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Biblischer Glaube

wie wichtig ist das


Nr.11 September 200

Glaube ist mehr, als nur an die Existenz Gottes zu glauben. Der Glaube ist ein zentrales Thema der Bibel. Du kannst vom Glauben lesen von der ersten bis zur letzten Seite. Die Bibel ist ein Glaubensbuch. Durch den Glauben empfangen wir alles von Gott. Wir wurden durch den Glauben errettet und leben nun einen Lebensstil des Glaubens. Der Glaube lässt dich im Leben überwinden (1. Joh. 5,4). Der Glaube ist die Verbindung zur Gnade Gottes. Durch den Glauben empfangen wir Gottes Versorgung, Rettung und Heilung für unseren Körper. Der Glaube ist der Zugang zur Gnade Gottes (Röm. 5,2).

Wir wollen nun 9 Gründe anschauen, warum biblischer Glaube so wichtig ist.

  1. Der Gerechte wird aus Glauben leben

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: "Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.
Röm.1, 16 - 17

Aus Glauben gerecht sein heisst, dass wir jetzt in der richtigen Stellung zu Gott sind, ohne Gefühle von Verdammnis oder Minderwertigkeit, oder dass wir Strafe empfangen müssten. Wir können ein Leben aus Glauben leben. Das Wort für Glauben bedeutet viel mehr, als wir manchmal denken. Glaube im Neuen und im Alten Testament steht für "Das Anerkennen einer Tatsache". Es bedeutet ein liebendes Vertrauen, ein völliges Aufgeben an eine andere Person, um ein Teil von ihr zu werden. An Gott zu glauben ist gleichbedeutend mit einem völligen Vertrauen zu ihm, und somit Hingabe an ihn. Glaube an sein Wort bedeutet, dass du alles, was Umstände oder Verstand dir sagen, aufgibst. Du gibst dich völlig diesem Wort hin, es wird zu einem Teil von dir, du bist davon völlig überzeugt.

Ein Leben im Glauben bedeutet nicht, dass du nun die Formel hast, um alles zu bekommen, was dein Fleisch sich wünscht. Im Glauben zu leben bedeutet, völlige Hingabe an das Wort Gottes. Du denkst das Wort, du sprichst das Wort, du lebst das Wort und du wirst ein Überwinder, ein Sieger sein. Jedes Problem, jede Schwierigkeit, alles was sich dir in den Weg stellt um dir das Wort Gottes zu rauben, wirst du durch das Wort und den Glauben überwinden und als Sieger aus der Situation herausgehen.

...und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben , und zwar im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
Gal. 2, 20

Nicht mehr ich lebe in meiner Fähigkeit sondern Christus lebt in mir, seine Fähigkeit ist meine Fähigkeit. Ich bin mit Christus gestorben, ich bin mit ihm begraben worden, ich bin mit ihm auferstanden. Er tat es an meiner Stelle. Ich lebe nun in ihm. Was er hat, habe ich, was er ist, bin ich. Ich bin in ihm durch den Glauben. Der Sieg gehört dir, du bist in Christus.

  1. Gott ist ein Gott des Glaubens

...vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre
Röm. 4, 17


Gott ist ein Gott des Glaubens. Er ruft das, was noch nicht ist. Was ist Glaube?

Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.
Hebr. 11, 1

Der Glaube ist die Grundlage, die Überzeugung dafür, dass Dinge existieren, obwohl man sie im Natürlichen noch nicht sieht. Gott ruft das, was noch nicht zu sehen ist, wie wenn es da wäre. Immer wieder sehen wir in der Bibel, dass Gott zuerst sprach und dann geschah es. Als Gott die Erde geschaffen hatte, tat er es durch das Wort, er sprach das, was noch nicht zu sehen war und es geschah so.

Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das Sichtbare nicht aus Erscheinendem geworden ist.
Hebr. 11, 3

Gott ruft das Nichtseiende, das Unsichtbare so, als wäre es da. Dies ist Gottes Art von Glauben. Jesus hat uns diesen Glauben in Markus 11, 22 gelehrt. "Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott!" Habt den Glauben Gottes. Habt Gottes Art von Glauben. Jesus redet nicht davon an Gott zu glauben, sondern wie Gottes Glauben funktioniert. Jesus erklärt, was Gottes Art von Glauben tut. Vers 23+24: "Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.". Gottes Art von Glauben spricht und es wird geschehen. Nun, was ist hier mit dem Berg gemeint. Ein Problem kann zum Beispiel ein Berg sein, oder eine Krankheit, oder eine Gebundenheit. In Matthäus 17, 18-20 heisst es: "Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr von ihm aus; und von jener Stunde an war der Junge geheilt. Da traten die Jünger für sich allein zu Jesus und sprachen: Warum haben wir ihn nicht austreiben können? Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein".

