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Wozu Lobpreis und Anbetung



Nr. 13 November 2004


Als Joschafat König über Juda war, kamen die Armeen der Moabiter und Ammoniter, um gegen Gottes Volk zu kämpfen. Joschafat tat das einzig Richtige, er suchte bei Gott Rat und Hilfe.

2. Chr. 20, 9
Wenn Unglück über uns kommt, Schwert, Strafgericht oder Pest oder Hungersnot, und wir treten vor dieses Haus und vor dich – denn dein Name ist in diesem Haus – und schreien zu dir um Hilfe aus unserer Bedrängnis, dann wirst du hören und retten.

Was tust du, wenn Probleme und Nöte gegen dich kommen? Glaubst du, dass Gott immer dein Retter ist?

Vers 14
Und auf Jahasiel, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Mattanjas, den Leviten, von den Söhnen Asafs, auf ihn kam der Geist des HERRN mitten in der Versammlung. 15 Und er sprach: Merkt auf, ganz Juda und ihr Bewohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht der HERR zu euch: Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dieser grossen Menge! Denn der Kampf ist nicht eure Sache, sondern Gottes! 17 Nicht ihr werdet dabei kämpfen müssen. Tretet hin, steht und seht die Rettung des HERRN, die er euch verschafft, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen! Zieht ihnen morgen entgegen, und der HERR wird mit euch sein! 18 Da neigte sich Joschafat mit dem Gesicht zur Erde. Und ganz Juda und die Bewohner von Jerusalem fielen nieder vor dem HERRN, um den HERRN anzubeten. 19 Und die Leviten, von den Söhnen der Kehatiter und von den Söhnen der Korachiter, standen auf, um den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit überaus lauter Stimme.

Hatte sich die Situation geändert? Hatten sie den Feind schon besiegt? Nein! Aber sie priesen und lobten Gott jetzt schon für den Sieg. Das ist Glauben; ein völliges Überzeugtsein von dem, was Gott sagt. Gott hatte gesagt, der Sieg gehöre ihnen, darum konnten sie ihn jetzt preisen obwohl sich die Situation im Natürlichen noch nicht verändert hatte. Der Feind war immer noch da, aber sie hatten das Wort von Gott, dass der Sieg ihnen gehört. Jesus hat für uns auch den Sieg errungen. Wir sind erlöst, der Preis ist bezahlt durch sein Blut, darum können auch wir den Herrn unseren Gott im Glauben preisen und anbeten. Und unsere Feinde, sei es durch Mangel, sei es durch Krankheit, müssen gehen. Gott hat schon alles getan in Christus Jesus seinem Sohn und durch den Glauben gehört dies alles nun uns. Er tat es an unserer Stelle, zu unserem Nutzen. Durch den Glauben an ihn gehört der Sieg uns – immer und in jeder Situation.

Ps. 9, 2 - 4
Ich will dich preisen, HERR, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen alle deine Wundertaten. In dir will ich mich freuen und frohlocken, will deinen Namen besingen du Höchster, während meine Feinde zurückweichen, stürzen und umkommen vor deinem Angesicht.

  • Lobpreis ist eine Waffe

Wenn wir Gott preisen, wird Er für uns kämpfen, und das Wort Gottes wird zustande kommen. Es ist Kraft im Lobpreis, wenn wir ihn mit Glauben verbinden. Gott zu glauben und Lobpreis gehören zusammen, es bringt dich auf eine Ebene, wo dich nichts mehr erschüttern kann. Es heisst, ich will mich freuen, während meine Feinde zurückweichen. Nicht nachdem sie zurückgewichen sind will ich mich freuen und deinen Namen besingen.

  • Mit Lobpreis dienen wir dem Herrn

Ps. 100, 1 - 5
Jauchzt dem HERRN, alle Welt! Dient dem HERRN mit Freuden! Kommt vor sein Angesicht mit Jubel! Erkennt, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst – sein Volk und die Herde seiner Weide. Zieht ein in seine Tore mit Dank, in seine Vorhöfe mit Lobgesang! Preist ihn, dankt seinem Namen! Denn gut ist der HERR. Seine Gnade ist ewig und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.

Wie dienen wir dem Herrn, wie kommen wir vor sein Angesicht, in seine Gegenwart? – Mit Jubel, mit Dank, mit Lobgesang, wir preisen seinen Namen. Denn der Herr ist gut. Der Herr ist gut und seine Gnade, seine Bereitschaft, dich anzunehmen, dir seine Kraft zur Verfügung zu stellen oder für dich wirksam werden zu lassen, ist da. Das ist Gnade!

Lobpreis heisst, dem Herrn zu dienen (Apg. 13, 2). Wenn wir ihn preisen und ihm dafür danken, wer er ist, ihm danken für seine Treue, seine Güte, seine Gnade, unsere Errettung, dann dienen wir dem Herrn. Er freut sich darüber. Wir verpassen so manchen Segen, wenn wir ihm nicht dienen. Wir dienen ihm aber nicht deshalb, damit wir gesegnet werden, sondern weil wir ihn so sehr lieben. Gott hat Freude, wenn wir zu ihm kommen und ihn preisen.

