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Grosser Glaube....

....kleiner Glaube


Nr.53 März 2008


Kann man grossen und kleinen Glauben haben? Glaube ist doch einfach Glaube, denken vielleicht einige. Doch wir lesen im Wort Gottes, wie Jesus von grossem und auch von kleinem Glauben und Unglauben redet. Um dies verstehen zu können, müssen wir uns das Wort Gottes anschauen. Lasst uns deshalb diese Begebenheiten in den Evangelien lesen, wo Jesus von grossem und kleinem Glauben redet.

Mt 14, 22 - 31
Und sogleich nötigte er die Jünger, in das Boot zu steigen und ihm an das jenseitige Ufer vorauszufahren, bis er die Volksmengen entlassen habe. 23 Und als er die Volksmengen entlassen hatte, stieg er für sich allein auf den Berg, um zu beten. Als es aber Abend geworden, war er dort allein. 24 Das Boot aber war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen, denn der Wind war <ihnen> entgegen. 25 Aber in der vierten Nachtwache kam er zu ihnen, indem er auf dem See einherging. 26 Und als die Jünger ihn auf dem See einhergehen sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es ist ein Gespenst! Und sie schrien vor Furcht. 27 Sogleich aber redete Jesus zu ihnen und sprach: Seid guten Mutes! Ich bin es. Fürchtet euch nicht! 28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen! 29 Er aber sprach: Komm! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.

Bis jetzt haben wir es mit einem mutigen, im Glauben stehenden Mann zu tun. Er geht auf dem Wasser Jesus entgegen. Er tut etwas, das im natürlichen Bereich unmöglich ist, ausser das Wasser wäre gefroren, was hier aber nicht der Fall ist. Auf das Wort “komm” von Jesus, ging Petrus ihm im Glauben auf dem Wasser entgegen.

Dann aber geschah etwas:

Vers 30
Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich!

Als Petrus anfing auf den Wind zu sehen, bekam er Angst. Warum konnte Petrus zuerst furchtlos auf dem Wasser gehen?

Er tat es im Glauben. Dann aber fing Petrus an, auf das Natürliche, das Sichtbare zu schauen und sein Glaube liess in diesem Moment nach. (Eine Randbemerkung: man fängt nicht an zu sinken sondern man sinkt, das dauert nur Sekunden. Doch was hier gemeint ist, ist dass er im Glauben anfing nachzulassen und das Ende davon wäre gewesen, dass er bald gesunken wäre, er fing an zu sinken.)

Nun, was hat Jesus zu dieser Sache gesagt:

Vers 31
Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du?

Jesus nennt ihn jetzt einen Kleingläubigen, einer also mit kleinem Glauben. Warum sagte er das? -

Weil Petrus anfing zu zweifeln. Zweifel und Glaube sind Gegensätze. Unglaube und Zweifel ist die Entscheidung, aufgrund der sichtbaren Umstände nicht dem Wort zu glauben.

Wenn du zweifelst, dann bist du nicht im Glauben - wenn du das aber erkennst, kannst du jederzeit zurück in den Glauben kommen. Darum sei nun nicht entmutigt, wenn du Zweifel bei dir erkennst. Gehe ins Wort, lass das Zweifeln und richte deinen ganzen Blick und Sinn neu auf das Wort Gottes aus.

Abraham hat das getan.

Röm 4, 19 - 20
Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara 20 und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheissung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.

Abraham sah seine Unfähigkeit Kinder zu zeugen, nicht an und zweifelte dadurch nicht, sondern er war stark im Glauben, weil er Gott oder seiner Zusage, dem Wort Gottes die Ehre gab. Das kannst auch du tun, denn der Glaube kommt aus dem Wort Gottes.

Röm 10, 17
Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.

Daher ist es wichtig in unserer Verkündigung darauf zu achten, dass wir das Wort Gottes verkünden. Wenn wir das Wort Gottes verkünden, dann wird es Glauben bei den Zuhörern bewirken, wenn sie ein offenes Herz haben. Wir müssen uns immer wieder prüfen, was wir verkünden und auch, was wir uns anhören. Stärkt es deinen Glauben? Ist es das Wort Gottes oder bekommst du durch das Gehörte Zweifel, Zukunftsängste und wirst entmutigt in deinem Tun? Dann sei so weise und höre es nicht mehr an, egal wer es sagt!

Was ist nun grosser Glaube, was tut der?

Mt 8, 5 - 10
Als er aber nach Kapernaum hineinkam, trat ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat 6 und sprach: Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält. 7 Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. 8 Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. 9 Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin! und er geht; und zu einem anderen: Komm! und er kommt; und zu meinem Knecht: Tu dies! und er tut's.10 Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so grossen Glauben gefunden.

Jesus ist ganz begeistert darüber, so grossen Glauben gefunden zu haben. Siehst du, dass Gott Glauben sucht und belohnt?

Nun ist die Frage, warum Jesus zum Hauptmann sagte, dass er grossen Glauben habe? Was tut grosser Glaube?

Wir sehen, wie der Hauptmann zu Jesus kommt, um ihn zu bitten seinen Diener zu heilen. Jesus will zu ihm kommen, doch da der Hauptmann nicht zum Volk Israel gehört, verlangt er nicht, dass Jesus zu ihm kommt. Traurigerweise meinten einige Christen, aufgrund dieses Verses, dass auch sie nicht würdig seien, dass Jesus sie heilt, doch das bedeutet es nicht.

Im Vers 8 lesen wir, wie der Hauptmann zu Jesus sagte, dass er nur ein Wort zu sprechen brauche und dann werde sein Diener gesund. Er hat verstanden wie Autorität wirkt.

Grosser Glaube spricht das aus, was Gottes Wort sagt und es geschieht, weil es im Herzen geglaubt wird. Es ist der Glaube Gottes, den wir bekommen haben und wir haben das Recht, darin zu operieren. Es ehrt Gott, wenn wir im Glauben leben und seine Gnade empfangen, Tag für Tag in unserem Leben.

Von den Israeliten, die nicht in das Verheissene Land hineingehen konnten und in der Wüste starben wegen ihres Unglaubens heisst es:

Ps 106, 24
Und sie verschmähten das köstliche Land, weil sie nicht seinem Wort glaubten

Wenn wir Gott nicht gehorsam sind und im Glauben leben, dann verschmähen wir seine Güte, wir verschmähen seine Gnade. Wir wissen ja nicht, was am anderen Ende der Strasse für eine Segnung von ihm wartet und diese verschmähen wir durch Unglauben.

Gott möchte uns helfen, retten und heilen. Jesus hat den Preis schon bezahlt, aber es braucht unsern Glauben, der sich danach ausstreckt, seine Gnade und Güte anzunehmen.

Gott liebt Glauben und er antwortet auf Glauben, auch bei dir.