Wenn ihr Glauben habt und sei er noch so klein, so werdet ihr sagen. - Glaube spricht zum Berg, zur Krankheit, zum Problem, zur Gebundenheit: "Hebe dich hinweg!" und es wird geschehen. Wir beten nicht das Problem, und dass Gott uns hilft, sondern wir sprechen und es wird geschehen. Nicht aus unserer Kraft, denn die Kraft ist im Wort Gottes, welches im Glauben gesprochen wird.

  1. Gott verlangt Glauben

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen (von ihm belohnt zu werden); denn wer zu Gott kommen soll, muss glauben, dass er der ist, der er sagt, dass er ist und die, welche ihn treu suchen, belohnen wird.
Hebr. 11, 6

Es gibt keinen anderen Weg, um Gott zu gefallen als durch Glauben. Wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er so ist, wie er in seinem Wort sagt, und auch das tun, was Er sagt.

4. Gott gibt Glauben

Also ist der Glaube aus der Verkündigung (dem Hören), die Verkündigung aber durch das Wort Christi.
Röm. 10, 17

Der Glaube kommt vom Hören von Gottes Wort und wenn du es hörst, dann ist es deine Entscheidung, es anzunehmen. In Hebräer 4, 2 heisst es: "Denn auch uns ist eine gute Botschaft verkündigt worden, wie auch jenen; aber das gehörte Wort nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, sich nicht mit dem Glauben verband."

Es ist unsere Entscheidung, das gehörte Wort zu Glauben!

Unglaube ist nicht die Abwesenheit von Glaube, sondern die Entscheidung, das Gehörte nicht glauben zu wollen.

Wenn z. B. die Umstände über das Wort Gottes gestellt und als Wahrheit anerkannt werden, und das Wort Gottes somit abgelehnt wird, dann ist das Unglaube. Der Glaube nimmt das Wort Gottes an und ist völlig überzeugt, dass die Dinge im Wort Gottes, die man noch nicht sieht, existieren.

  1. Das Wort Gottes wird das Wort des Glaubens genannt Röm. 10,8

  2. Gott sucht nach Glauben Lk 18,8

Gott hält Ausschau nach solchen, die im Glauben leben.

       7. Gott antwortet auf Glauben Mt 9,29

Wenn du im Glauben zu Gott kommst, wirst du niemals enttäuscht werden, denn Gott belohnt den Glauben.

       8. Glaube ist ein Gesetz (eine Gesetzmässigkeit) Röm. 3,27

Glaube funktioniert immer gleich. Glaube kommt vom Hören von Gottes Wort und wird durch das Sprechen mit dem Mund wirksam gemacht (Röm. 10).

Du kannst Glaube auch unwirksam machen, wenn du nicht in Liebe lebst, (Gal. 5, 6). Darum halte dich von Streit fern, vergelte auch nicht das Böse, das dir angetan wird mit Bösem. Liebe ist stärker als alles andere. Wenn du in der Liebe bleibst, dann hast du Gott auf deiner Seite, er wird für dich kämpfen. Ich will lieber in der Liebe bleiben und Gott für mich kämpfen lassen, anstatt selber zu kämpfen und dabei zu verlieren. Denn erstens wird der Glaube so nicht funktionieren, das heisst, ich kann von Gott nichts empfangen und zweitens bin ich nicht stärker als Er und kenne auch nicht die ganze Situation.

  1. Jesus ist der Anfänger und der Vollender des Glaubens

hinschauend auf Jesu, den Anfänger und Vollender (griech. teleiotes, Vollender, Vervollkommener, Zum-Ziel-Bringer) des Glaubens, welcher, der Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.
Hebr. 12, 2

Jesus ist der Anfänger des Glaubens, weil der Glaube bei Jesus anfängt.

Wer ist Jesus? Er ist das Wort (Joh. 1, 2 + 14). Jesus ist auch der Vollender des Glaubens das heisst, er bringt es zur Erfüllung. Glaube ist also nicht etwas, das du produzieren musst, sondern es ist die Kraft Gottes, die das, was du glaubst, zur Erfüllung bringt – wenn du im Glauben bleibst.