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Warum müssen wir beten?

Warum braucht Gott unser Gebet?

Nr. 24 Oktober 2005

Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen
Eph. 6, 18

Mit allem Gebet. – Es gibt verschiedene Arten von Gebet. Gebet ist ein grosses Gebiet. Ich kann nicht auf alle Gebetsarten eingehen, aber ich möchte einen kleinen Überblick über das Gebet der Fürbitte im Allgemeinen geben. Fürbitte = bitten für andere.

Gebet richtet sich immer an Gott. Es gibt jedoch verschiedene Arten des Gebets, wie zum Beispiel Fürbitte, Anbetung, Glauben etc. (Ich lege Dir sehr ans Herz, Dich mit den verschiedenen Gebetsarten vertraut zu machen).

Ist Gebet nun etwas, das wir einfach als Christen tun sollen?
Beten wir, indem wir Gott unsere Bitten unterbreiten und Er entscheidet dann, ob sie erfüllt werden?
Manche denken vielleicht, Gott sitze im Himmel und entscheide sich heute, morgen, irgendwann oder gar nie, deine Gebete zu beantworten.

Warum müssen wir beten? Warum ist es Gottes Wille, dass wir beten? Gott weiss doch schon alles, er ist allwissend. Warum braucht er dann unsere Gebete?
Es ist sehr wichtig, dass wir wissen, warum wir beten. Jesus hat in Mt. 6, 10 gesagt: Betet, dass der Wille Gottes geschieht auf der Erde. Der Wille Gottes geschieht auf der Erde, wenn Christen beten

Wenn Gott auf der Erde doch alles unter Kontrolle hat, bedeutet dies ja auch, dass er für alles verantwortlich ist. Warum also sollen wir noch beten?
Wer ist Gott? Er ist allmächtig, allwissend, allgegenwärtig, er ist Liebe und absolut gerecht.

Warum braucht er dann unsere Gebete?

Als Gott den Menschen erschuf, sprach er: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, und sie sollen herrschen über die ganze Erde (1.Mose 1, 26). Der Mensch bekam von Gott die Herrschaft über die Erde.

Ps. 8, 7 sagt, dass der Mensch zum Herrscher über die Erde wurde. 

Ps. 115, 16
Die Himmel sind die Himmel des HERRN, die Erde aber hat er den Menschenkindern gegeben.

Erst beim Sündenfall wurde die Herrschaft über die Erdean den Teufel übergebenIn Lk. 4, 6 sprach der Teufel: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben. Der Teufel ist der Gott dieser Welt. Er ist zwar besiegt und das Gericht über ihn ist gefällt, jedoch noch nicht vollzogen.  Es ist die Liebe und Barmherzigkeit Gottes. Denn, wenn er den Teufel jetzt richten würde, so müsste er auch alle Menschen mitrichten, die nicht von neuem geboren sind. 1. Joh. 5,19 .......die ganze Welt liegt in dem Bösen. Eph. 2, 1-3 ...er wirkt in den Ungläubigen.

Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es bei denen verdeckt, die verloren gehen, den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen.
2. Kor. 4, 3 - 4

Auch euch , die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr (Wandel) in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen.
Eph. 2, 1 - 3

  • Fürbitte ist entscheidend für die Errettung der Menschen, die jetzt leben


Jesus hat alles getan, um die Menschen zu erretten. Der Teufel ist besiegt, wir haben das Licht des Wortes Gottes, und wenn es verkündet wird in der Kraft und Salbung des Heiligen Geistes, werden Menschen es sehen und annehmen und sie werden vom Reich der Finsternis ins Reich Gottes geboren werden. Aber dazu braucht es Gebet. Ohne Gebet geben wir dem Teufel die Erlaubnis zu tun und zu lassen, was er will und Gott kann nichts tun, weil er die Erde für eine Zeit den Menschen gegeben hatte. Wir kämpfen nun aber nicht mit dem Teufel, sondern unser Gebet geht in dem Namen Jesu zu Gott dem Vater. Wir nehmen unsere Stellung im Gebet ein und sprechen in der Autorität, die uns in Christus gegeben ist. Wir sind der Leib Christi auf der Erde, wir haben ein legales Recht zu beten. Und wenn ein Mensch auf der Erde betet, hat Gott das Recht zu handeln. 

2. Kor. 1, 10 -11
Und der hat uns aus so großer Todesgefahr errettet und wird uns erretten; auf ihn hoffen wir, dass er uns auch ferner erretten werde; wobei auch ihr durch das Gebet für uns mitwirkt,

Phil. 1, 19
denn ich weiss, dass dies mir zum Heil (soteria Rettung) ausschlagen wird durch euer Gebet und durch den Beistand des Geistes Jesu Christi,

  • Fürbitte heisst beten für andere


Gott muss gerecht sein, er kann nicht grosszügig sein; es braucht jemanden, der in den Riss tritt. Der Heilige Geist ist unser Helfer in der Fürbitte. Wenn wir im Geist beten, dann sind wir im vollkommenen Willen Gottes.

Röm. 8, 18 - 28
Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden – nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat – auf Hoffnung hin, dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt. Nicht allein aber , sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes. Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung. Denn wer hofft, was er sieht? Wenn wir aber das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren. Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich (zusammentreffen mit) in unaussprechlichen Seufzern. Der aber die Herzen erforscht, weiss, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäss.


In deinem Geist, deinem Inneren, kannst du so etwas wie Schmerzen verspüren beim Beten, oder du fühlst einen starken Druck. Bete weiter im Heiligen Geist, bis du den Sieg hast, bis Freude aufkommt.

Vers 28
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.


Alle Dinge sind zum Guten, wird oft so verstanden: Alles was mir passiert dient mir zum Guten, weil ich Gott liebe. Mein Kind ist gestorben, aber ich liebe Gott. Meine Rechnungen kann ich nicht bezahlen, aber ich liebe ja Gott, so ist mir alles zum Guten etc.

Nein, das sagt dieser Vers nicht!

Lasst ihn uns im Zusammenhang sehen. Wir haben von Gebet geredet, der Hilfe des Heiligen Geistes. Was sind das nun für Dinge, die zum Guten mitwirken. – Diese Dinge, die der heilige Geist durch uns gebetet hat, wirken so mit, dass sie Rettung, Wohlergehen und Sieg bringen.

Anita L.