Lebensstil des Glaubens. Aber ob wir das dann auch praktizieren, ist die Entscheidung jedes Einzelnen.

Hebr 10, 38 - 39
Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben«; und: »Wenn er sich zurückzieht, wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben.«39 Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen zum Verderben, sondern von denen, die glauben zur Gewinnung des Lebens.

Du kannst sehr wohl durch Glauben errettet sein, eines Tages in den Himmel kommen und trotzdem hier auf der Erde ein Leben in Sorge und Angst führen. - Es ist jedoch Gottes Wille, dass du ein Leben im Glauben lebst und dadurch seine Segnungen und Gnadengaben in deinem Leben erfährst.

Ein Leben im Glauben ist etwas sehr Kostbares und Gott sucht nach Menschen, die im Glauben leben wollen (Lukas, Kap.18).

Es gibt Männer und Frauen Gottes in der Bibel, die Dinge erreichten, die ihnen eigentlich unmöglich schienen, aber weil sie von Gott ein Wort bekommen und ihm geglaubt hatten, gelang es ihnen. Kapitel 11 vom Hebräerbrief redet davon und ich möchte dich ermutigen, es ganz zu lesen.

Hebr 6, 12
damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheissungen erben.

Wir sollen Nachahmer derer sein, die im Glauben gelebt haben. Es ist gut, ab und zu im Hebräerbrief das Kapitel 11 zu lesen, damit wir nicht nachlassen, sondern ermutigt werden durch die, die uns im Glauben vorangegangen sind.

Da gab es zum Beispiel den Abel. Er brachte im Glauben Gott ein Opfer dar, deshalb war es Gott wohlgefällig. - Dann Henoch, er wurde durch den Glauben zu Gott entrückt, ohne dass er starb. - Noah, auch ein Mann des Glaubens. Er baute im Glauben eine Arche für etwas, das noch nicht zu sehen war und wurde dadurch mitsamt seiner Familie gerettet. Diese Rettung stand allen zu. Wenn noch mehr Leute geglaubt hätten, wären auch sie gerettet worden. -

Josua, er lief mit dem Volk zusammen um die Mauern Jerichos, im Glauben, dass Gott den Sieg gibt.

All diese Beispiele zeigen uns, dass es immer ein aktives Antworten im Glauben von unserer Seite braucht. Gott ist nicht jemand, der einfach willkürlich macht was er will, sondern er möchte, dass wir auf sein Angebot der ‚Rettung durch Glauben’ reagieren. Glaube bedeutet einfach gesagt: Du nimmst Gott beim Wort, unabhängig davon, wie es im Natürlichen gerade aussieht.

Gott sucht nach Glauben, er antwortet auf Glauben und er rettet durch Glauben.

Abraham wird der Vater des Glaubens genannt. Wir lesen von ihm, dass er durch Glauben gehorsam war, als Gott zu ihm sprach, er solle in ein fremdes Land gehen, das Gott ihm geben würde. So zog er fort aus seinem Land, ohne zu wissen wohin. Dann versprach Gott ihm einen Sohn, aber er und seine Frau waren dazu, menschlich gesehen, zu alt. Doch Abraham war ein Mann des Glaubens. Er glaubte Gott, dass er Vater vieler Völker sein würde. Dabei wusste er wohl in seinem Verstand, dass er zu alt war, um Kinder zu bekommen. Er verleugnete diese Tatsache nicht, aber er schaute trotzdem auf das, was Gott gesagt hatte. Abraham glaubte Gott und handelte demgemäss.

Mose wurde von seinen Eltern versteckt, im Glauben, dass Gott ihn vor dem Tod rettet und er wurde gerettet. Später zog Mose, durch Glauben, mit seinem Volk aus Ägypten aus und durch Glauben, dass Gott sie rettet, feierten sie auch das Passahfest.

Dann gibt es noch Gideon. Er dachte von sich so, wie manche von sich auch heute denken. Er sah sich selber klein und unbedeutend, aber Gott sah ihn ganz anders. Gideon meinte, er sei für nichts zu gebrauchen; er mühte sich ab, um zu überleben, bis Gott ihm sagte, er sei ein streitbarer Held. Im Glauben daran, dass Gott mit ihm ist, wurde er zum Anführer und Sieger.

Ja, und da ist noch Daniel, der Glauben an seinen Gott hatte, als er wegen seiner Treue zum Herrn, den Löwen vorgeworfen wurde. Er glaubte, dass Gott ihn rettet und schlief in der Grube, wo die Löwen waren.

All diese Menschen im alten Bund haben mit Gott so vieles erreicht und waren für andere ein Segen, weil sie im Glauben gelebt haben. Wie ist es mit dir? Glaubst du heute auch den Verheissungen Gottes und handelst danach?

Dann, nach einigen Jahren, kam Jesus, der Sohn Gottes, auf die Erde. Er wurde Mensch, geboren von einer Jungfrau, und auch er lebte ein Leben im Glauben. Er zeigte uns, wie man im Glauben lebt und lehrte es seinen Jüngern.

Wir lesen zum Beispiel folgende Begebenheit von ihm.

Mk 11, 21 - 24
Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. 22 Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott!


Oder anders gesagt, was auch aus dem Zusammenhang korrekt ist, handelt so im Glauben wie Gott es tut. Gottes Art von Glauben spricht; genauso wie hier Jesus zum Feigenbaum gesprochen hat. Und was bewirkt dieser Glaube?

Vers 23
Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. 24 Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.

Später wurde Jesus gekreuzigt, an unserer Stelle, indem er unsere Sünde auf sich nahm. Aber nach 3 Tagen stand er von den Toten auf, ging mit seinem Blut in den Himmel zu seinem und unserem Vater Gott, kam wieder zurück auf die Erde und blieb 40 Tage bei seinen Jüngern. Dann ging er wieder in den Himmel zurück und setzte sich zur Rechten Gottes, aber er liess uns nicht alleine, sondern der Heilige Geist kam zu uns.

Petrus nun, ein Jünger von Jesus, erfüllt vom Heiligen Geist, fing an wie Jesus zu handeln. Er heilte die Kranken und trieb Dämonen aus, wie Jesus es geboten hatte. - Eines Tages begegnete Saulus Jesus, er änderte seinen Namen in Paulus und auch er lebte im Glauben, so wie alle vor ihm es taten und sie verkündigten die Botschaft des Glaubens (Röm 10, 8). Es gäbe noch mehr zu erzählen. Zu allen Zeiten gab es immer Menschen, die im Glauben gelebt haben.

Hebr 11, 6
Ohne Glauben aber ist es unmöglich, <ihm> wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird

Es gibt keinen anderen Weg Gott zu gefallen, als durch Glauben. Gott sucht nach Menschen, die im Glauben leben. Gott antwortet auf Glauben, Gott heilt durch Glauben, Gott errettet durch Glauben.

Gott enttäuscht uns niemals, wenn wir glauben, was er gesagt hat. Vielleicht geschieht die Veränderung/Gebetserhörung nicht gleich heute oder morgen, aber sie wird kommen, wenn wir dabei bleiben, zu glauben.

Wir leben in einer wunderbaren Zeit, in der wir das Wort Gottes haben. Du und ich, wir sind Nachfolger von so vielen, die vor uns im Glauben gelebt haben.

Darum lebe auch du einen Lebensstil des Glaubens, der Gott ehrt.