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Gerecht vor Gott durch...

Gesetzeswerke oder durch Glauben


Nr.31 Mai 2006


Müssen wir das ganze Gesetz heute noch halten? Hat das Alte Testament überhaupt noch eine Bedeutung für uns? Oder können wir es weglassen, weil wir unter dem neuen Bund leben?

Dies sind wichtige Fragen. So mancher Gläubige bemüht sich, die Gesetze einzuhalten um vor Gott gerecht zu sein und stellt immer wieder   fest, dass er es nicht schafft.

Gal. 3, 17
Dies aber sage ich: Einen vorher von Gott bestätigten Bund macht das vierhundertdreissig Jahre später entstandene Gesetz nicht ungültig, so dass die Verheissung unwirksam geworden wäre. 18 Denn wenn das Erbe aus dem Gesetz kommt, so kommt es nicht mehr aus der Verheissung; dem Abraham aber hat Gott es durch Verheissung geschenkt.

Das Gesetz machte den Bund, den Gott mit Abraham geschlossen hatte, nicht ungültig. Denn das Gesetz kam erst 430 Jahre später dazu.

2. Mose 2, 23 - 25
Und es geschah während jener vielen Tage, da starb der König von Ägypten. Und die Söhne Israel seufzten wegen ihrer Arbeit und schrieen um Hilfe. Und ihr   Geschrei wegen der Arbeit stieg auf zu Gott. 24 Da hörte Gott ihr Ächzen, und Gott dachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. 25 Und Gott sah nach den Söhnen Israel, und Gott kümmerte sich um sie.

Gott handelte aufgrund des Bundes, den er mit Abraham geschlossen hatte. Er   rettete sein Volk aus Ägypten.Wir haben durch unseren Glauben an Jesus Christus einen Bund mit Gott. Er hat sich durch diesen Bund verpflichtet, uns niemals zu verlassen. Er ist unser Hirte, er ist unser Heiler, er ist unser Retter, wo immer wir Rettung brauchen.

Gott rettete also die Israeliten aus Ägypten aufgrund des Bundes, den er mit Abraham geschlossen hatte. Gott verpflichtete sich, Israel zu seinem Eigentum zu machen (2. Mose 19,5-6). Dann führte er die Israeliten zum Berg Sinai. Er gab den Auftrag, das Zelt der Begegnung, die Stiftshütte zu bauen, um bei seinem Volk wohnen zu können. (Gott ist ein Gott, der uns nahe ist. Er ist nicht weit entfernt und unerreichbar.)

Weil die Israeliten auch ein halsstarriges Volk waren, gab er ihnen das Gesetz, um sie in der richtigen Bahn zu halten. Das waren nicht nur die 10 Gebote, sondern es gab noch ca. 630 Gebote dazu. Diese regeln genau, wann was wie getan wird, beziehungsweise nicht getan wird. Diese Gebote betreffen sämtliche Lebens-bereiche. Dies alles war eine Voraus-Schattung auf das, was Jesus für uns getan hat. Für den Fall, dass jemand gesündigt hatte, hatte Gott die  Möglichkeit geschaffen, ein Sühne-Opfer darzubringen. Ein Tier wurde getötet an Stelle des Menschen, der gesündigt hatte. Auf diese Weise konnte der Mensch weiterleben. Die Sünde wurde durch das Blut des Tieres zugedeckt, bis dass Jesus durch sein Blut alle Sünde wegschaffen würde.

Gal. 3, 19
Was soll nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt - bis der Nachkomme käme, dem die Verheissung galt -, angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. 20 Ein Mittler aber ist nicht Mittler von einem; Gott aber ist einer.

Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde, das heisst, das Gesetz sagt, was richtig und falsch ist. Nicht jeder Nachkomme von Abraham lebt im Glauben. Die Strafe für Sünde ist der Tod für jeden, der nicht im Glauben wie Abraham lebt. Abraham glaubte Gott und dies wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet. Dieser Bund mit Abraham war ewig. Gott hat sich selbst Abraham verpflichtet. Gott musste sich ein Volk aufbewahren, um den Samen hervorbringen zu können. Dieser Same, Jesus Christus, hat dann alles zurückgeholt, was Adam verloren hatte. Das Gesetz war nur dazugekommen wegen den Sünden, wegen den Übertretungen. Gott gab die Möglichkeit, durch die Priesterschaft im Tempel Opfer zu geben, an Stelle des Lebens der Menschen, die in Sünde gefallen waren. Die Sünde wurde zugedeckt, bis Christus durch sein Opfer die Sünde aufgehoben hatte.

