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Errettet aus Gnade durch Glauben




Nr.10 August 2004

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Epheser 2,8

Wir werden errettet aus Gnade, durch den Glauben an das vollendete Opfer Jesu zu unserer Erlösung. Nicht durch eigene Leistungen, sondern aus seiner Gnade werden wir errettet. Nicht aus guten Werken oder durch religiöse Aktivitäten wie Bibellesen, Gottesdienst besuchen usw., obwohl dies gut und nützlich für dich ist. Allein durch seine Gnade, die in Christus Jesus ist, werden wir errettet.

Was für ein wunderbares Wort. Aber es geschieht nicht einfach so. Es braucht Glauben, um diese Gabe der Errettung, die in Jesus ist, nehmen zu können.

Glaube ist aber nicht etwas, das wir selber erzeugen müssen. Der Glaube kommt aus dem Wort Gottes und es ist unsere Entscheidung, ob wir dieses Wort annehmen oder nicht.

Wenn wir glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und wir mit unserem Mund Jesus als unseren Herrn und Retter bekennen, so werden wir errettet. Der Glaube ist also die Hand oder die Verbindung, um das Geschenk der Gnade, die Errettung, anzunehmen. Mit diesem Glauben nehmen wir auch alles andere an, was Gott uns in seinem Wort gegeben hat. Heilung für unseren Körper, Versorgung für unser Leben und alles andere, wovon das Wort Gottes sagt, dass es uns gehört. Denn der Preis dafür ist bezahlt worden durch unseren Retter Jesus Christus.

Aus Glauben errettet, zu einem Lebensstil des Glaubens (Römer 1, 17).


Müssen wir um Glauben beten?


Nein, denn der Glaube kommt vom Hören des Wortes Gottes. Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi (Römer 10,17). Anders gesagt: Wenn du hörst, was dir durch Jesus gehört, kommt Glaube. Wenn du Gottes Wort hörst, hast du die Möglichkeit zu Glauben. Das heisst, du entscheidest dich, dieses Wort von Gott als wahr anzunehmen, obwohl du es noch nicht sehen kannst. Weil du es glaubst, wirst du auch mit deinem Mund aussprechen, was du glaubst. Mit dem Herzen glaubt man und mit dem Mund spricht man das, was man glaubt. Der Glaube wird auch mit einem Samen verglichen der erst wachsen kann, wenn er gesät wird. Wie wird Glaube gesät?

Einmal fragten die Jünger den Herrn: "Gib uns mehr Glauben." Und was sagte Jesus ihnen? "Ihr müsst heiliger werden, ihr müsst mehr beten?" Nein, Jesus sagte:

Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Entwurzele dich und pflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen
Lukas 17, 6

Wenn ihr Glauben habt, dann werdet ihr sagen... Glaube wird also gesät, indem man bekennt und ausspricht, was Gott gesagt hat. Ein Senfkorn wächst, wenn es in die Erde gelegt wird. Der Glaube wächst oder bringt Frucht, indem man Gottes Wort spricht.

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil; jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen
Römer 1,16

Das Evangelium beinhaltet Tod, Begräbnis und Auferstehung Jesu und die daraus resultierenden Auswirkungen für uns. Das griechische Wort für Heil ist soteria und dies bedeutet: Bewahrung, Sicherheit, Errettung, Heil, Rettung, Erhaltung.

Das Evangelium ist Gottes Kraft für jeden, der glaubt.


Im Evangelium wird uns die Kraft Gottes zur Verfügung gestellt.


Die Kraft Gottes ist da zum Heil, das bedeutet: zur Errettung, zur Bewahrung, zur Sicherheit.

Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: "Der Gerechte aber wird aus Glauben leben."
Römer 1, 17


Im Evangelium wird Gottes Gerechtigkeit geoffenbart.


...und in ihm gefunden werde – indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens –,...
Phil 3, 9


Gottes Gerechtigkeit wird uns gegeben in Christus Jesus, durch den Glauben an ihn. Das heisst, durch den Glauben an IHN sind wir ins richtige Verhältnis (oder in die richtige Stellung) mit Gott gekommen. Wir wurden aus oder durch Glauben gerettet, um einen Lebensstil des Glaubens leben zu können.

Was meint die Bibel nun mit Glauben?
Wie unterscheidet sich z.B. der Glaube von Thomas und von Abraham, dem Vater des Glaubens? Was ist überhaupt biblischer Glaube?

Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die Türen, wo die Jünger waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus und trat in die Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Thomas aber, einer von den Zwölfen, genannt Zwilling, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in das Mal der Nägel lege und lege meine Hand in seine Seite, so werde ich nicht glauben.
Johannes 20, 19-20 + 24-25

Was musste für Thomas passieren, damit er glauben konnte? Er wollte die Wunden der Nägel sehen und sie spüren mit den Händen. Er sagt mit anderen Worten: "Ich muss ihn mit meinen Sinnen erfahren, sonst glaube ich nicht."

Dies ist ein natürlicher Glaube, erfahrbar durch unsere fünf Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.

Ist das der Glaube, den die Bibel meint?

Was sagt Jesus dazu?

Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und trat in die Mitte und sprach: Friede euch! Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Johannes 20,26-27

Jesus sagt mit anderen Worten, dass es Unglaube ist, wenn man sich auf seine fünf Sinne verlässt und versucht so zu glauben. Unglaube ist die Entscheidung, nicht dem Wort Gottes zu glauben, sondern sich auf seine eigenen Sinnes-Erfahrungen zu verlassen.

Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben!
Johannes 20, 28-29

Das griechische Wort für glückselig ist makarios und bedeutet: Nicht von der Welt und ihren Umständen abhängig zu sein, sondern von Gott und von dem, was Er sagt. Glauben, obwohl man nicht sieht.

Abraham wird der "Vater des Glaubens" genannt. Er ist das Vorbild für die Gläubigen, wie man aus Glauben leben kann.

- wie geschrieben steht: "Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt" – vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre;
Römer 4, 17

Gott ruft das, was nicht ist, als wäre es schon da.

...der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist: »So soll deine Nachkommenschaft sein." Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheissung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.
Römer 4, 18-20

Abraham zweifelte nicht an dem, was Gott versprochen hat. Dadurch wurde Gott geehrt und Abrahams Glaube erstarkte, weil er glaubte, dass Gott das tut, was er sagt.


Was ist biblischer Glaube?


Der Glaube aber ist eine Verwirklichung (eine Grundlage, ein Fundament) dessen, was man hofft (was man erwartet), ein Überführtsein (eine Überzeugung) von Dingen, die man nicht sieht
Hebräer11, 1


Der Glaube ist ein Fundament aus Dingen, die man im Natürlichen noch nicht wahrnehmen kann.


Biblischer Glaube ist, wenn du Gottes Wort hörst und du dich entscheidest dieses Wort von Gott als wahr anzunehmen, obwohl du es noch nicht sehen kannst und weil du es glaubst wirst du es nun auch mit deinem Mund aussprechen was du glaubst. Dadurch wird es in deinem Leben sichtbar werden. Gott ist treu, er steht zu seinem Wort.