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Abraham - Vater des Glaubens


                                                                                                                                                                                                    Nr.96 Februar 2012


Abraham wird auch ‘Vater des Glaubens’ genannt. - Aber warum? Was hat er getan?

Oftmals haben wir das Bild vom vollkommenen Abraham, der immer alles richtig gemacht hat. Doch was sagt die Bibel zu diesem Thema? - Dort können wir nachlesen, dass er ein Mensch war wie du und ich, der im Glauben lebte, aber dennoch mit Zweifeln in seinem Verstand zu kämpfen hatte.- Wir schauen uns Abrahams Leben an und erfahren, was wir von ihm lernen können.

Hebr 11,8-11
Durch Glauben war Abraham, als er gerufen wurde, gehorsam, auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er komme. 9 Durch Glauben siedelte er sich im Land der Verheissung an wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheissung;10 denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. 11 Durch Glauben empfing er auch mit Sara, obwohl sie unfruchtbar war, Kraft, Nachkommenschaft zu zeugen, und zwar über die geeignete Zeit des Alters hinaus, weil er den für treu erachtete, der die Verheissung gegeben hatte.

Abraham sah die Dinge anders, er sah nicht auf das Natürliche und er war bereit im Glauben auf das, was Gott gesagt hatte sein Land zu verlassen. Er hat seine Familie und alles was ihm lieb und teuer war verlassen, um gemäss dem Wort Gottes zu handeln (1Mo 12,1), obwohl er noch gar nicht alles wusste.

Bist auch du bereit für den Plan, den Gott für Dein Leben hat, alles aufzugeben was dich hindert ihm zu folgen?

Abraham - damals hiess er noch Abram - hat im Glauben gehandelt. Glaube erzeugt immer eine Handlung; es gibt keinen Glauben, der nur im Herzen stattfindet und von niemandem wahrgenommen wird. Wer glaubt hat auch Werke vorzuweisen, Glaube ohne Werke ist tot, sagt uns der Jakobusbrief. - Wer glaubt ingnoriert die natürliche Realität nicht, aber er sieht darüber hinaus auf die Realität von Gottes Wort - auf das, was Gott gesagt hat - und handelt dementsprechend. Abraham hat nicht als der grosse Glaubensheld, als den wir ihn uns oftmals vorstellen, begonnen.
Als Gott zu ihm sagte, dass er noch in seinem hohen Alter, in welchem die Zeugung von Kindern eigentlich unmöglich ist, ein Kind bekommen würde, lachte er (1Mo 17,17). Es war zu gross für ihn; doch er hat schlussendlich dem Wort von Gott mehr geglaubt als seinem eigenen Verstand. Er stellte sich auf Gottes Worte und zog seine natürlichen Umstände nicht in Betracht.

Viele denken: “Ja, Abraham war DER Glaubensheld.” - Aber Abraham hat am Anfang, genauso wie seine Frau Sara (1Mo 18,10), über die Verheissung gelacht. Und doch haben sich beide dazu entschlossen, dem Wort Gottes mehr zu glauben, als dem was im natürlichen Bereich sichtbar war. Biblischer Glaube gründet sich nicht darauf, was man sieht, obwohl natürliche Dinge nicht verleugnet werden! Biblischer Glaube ist gegründet auf das Wort Gottes, egal wie die natürlichen Umstände sind.

Röm 4,18-21
der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist: »So soll deine Nachkommenschaft sein.« 19 Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara 20 und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheissung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab. 21 Und er war der vollen Gewissheit, dass er, was er verheissen habe, auch zu tun vermöge.

Abraham hatte keine natürliche Hoffnung, denn es war unmöglich in seinem fortgeschrittenen Alter, er nannte seinen Leib erstorben, noch Kinder zu zeugen und dazu hatte er bis zu dem Zeitpunkt noch kein einziges Kind mit der Sara bekommen. Doch er sah diese Situation nicht als die endgültige Realität an, sondern er glaubte dem, was Gott über ihn sagte. Er gab Gott die Ehre, indem er das, was Gott über ihn sagte als die absolute Wahrheit anerkannte. Und dadurch wurde sein Glaube gestärkt.

