Home > alle Themen > Gerechtigkeit > Die Gerechtigkeit

Die Gerechtigkeit

 

Nr.5 März 2004

Hast du dich jemals zu unwürdig gefühlt, um zu Gott zu beten? Oder hast du gedacht, du musst Gott zuerst durch gute Werke zufriedenstellen, damit er dich hört?

Oder gehörst du zu denen die sagen: " Ich will mit Religion nichts zu tun haben, ich bete nicht und gehe auch nicht zur Kirche?" Nun, wir reden hier nicht von Religion. Religion versucht einen Weg zu finden, um von Gott angenommen zu werden. Menschen spüren, dass sie so wie sie sind, niemals vor Gott bestehen können und versuchen durch eigene gute Werke das Gefühl des Sündenbewusstseins, der Unwürdigkeit vor Gott loszuwerden, um einen Weg zu Gott zu finden.

Das ist Religion. Der Versuch von sich aus Gott zufriedenzustellen. Nur, trotz allen Anstrengungen können sie dieses Gefühl des Sündenbewusstseins niemals wegbringen. In Hiob 25,4 heisst es:" Wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte rein dastehen ein von der Frau Geborener?" Die Bibel ist auch nicht ein Buch der Regeln. Tu dies nicht, tu das nicht, sondern darin wird Gottes Plan der Erlösung der Menschen, durch Jesus Christus gezeigt. Wie Gott für den gefallenen Menschen einen Weg schafft, damit der Mensch wieder in Beziehung mit Gott kommen kann; wie der Mensch Gerechtigkeit empfängt, um mit Gott dem Vater Gemeinschaft zu haben.

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt,....denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben wie geschrieben steht: «Der Gerechte wird infolge von Glauben leben».
Römer 1,16-17 (Schlachter)

Im Evangelium (d.h. gute, frohe Botschaft) wird gezeigt wie der Mensch wieder in die Gemeinschaft mit Gott dem Vater kommen kann und Gerechtigkeit empfängt, nämlich durch den Glauben an Jesus Christus. Gott wusste, dass der Mensch aus sich selber, so wie er ist, erfüllt mit dem Wesen Satans, niemals in seine Gegenwart kommen kann. Darum kam Gott selber in Christus, er wurde Mensch und hat die Menschen mit sich selber versöhnt, indem er für unsere Sünden gestorben ist (2. Kor. 5,18-19).

Adams Fall war der Verlust der Gemeinschaft, der Gerechtigkeit und Herrlichkeit Gottes, für die ganze Menschheit

Gott hat den Menschen in seinem Bild geschaffen, gekrönt mit Herrlichkeit und Gerechtigkeit. Als Adam sündigte, verlor er die Gemeinschaft, die Gerechtigkeit und die Herrlichkeit die Gott ihm gegeben hatte. Es gibt für den Menschen ohne Christus keinen Weg um vor Gott rein und gerecht dazustehen. Alle guten Werke, jeder Verzicht, sie alle nützen nichts, sie können die Stellung des sündigen Menschen nicht aufheben.

Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen in die Stellung von Sündern versetzt worden sind,....
Römer 5,19a

Das Wesen von Adam hat sich beim Sündenfall verändert, vom Leben zum Tod, vom Wesen Gottes zum Wesen von Satan selbst. Von Gerechtigkeit in die Stellung von Sündern versetzt. Durch des einen Menschen Adam wurden alle Menschen in die Stellung von Sündern gesetzt, aber Gott liebte die Menschen so sehr, dass er einen Weg der Rettung geschaffen hat. Er gab seinen einzigen Sohn, damit durch ihn die Menschen, die an Jesus glauben, gerettet werden, und so wieder in die Stellung von Gerechten versetzt werden.

......so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen in die Stellung von Gerechten versetzt werden.
Römer 5,19b

Jesus kam und stellte Gerechtigkeit für den Menschen wieder her.

Jesus Christus der Sohn Gottes wurde Mensch, lebte auf dieser Erde und gab sein Leben freiwillig, für dich und mich. Er nahm unsere Sünde auf sich, er wurde zur Sünde gemacht. Warum - was war das Ziel, der Zweck? Warum nahm Jesus unser sündiges Wesen auf sich?

Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.
2. Korinther 5,21

Der Zweck war, dass wir, durch das was Jesus tat, zu Gottes Gerechtigkeit werden. Er hat den Preis bezahlt, er wurde zur Sünde gemacht, aber weil er selber keine Sünde hatte, konnte der Tod ihn nicht halten, er hatte kein Recht dazu. Es kam zu einem Wendepunkt. Mit dem Opfer von Jesus wurde Gericht gehalten. In Johannes 12,31 sagt Jesus:" Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden." Jesus ging an unserer Stelle an den Ort des Gerichtes, um für uns das Urteil zu empfangen – nämlich ewigen Tod. Aber nun war Jesus selber vollkommen und sündlos; also hatte der Tod kein Recht an ihm. "Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn nicht möglich war, dass er von ihm behalten würde" (Apg. 2,24). Die Rechtsforderung für unsere Sünde wurde legal erfüllt und Jesus stand von den Toten auf, zu unserer Rechtfertigung (Röm. 4,25), und ging mit seinem eigenen Blut in den Himmel, um für uns eine ewige Erlösung zu schaffen.