Das Gesetz galt nur für die Juden, es wurde wegen der Übertretungen hinzugefügt.  Durch das Gesetz kommt nur Erkenntnis der Sünde (Röm. 3, 20), aber keine Rettung. Die Gnade und die Wahrheit sind durch Jesus Christus gekommen (Joh. 1, 17). Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn. Jesus kam durch die Verheissung, die Gott Abraham gegeben hatte. “In deinem Samen werden gesegnet werden alle Geschlechter, (oder Menschen) der Erde,”(1. Mo. 22, 18). Jesus, der Same der Frau, geboren von einer Jungfrau. Er wurde am achten Tag beschnitten im Bund Abrahams, geboren unter Gesetz, damit er die loskaufte, die unter Gesetz waren, damit alle die Sohnschaft empfangen (Gal. 4, 4 - 5).

Gal. 3, 21 - 24
Ist denn das Gesetz gegen die Verheissungen Gottes? Das ist ausgeschlossen. Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte, dann wäre wirklich die Gerechtigkeit aus Gesetz. 22 Aber die Schrift hat alles unter die Sünde eingeschlossen, damit die Verheissung aus Glauben an Jesus Christus den Glaubenden gegeben werde.

Das Gesetz kann nicht lebendig machen. Der Mensch ohne Christus ist geistlich tot und daran kann kein Gesetz, ob eingehalten oder nicht,  etwas ändern. Wenn Gerechtigkeit durch das Gesetz käme, dann wäre Christus umsonst gestorben (Gal. 2, 21). Es wäre völlig nutzlos, dass Jesus gestorben ist.

Das Gesetz war nicht ein ‚anderer’ Weg zur Rettung. Christus musste sterben, um uns zu erlösen. Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen, weil er von Natur aus das Wesen des Teufels in sich hat. Nur durch den Glauben an das Erlösungswerk von Christuskann der Mensch Gerechtigkeit empfangen.

Das Halten von Gesetzen und gute Werke tun wird dich nicht gerechter vor Gott machen. Jesus selbst wird, wenn wir an ihn glauben, zu unserer Gerechtigkeit. Dieser Glaube ist nichts Neues, dies war im Alten Bund schon so (siehe Hebr. 11). Noah hat die Arche im Glauben gebaut und erbte die Gerechtigkeit, die aus Glauben ist (Hebr. 11, 7). Abel brachte ein Opfer im Glauben und Gott bestätigte ihm die Gerechtigkeit aus Glauben (Hebr. 11, 4). Von Abraham heisst es, ‚er glaubte Gott und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an’ (1. Mose 15, 6).

Gerechtigkeit gibt es nur durch Glauben, nie durch eigene Werke. Dies war unter dem alten Bund so und so ist es auch heute. Unter dem alten Bund wurden eigene Werke den Menschen, die aus Glauben an Gott handelten, angerechnet, weil das Opfer Jesu die Sünde noch nicht weggeschafft hatte. Hier und heute empfangen wir die Gerechtigkeit, weil durch das Opfer Jesu, die Erlösung vollbracht ist.

Mt. 5, 20
Denn ich sage euch: Wenn nicht eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer weit übertrifft, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel hineinkommen.

Die Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer war die des Gesetzes, aber auf diese Weise kommt niemand in das Reich Gottes. Unsere Gerechtigkeit aus Glauben, an das vollbrachte Erlösungswerk von Jesus, ist die Gerechtigkeit, die weit übertrifft, und durch diese gehören wir in das Reich Gottes, das Reich seines lieben Sohnes. Wir haben ewiges Leben, Gottes Art von Leben, seine Natur ist in uns durch die neue Geburt.

Mt. 22, 36 - 40
Lehrer, welches ist das grösste Gebot im Gesetz? 37 Er aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.« 38 Dies ist das grösste und erste Gebot. 39 Das zweite aber ist ihm gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Für Christen gilt ein höheres Gesetz, ein königliches Gesetz, wie es im Jakobus 2, 8 genannt wird, nämlich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« Dies ist nun aber kein Werk von uns selbst. Durch die Liebe Gottes, die in unser Herz ausgegossen worden ist, durch den Heiligen Geist, können wir unseren Nächsten lieben.