Gott mag es, wenn wir sein Wort über unsere Umstände oder Situationen stellen, denn bei Gott ist kein Ding unmöglich (Mt 10,27/ Mt 19,26). Abraham war voller Gewissheit, dass heisst, er war sich sicher, dass Gott nicht lügt, sondern das, was er verheissen hatte auch erfülllt.
Glauben wir auch so? Glauben wir das, was er in seinem Wort verheissen hat?
Glauben wir, dass wir durch seine Wunden geheilt sind (1Petr 2,24), selbst wenn der Arzt uns sagt, dass es keine Heilung für uns gibt? - Glauben wir, dass er unser Versorger ist (Phil 4,19), selbst dann, wenn uns gekündigt wurde? - Glauben wir, dass Gott uns über das Natürliche hinaus versorgen kann? - Glauben wir seinem Wort vor allem anderen, was wir im Natürlichen sehen?

Abraham und Sara haben Gott geglaubt, als es für sie unmöglich erschien und Gott war treu zu seinem Wort, er hat das Unmögliche im Natürlichen möglich gemacht. Gott hat es gesagt und Abraham, unser Vater des Glaubens, hat es geglaubt und seinem Glauben sind Werke gefolgt. - Was waren das für Werke?

Er hat das gesprochen, was Gott gesagt hatte, denn Gott hat seinen Namen geändert auf Abraham, was ‘Vater vieler Völker’ bedeutet. Er hätte sich auch weiterhin Abram nennen können, doch er glaubte Gott und nannte sich AbraHam ‘Vater vieler Völker’, obwohl er zu dem Zeitpunkt kein einziges Kind hatte. Ebenso hat er auch im Natürlichen die Dinge getan, die nötig waren, damit Sara ein Kind empfängt.

Wie ist es mit uns? - Schauen wir auf das, was wir sehen oder sagen wir das, was Gottes Wort über uns sagt, selbst wenn die Umstände anders sind? - Wir müssen dabei nicht komisch werden und die Realität verleugnen! Selbstverständlich sagst du deinem Chef am Telefon, wenn du Fieber hast und zu Hause bleibst, dass du krank bist. Das heisst nicht, dass du nicht an Gottes Wort glaubst. Du machst kein ‘falsches Bekenntnis’, wenn du sagst, dass du krank bist! Lasst uns bitte nicht komisch werden! - Ja, wir sollen Gottes Wort sprechen, aber dies wird dein Chef nicht verstehen! Er will die Fakten, die er versteht, und wenn du ihm diese Fakten lieferst, heisst das nicht, dass du nicht im Glauben bist!
Ja, Gottes Wort hat die letzte Autorität und darum sagen wir, dass wir durch seine Wunden geheilt sind. Das müssen wir aber nicht immer der ‘ganzen Welt’ mitteilen oder Menschen, die dies nicht verstehen werden!
Wir sagen, dass wir in allem mehr als Überwinder sind. Wir sagen, dass Gott all unserer Not begegnet gemäss seinem Reichtum in Christus. Wir sagen nicht, dass wir krank, arm, und Versager sind, mit dem, was wir tagtäglich über uns oder von uns selber reden.
Die Entscheidung liegt bei uns. Glauben wir Gottes Wort oder dem, was wir sehen und erleben. Es ist besser Gottes Wort zu glauben, denn das ist es, was Jesus für uns erkauft hat, und wenn wir es sprechen, wird es früher oder später zur Realität in unserem Leben werden.
In einem Alter, in dem es menschlich gesehen, unmöglich ist noch Kinder zu kriegen, haben Abraham und Sara durch Glauben den Sohn der Verheissung bekommen, den Gott versprochen hatte, denn ER ist treu!