Jesus der Gerechte hatte das Recht, dem Teufel legal seine Autorität zu nehmen, so dass jetzt jeder, der an ihn glaubt, diese Gerechtigkeit, wie Jesus sie hat und die vor Gott gilt, bekommt. Nun steht auch uns, durch den Glauben an ihn, diese Gerechtigkeit zur Verfügung. Er war der erste der von Gott im Geist gerechtfertigt wurde (1. Tim. 3,16).

Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist
Römer 3, 22-24

Niemand kann ausserhalb von Jesus Christus, Gottes Herrlichkeit und Gerechtigkeit bekommen. Niemand, sei er noch so gut, kann von sich aus in Gottes Gegenwart bestehen. Aber es gibt einen Weg für alle, die an das Erlösungswerk von Jesus Christus glauben. Diese werden umsonst gerechtfertigt, durch den Glauben an Jesus, aus Gottes Gnade, durch die Erlösung Jesus Christus.

Gott ist gerecht und er rechtfertigt jeden, der an Jesus glaubt (Röm. 3,26).

Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat. Den, der Sünde nicht kannte hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.
2. Korinther 5,17-21

Gerecht in Christus was bedeutet das nun?

Durch den Glauben an Jesus Christus haben wir das Geschenk, die Gabe der Gerechtigkeit, bekommen – ohne Verdienst (Röm. 5,17). Wir haben nun die Natur Gottes, seine Gerechtigkeit und können ohne das Bewusstsein von Unwürdigkeit in seine Gegenwart kommen.

Gerechtigkeit bedeutet, in einem richtigen Verhältnis mit Gott zu stehen.

Jetzt bist du nicht mehr ein Sünder der Vergebung empfangen hat, sondern eine neue Schöpfung, die Gerechtigkeit Gottes. Kein Sünder mehr, sondern Kind Gottes, aus Gott geboren, ein Teilhaber der göttlichen Natur, die Liebe und Gerechtigkeit ist. Gott ist zu deinem Vater geworden. Epheser 2,18:"Denn durch ihn haben wir .... den Zugang zum Vater". Aus Gott geboren, vollkommen und gerecht gemacht, dadurch hast du Zugang zum Vater. Das war das Ziel der Erlösung: Zur Gerechtigkeit gemacht, um mit Gott deinem Vater Gemeinschaft zu haben, durch die Erlösung die in Christus Jesus ist. Erlöst aus der Stellung als Sünder und in die Stellung von Gerechten, Kinder Gottes gesetzt. Römer 5,1 sagt uns:" Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus." Wir sind nun in einem richtigen Verhältnis mit Gott, durch die Gabe der Gerechtigkeit in Christus Jesus. Darum können wir mit Kühnheit und Freimütigkeit, ohne ein Gefühl von Sündenbewusstsein, oder Unwürdigkeit zum Thron der Gnade kommen, um von Gott unserem Vater, Barmherzigkeit und Gnade zu bekommen zur rechtzeitigen Hilfe, (Hebr. 4,16).

Unsere Gebete, die Gebete eines Gerechten werden erhört (1. Joh. 5,14/Jak. 5,16).

Jesus ist zu unserer Gerechtigkeit geworden, durch den Glauben an ihn, ohne Gesetzeswerke."Denn das Ende des Gesetzes ist Christus, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit", (Röm. 10,4). Jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit. Dies ist die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und vor ihm gilt. Phil. 3,9 sagt:"... indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens".

Lebe im Bewusstsein von dieser Gerechtigkeit, die durch den Glauben an Christus dir geschenkt wurde, und versuche nicht in deiner eigenen Gerechtigkeit durch gute Werke zu leben. Gott ist dein Vater und weil du seine Gerechtigkeit bekommen hast, bist du im richtigen Verhältnis mit ihm, also lass dich von niemandem aus diesem Bewusstsein bringen.

Nun, natürlich kannst du noch sündigen, aber dann sagt 1. Johannes 1,9 :"Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit." Das Blut Jesu reinigt dich in einem Augenblick.

Komm mit Kühnheit und Freimütigkeit vor den Thron der Gnade, Gott ist dein Vater und von Jesus heisst es: "... wenn jemand sündigt – wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten." (1. Johannes 2,1). Jesus ist deine Gerechtigkeit.

Bist du auch gerecht in Christus durch den Glauben an ihn?

Ist Jesus dein Retter und Herr - dann bist du gerecht. Wenn du noch nie Jesus als deinen Herrn und Retter angenommen hast, so kannst du dies jetzt tun, weil Römer 10 Vers 9 sagt:" ...dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst." Wenn du das glaubst, so sprich jetzt laut: Vater Gott, ich komme im Namen Jesu Christi zu dir. Ich glaube in meinem Herzen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, und dass er von den Toten auferstanden ist, zu meiner Rechtfertigung, zur Vergebung meiner Sünden. Jesus, ich nehme dich als meinen Retter und Erlöser an und empfange jetzt deine Gerechtigkeit. Amen

 Anita Letzerich-Suhr