  • Durch Lobpreis kommt die Gegenwart Gottes

2. Chr. 5, 13 - 14 (Tempelweihe von Salomo)
und es geschah, als die Trompeter und die Sänger wie ein Mann waren, um eine Stimme hören zu lassen, den HERRN zu loben und zu preisen, und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten und Zimbeln und Musikinstrumenten beim Lob des HERRN: Denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewig! da wurde das Haus, das Haus des HERRN, mit einer Wolke erfüllt. Und die Priester konnten wegen der Wolke nicht hinzutreten, um den Dienst zu verrichten. Denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.

David sagt in Psalm 119, 108: "Die Gabe meines Mundes lass dir wohlgefallen, HERR!" Du kannst Gott eine Gabe, ein Opfer bringen mit deinem Mund indem du ihn preist. Hebräer 13, 15 sagt: "Durch ihn nun lasst uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen!" Das ist die Bedeutung von: "Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen."

Nun, was versteht die Bibel unter Opfer? Das hebräische Wort für Opfer heisst Korban und bedeutet, sich zu nähern, in seine Gegenwart zu kommen Durch das Opfer des Lobes nähern wir uns Gott, kommen wir in seine Gegenwart. Durch das Blut von Jesus ist der Weg offen. Jesus wurde Mensch, ist gestorben und auferstanden und mit seinem Blut in den Himmel gegangen, damit du und ich wieder mit Gott Gemeinschaft haben können.

Eph. 3, 12
In ihm (in Christus) haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn.

Durch Jesus kommen wir durch den Glauben zum Vater. Der Weg in die Gegenwart Gottes ist frei. Gott ist nicht weit entfernt im Himmel, er lebt durch den Glauben in dir. Er ist eine Person, du kannst ihn kennenlernen, mit ihm Gemeinschaft haben.

Ps. 32, 11
Freut euch an dem HERRN, und frohlockt, ihr Gerechten, und jubelt, alle ihr von Herzen Aufrichtigen!

Freut euch im Herrn und frohlockt ihr Gerechten. Wer sind die Gerechten? Diejenigen, die von neuem geboren sind, die durch das Blut Jesu gerecht sind. Gerecht bedeutet, im richtigen Stand mit Gott zu sein, ohne Verdammnis, ohne das Gefühl bestraft zu werden, ohne sich minderwertig zu fühlen. Weil Gott dein Vater ist, kannst du voller Zuversicht in seine Gegenwart kommen. Die Gerechten sollen sich also an dem Herrn freuen!

1. Kor. 1, 9
Gott ist treu, durch den ihr berufen (rufen, einladen) worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

Wir sind geschaffen, um Gemeinschaft mit Gott zu haben.

Es gibt so viele Menschen, die ihre Erfüllung in allen möglichen Dingen suchen, aber sie finden sie nicht. Du wurdest dazu geschaffen, um mit Gott Gemeinschaft zu haben. Das ist deine erste und wichtigste Berufung, noch vor dem Dienst für Gott. Aber aus dieser Gemeinschaft mit Gott willst du ihm dienen. Zufriedenheit und Erfüllung im Leben erfahren, das Leben geniessen, das kannst du nur wirklich, wenn du Gott kennst und mit ihm jeden Tag in Gemeinschaft lebst.

Paulus hatte ein Verlangen, er sagt in Phil. 3, 10 "um IHN und die Kraft seiner Auferstehung zu erkennen," Ihn zu kennen, bedeutet eine tiefe Beziehung, eine innige Gemeinschaft. Gott kennen zu lernen ist eine Freude, keine Pflicht, aber wir müssen uns Zeit dafür nehmen. Es gibt einen Unterschied, ob ich nun etwas über jemanden weiss, oder ob ich ihn persönlich kenne und eine Beziehung mit ihm habe. Gott ganz persönlich zu kennen kann niemand für dich tun, du musst dich dazu entscheiden, ihn kennen zu lernen.

Wie gehen wir in seine Gegenwart?  Wie haben wir Gemeinschaft mit Gott? Wie lernen wir ihn immer besser kennen?

1.      Du musst Jesus als deinen Herrn und Retter annehmen. Hier fängt alles an.

2.      Durch sein Wort (Joh. 1,1 ) Wenn du Zeit in Gottes Wort verbringst, dann verbringst du Zeit mit Gott.

3.      Durch Lobpreis und Anbetung (Ps. 150,1) darin enthalten ist auch Gebet.

  • Lobpreis ist eine Entscheidung, kein Gefüh

Du betest Gott nicht an, weil du es fühlst, obwohl du dich danach fühlen kannst. Du betest Gott an, weil er Gott ist und du dich entschieden hast ihn zu preisen.

In den Psalmen heisst es oft: ‚Ich will, ich werde.’ Lobpreis ist kein Gefühl sondern eine Entscheidung. Er ist Gott, dein dich liebender Vater, dein Heiler, dein Retter. Aber was ist in deinem Herzen, was ist das wichtigste für dich? Ist es Sport, ist es das Fernsehen, oder ist es Gott zu dienen?

Was ist in deinem Herzen? Ist das andere nun verboten? Nein, aber es heisst, nichts soll uns gefangen nehmen (1. Kor. 6,12). Das bedeutet, nichts soll uns unsere ganze Zeit rauben. Wir müssen Gott mit ganzer Seele, ganzem Verstand, und mit all unserer Kraft lieben. Wenn Gott das Wichtigste für dich ist, wird Lobpreis nur so aus dir strömen, weil du erfüllt bist von der Liebe zu ihm.

Anita L.