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Sei nicht besorgt

 

Nr.55 Mai 2008


Es gibt einen Ort zum Leben, wo du dir keine Sorgen mehr machen musst. - Keine Sorgen um die Zukunft; keine Sorgen um die materiellen Dinge; keine Sorgen um deine Kinder oder deinen Ehemann. Wäre das nicht schön? - Aber, wie lebt man ein sorgenfreies Leben in dieser Welt?

Einer Welt, die voller Sorgen und Ängste ist. Es wird so viel davon in den Nachrichten berichtet und in den Zeitungen geschrieben, was alles kommen könnte und wo wir überall Mangel haben würden.

Ich glaube an einen guten Gott, einen Gott des Überflusses, einen Gott, der mehr als genug ist und mehr als genug gibt. Deswegen glaube ich, dass er die Welt mit genügend Ressourcen ausgestattet hat, so dass uns beispielsweise das Erdöl nicht ausgehen wird. Auch hat er gesagt, dass Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht aufhören werden, solange die Erde besteht (1.Mose 8, 22). Also müssen wir uns keine Sorgen machen über solche Dinge; sie werden nicht aufhören!

Gott ist ein Vater. Er kümmert sich um uns genauso, wie ein guter Vater sich um seine Kinder kümmert. Du willst nicht, dass deine Kinder krank sind - er auch nicht. Du willst nicht, dass deine Kinder arm sind - er auch nicht. Unser Gott ist ein guter Gott und wir müssen unser Denken über ihn in diesem Bereich ändern. Er ist nicht so, wie er uns während Jahrhunderten durch die Religion dargestellt wurde. Ein Gott, der nur darauf wartet, dass wir einen Fehler begehen, um uns dann zu bestrafen. Oder ein Gott, der will, dass wir „demütig“ auf dem Boden kriechen. Nein - das ist nicht der Gott der Bibel!

Der Gott der Bibel hat uns durch das Erlösungswerk Jesu Christi zu seinen Kindern gemacht, wenn wir Jesus als unseren Herrn und Erlöser angenommen haben. Er ist der Inbegriff eines guten Vaters, der uns liebt.

Röm 8, 15
Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!

Wir sind Söhne und Töchter Gottes und wir müssen uns nicht mehr fürchten, weil unser liebender Vater für uns sorgt. Das bedeutet aber nun nicht, dass wir einfach passiv werden. Kein Kind ist passiv. Obwohl sein Vater weiss, was es benötigt, kommt ein Kind dennoch zu ihm und bittet ihn um etwas. Es ist die grösste Freude eines liebenden Vaters oder einer liebenden Mutter, einem Kind etwas zu geben. Unser himmlischer Vater ist genauso, er liebt es zu geben, weil Liebe gibt. Gott ist Liebe. Er hat uns sein Wort gegeben, damit wir damit im Leben siegreich aus allem hervorgehen können. Unser Glaube ist ein siegreicher Glaube!

Im Lukas-Evangelium erzählt uns Jesus ein Gleichnis von vier verschiedenen Menschengruppen, die das Wort Gottes hören, aber unterschiedlich darauf reagieren.

Lk 8, 5 - 8
Der Sämann ging hinaus, seinen Samen zu säen; und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und es wurde zertreten, und die Vögel des Himmels frassen es auf. 6 Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und indem die Dornen mit aufwuchsen, erstickten sie es.8 Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

In den folgenden Versen erklärt Jesus dieses Gleichnis.

Lk 8, 11 - 15
11 Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes. 12 Die aber an dem Weg sind die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht glauben und errettet werden.13 Die aber auf dem Felsen sind die, welche, wenn sie hören, das Wort mit Freuden aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; für eine Zeit glauben sie, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.14 Das aber unter die Dornen fiel, sind die, welche gehört haben und hingehen und durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt werden und nichts zur Reife bringen.15 Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren.

Der Sämann säte das Wort. Dabei wird von vier verschiedenen „Hörer-Typen“ berichtet. Es gibt Menschen, die hören das Wort und nehmen es nicht an. Dann gibt es solche, die nehmen das Wort mit Freuden an, aber nur für eine Zeit. Es sind diejenigen, die das Wort zum Beispiel im Gottesdienst hören und begeistert sind. Doch, wenn im Alltag die Versuchung kommt, berufen sie sich nicht auf das Gehörte. Versuchung kommt nicht von Gott, denn er versucht niemanden. Der Versucher ist der Teufel, er probiert alles, damit der Mensch das Wort Gottes fallen lässt und nicht im Sieg wandelt, sondern in der Niederlage bleibt.

Man findet viele von diesen Menschen, und wenn man nicht die ganze Geschichte sieht, könnte man meinen, dass das mit dem Glauben eben doch nicht funktioniert. Aber beachte, diese Menschen glauben nur für eine Zeit und nicht bis zum Ende. Nur für eine Zeit, und deswegen werden sie nicht den Sieg davon tragen können.

Die dritte Gruppe besteht aus denjenigen, die, nachdem sie das Wort gehört haben und es angenommen haben, sich dennoch weiter Sorgen machen. Sorgen und Probleme des Lebens werden das Wort bei ihnen ersticken. Auch sie haben das Wort nicht bis zum Ende behalten.

Dann gibt es die Menschen, die das Wort Gottes hören, annehmen, bewahren und darin ausharren. Ausharren bedeutet, ein aktives Dranbleiben an dem, was Gottes Wort sagt und nicht ein passives „über sich ergehen lassen, was auch immer kommt. Sie bleiben dran, egal wie die Umstände aussehen. Sie weigern sich, sich Sorgen zu machen, weil sie am Wort Gottes festhalten und sie bleiben fest darin, bis sie die Verheissung empfangen haben. Das sind die Menschen, die Frucht bringen, weil sie dran geblieben sind. Sie haben bis zum Ende am Wort festgehalten und den Sieg davongetragen. Mit dem Ende ist nun aber nicht der Tod gemeint, sondern das, wofür sie geglaubt haben.

Wir leben ein Leben im Glauben, weil wir durch den Glauben gerecht gesprochen wurden (Gal 3, 11). Ein Leben im Glauben zu leben ist ein siegreiches Leben. Es bedeutet, dass du dein ganzes Leben nach dem Wort Gottes ausrichtest. Du denkst das Wort, du handelst nach dem Wort und du sprichst das Wort. So sind wir siegreich in jeder Lebenslage. Es gibt kein Problem, das so schwierig ist, dass du es nicht durch den Glauben überwinden könntest.

Der Glaube ist aber nicht von Gott losgelöst, sondern er kommt aus der Beziehung zu Gott. Das Wort Gottes kannst du von Gott nicht trennen - sie sind eins. Genauso wie dein Wort mit dir eins ist.

Halte das Wort Gottes fest, bis das, wofür du glaubst in deinem Leben sichtbar wird. Darum ermutige ich dich heute neu, am Wort Gottes festzuhalten, egal wie deine Umstände sind. Mach dir keine Sorgen. Handle nach dem Wort Gottes, welches dir sagt:

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden;
Phil 4, 6

Gott kümmert sich um dich. Sein Wort wird das bewirken, wozu es ausgesandt worden ist. Halte es fest und glaube ihm. Darum kannst du Gott danken. Nicht für die Probleme und Schwierigkeiten, sondern danken dafür, dass du durch den Glauben an das Wort Gottes den Sieg hast und alle Probleme und Schwierigkeiten überwinden kannst.

Gott ist gut und seine Gnade für dich ist ewiglich, darum komme zu ihm mit dem Wort Gottes, preise ihn und danke ihm.