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Auf dein Wort Herr !



September 2011 Nr. 91


Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.

Hebr 11,6

Es ist also unmöglich Gott zu gefallen ohne Glauben. Aber was muss man glauben?

Erstens, dass Gott ist, oder dass er existiert und zweitens, dass er für die, die ihn suchen ein Belohner sein wird. - Gott ist ein guter Gott und er möchte dich belohnen, dir Gutes tun, das geht aber nicht, ohne dass du glaubst. Gott handelt nicht aufgrund der Grösse der Not, die du hast, sondern auf Glauben. Vielleicht denkst du nun: “Aber ich kann einfach nicht glauben.” - Nun, wir alle vertrauen zum Beispiel auf eine Versicherungspolice, die wir abgeschlossen haben. Wir vertrauen darauf, dass die Versicherung uns im Schadenfall hilft. - Aber warum tun wir das?

Weil wir den Worten, welche im Vertrag geschrieben sind, vertrauen. Und normalerweise fällt uns das nicht schwer. Niemand sagt: „Ich kann einfach nicht glauben, was im Vertrag steht und ich unterschreibe nicht, aber vielleicht hilft mir die Versicherung trotzdem, wenn ich in Not bin.” So funktioniert das nicht, das wissen wir alle.

Gott hat dir sein Wort gegeben! Die Bibel spricht von einem wunderbaren Gott, der in Jesus zu uns gekommen ist, um uns zu erlösen. Er hat in Jesus, dem Mensch gewordenen Sohn Gottes, die ganze Welt mit sich selber versöhnt, indem er uns nun durch sein Opfer die Sünde nicht mehr anrechnet (2Kor 5,19). - Jede Verheissung in der Bibel ist in Jesus ein JA, aber es muss von jedem Menschen persönlich angenommen werden, durch Glauben. “Warum ist Glaube so wichtig, wird das nicht etwas überbetont?”, denkst du vielleicht. Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade gehe ... (Röm 4,16, siehe auch Röm 5,2).

Der Glaube ist die Grundlage, das Fundament, die Besitzurkunde oder moderner ausgedrückt, die Police oder der Vertrag. Biblischer Glaube bedeutet nicht das, was wir aus dem Alltag kennen, so Aussprüche wie: „Ich glaube ich habe die Türe geschlossen“, was soviel heisst wie: “Ich bin mir nicht ganz sicher.” - Biblischer Glaube ist ein festes Überzeugtsein von den Dingen, über die die Bibel spricht, ein Wissen, dass sie existieren, die man aber in der sichtbaren Welt (noch) nicht erkennen kann (Hebr 11,1). Glaube versteht oder weiss, dass die Welten durch Gottes gesprochenes Wort gemacht wurden (Hebr 11,3). Zum Beispiel sagt die Bibel, dass du durch Jesu Wunden geheilt bist, dass Gott ein guter Gott ist und er dich in allen Dingen frei gemacht hat. Siehst du das alles in deinem Leben? - Wahrscheinlich nicht, und dennoch ist es eine Tatsache, aber es braucht nun deinen Glauben und deine Standhaftigkeit, bis es auch in deinem Leben sichtbar wird. Wir brauchen keine Berührung von Jesus, wir haben sein Wort und auf sein Wort hin handeln wir. Verbinde das Wort Gottes immer mit Glauben; das heisst, was Gott gesagt hat, meint ER auch so. Nun handle du danach und die erste Handlung des Glaubens ist die, dass du in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes sprichst. Ein Beipiel: wenn Gott sagt, dass er dein Versorger ist, dann kannst du dir nicht Sorgen machen um deine finanzielle Zukunft.

Lasst uns lesen, wie Menschen in der Bibel auf ein Wort von Jesus (Jesus ist das Wort Joh 1,1) reagiert haben.

Als er aber nach Kapernaum hineinkam, trat ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat 6 und sprach: Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält.7 Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. 8 Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden.

Ein Wort von Jesus genügte dem Hauptmann, denn er glaubte, dass allein schon dadurch sein Diener gesund wird. Dass der Hauptmann sich selbst nicht als würdig erachtete, Jesus unter seinem Dach zu empfangen, hatte damit zu tun, dass er ein Römer war und er Jesus, der Jude war, nicht in Schwierigkeiten bringen wollte. - Du bist also auf jeden Fall würdig, in Jesus alle Gnadengaben zu empfangen; was immer du brauchst!

Vers 9

Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin! und er geht; und zu einem anderen: Komm! und er kommt; und zu meinem Knecht: Tu dies! und er tut's.

Dieser Hauptmann glaubte an die Zuverlässigkeit eines Wortes von Jesus. Haben wir auch diesen, wie Jesus ihn nennt, grossen Glauben an sein Wort, das wir tagtäglich lesen. Glauben wir, dass Jesus meint, was er sagt und handeln wir einfach danach oder warten wir noch auf ein bestimmtes äusserliches Zeichen oder Gefühl. Das Wort Gottes genügt - verbinde es mit Glauben und sprich es aus über deiner Situation.

Vers 10

Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so grossen Glauben gefunden.13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast! Und der Diener wurde gesund in jener Stunde.

Mt 8,5-10+13

Der Hauptmann glaubte, dass ein Wort von Jesus, aus der Ferne gesprochen, schon genügte, damit sein Diener gesund wird. Wir haben im Wort Gottes viele Wörter, die Jesus gesprochen hat, nimm sie und sprich sie aus über deiner Situation. Vielleicht hat dir aber der Arzt gesagt, es sei unmöglich geheilt zu werden, oder es gibt sonst eine ausweglose Situation in deinem Leben. Lasst uns dazu von einer ungewöhnlichen Begebenheit lesen. Jesus hatte gerade eben von einem Boot aus gepredigt:

Als er aber aufhörte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Tiefe, und lasst eure Netze zu einem Fang hinab! 5 Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich die Netze hinablassen.

Lk 5,4

Es ist nicht normal, dass Fischer am Tag hinausfahren, schon gar nicht, wenn sie schon die ganze Nacht draussen waren und nichts gefangen haben. Simon hätte sagen können: „Jesus, du verstehst nichts vom Fischen, das würde niemand tun.“ Doch er glaubte dem Wort von Jesus mehr als seinem Verstand, und fuhr nochmals hinaus. Das Unmögliche wurde sichtbar und er fing am hellichten Tag mehr Fische, als sein Boot fassen konnten.

Wie sieht es bei dir aus? Gibt es auch bei dir eine unmögliche Situation? - Bei Gott gibt es kein ‘Unmöglich’, glaube uneingeschränkt seinem Wort und du wirst Resultate sehen, denn ER ist treu!

Durch Glauben empfing er auch mit Sara, obwohl sie unfruchtbar war, Kraft, Nachkommenschaft zu zeugen und zwar über die geeignete Zeit des Alters hinaus, weil er den für treu erachtete, der die Verheissung gegeben hatte.

Hebr 11,11

Sara und Abraham waren beide unfruchtbar und darüber hinaus auch noch zu alt, um Kinder zu zeugen. Eine unmögliche Situation; aber nicht für Gott. Es brauchte aber auf der anderen Seite den Glauben von Sara und Abraham, damit Gottes Wort zustande kommen konnte.

Glaube ist die Kraft, um das Unmögliche in deinem Leben möglich zu machen, wenn du Gottes Wort glaubst und über deiner Situation aussprichst.