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Gott spricht zu Dir

 

Nr.58 September 2008

Wie schön ... aber wie kann ich ihn hören?

In erster Linie spricht Gott zu dir durch sein Wort, denn sein Wort ist sein Wille für dich.

Das Wort Gottes sagt dir, was du hast und es sagt dir, was du kannst. Wenn etwas mit Gottes Wort nicht übereinstimmt, dann kann es nicht Gott gewesen sein, der zu dir gesprochen hat.

Nun gibt es aber Bereiche im Leben, zu denen du nichts im Wort findest. Beispielsweise, wo du wohnen, welchen Beruf du erlernen oder wo du arbeiten sollst. Darüber finden wir nichts im Wort Gottes und in diesen Bereichen brauchst du die spezifische Führung Gottes.

Ich hatte mal eine Zeit, wo ich dachte: „ Ich muss Gott hören, ich muss ihn hören, wann spricht er nur endlich ...“ und hab mich angestrengt, von ihm zu hören. Aber in der Zwischenzeit habe ich dazugelernt. Ich bin entspannt und jetzt spricht er zu mir.

Er ist fähig dazu. Im alten Testament hat er zu einem Esel gesprochen, also ist er auch fähig, zu mir zu sprechen. Gott dein Vater ist fähig, zu dir zu sprechen, wenn dein Herz aufrichtig ist, so dass du ihn auch hörst. Es ist in den wenigsten Fällen eine hörbare Stimme sondern ein Eindruck, ein inneres Zeugnis, wie ein ‚grünes Licht’, um etwas zu tun.

  • Gott spricht zu deinem Geist. Gott wohnt in uns durch seinen Geist, und er ist unser Vater (1.Kor.3,16).

Gott wohnt nun in dir durch den Heiligen Geist. Er ist dein Vater und hier fängt alles an; hier fängt die Führung an; hier fängst du an von Gott zu hören.

Röm 8,14-16
Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! 16 Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.

Wir sind Kinder Gottes, wir haben einen Geist der Sohnschaft empfangen. Du bist angenommen bei Gott durch das, was Jesus für dich getan hat. Nicht durch deine Leistung, sondern durch das Blut Jesu wurdest du in eine rechte Stellung zu Gott gebracht.

  • Vertraue darauf, dass Gott dich führt.

Gott kann zu dir sprechen. Vertraue nicht auf deine Fähigkeit, auf ihn zu hören, sondern schaue auf seine Zusage, dass er fähig ist, zu dir zu reden und dich zu führen.

Joh 10,27
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;

„Meine Schafe hören meine Stimme“, hat Jesus gesagt, „und ich kenne sie“. - Wir können erwarten von ihm zu hören, wir können erwarten, dass er zu uns spricht.

Johannes 4,24 sagt, dass Gott Geist ist. Du bist auch ein Geist, du hast eine Seele und wohnst in einem Körper. Aber du bist ein Geist. Wie führt uns nun Gott? - Von Geist zu Geist.

Gott führt dich durch sein Wort und durch seinen Geist. Durch ein inneres Zeugnis, das Frieden und Freude mit sich bringt. Aber Frieden und Freude müssen immer mit dem Wort Gottes übereinstimmen.

Was tust du, wenn jemand kommt und sagt, ‚so und so spricht der Herr, tu dies oder das ...’ und du weisst gar nichts davon, hast dieses innere Zeugnis nicht oder keinen Frieden - was tust du dann? - Ganz einfach: tu es auf die Seite, egal wer es zu dir sagte! Wenn es Gott war, wirst du dazu auch das innere Zeugnis haben, dass es richtig ist!

Tu nichts, was jemand dir sagt, wenn du nicht auch das innere Zeugnis dazu hast!

  •  Wir ziehen aus in Freude und sind geleitet durch Frieden.

Jes 55,12
Denn in Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet werden. Die Berge und die Hügel werden vor euch in Jubel ausbrechen, und alle Bäume des Feldes werden in die Hände klatschen.

Wir ziehen in Freude aus und werden durch Frieden geleitet. Und wenn wir uns irren und einen Fehler gemacht haben, stellt uns Gott wieder her. Gott ist unser Vater und er ist nur gut!

  •  Verhärte dein Herz nicht durch Unglauben, wenn Gott spricht.

Hebr 3,12-13
Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens (Unglaube nennt Gott böse) sei im Abfall vom lebendigen Gott, 13 sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es »heute« heisst, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde!

Was ist Unglaube?

Unglaube ist nicht ein ‚Nicht-Glauben-Können’. Unglaube ist die Entscheidung, auf Grund der sichtbaren Umstände, nicht dem Wort zu glauben. Du stellst also das Sichtbare über das Wort Gottes, und das ist Unglaube.

Es kann sein, dass Gott dir einen Weg zeigt, den dein Verstand nicht begreifen kann, denn Gott spricht zu deinem Geist und nicht zu deinem Verstand. Wir sind auch nicht geleitet durch den Verstand, sondern durch den Geist.

Vor Jahren hatte ich eine Arbeitsstelle angenommen. Dann, nach 31/2 Jahren hatte ich den Eindruck, ich sollte kündigen. Ich hatte damals noch alle 5 Kinder zuhause und war allein erziehend. Der Herr hatte zu mir gesprochen, dass ich die Arbeitsstelle kündigen soll. Mein Verstand sagte mir, dass es eine Dummheit sei, in der heutigen Zeit eine gute Stelle zu kündigen und wie das dann wohl mit dem Geld sei. - Doch der Eindruck zu kündigen blieb und wenn ich auf den Verstand schaute, war kein Frieden mehr da. Ich war in Unruhe, ich war in Sorge. Aber als ich die Entscheidung traf, Gott zu gehorchen, kam der Frieden sofort wieder zurück. Ich sage damit nicht, dass man nicht arbeiten soll, denn Gott führt jeden Menschen anders und bei mir hatte er einen anderen Plan. Er wollte, dass ich anfing „Leben im Sieg“ zu schreiben. - Es ist so wichtig, dass wir gehorsam sind, egal wie die Umstände sind, egal was der Verstand sagt. Wir sollen Gott gehorchen, Gott hat die Kontrolle.

  • Sei empfindsam für den Geist Gottes in deinem Leben und wandle in Liebe.

Habe eine persönliche Beziehung zu Gott, deinem Vater. Lebe ein Leben in einer Haltung des ständigen Gebets und Lobpreises zu Gott.

Du denkst nun vielleicht: „Aber ich kann doch nicht ständig beten, ich muss ja auch noch arbeiten.“ Aber das ist ja auch nicht damit gemeint. Du kannst in einem ständigen Kontakt mit Gott sein, auch wenn du arbeitest. Du bist in Verbindung mit ihm. Er kann zu dir sprechen während der Arbeit, durch einen Gedanken; einfach dadurch, dass du zum Beispiel plötzlich eine Lösung hast oder eine Antwort auf irgendetwas weisst.

Er spricht nicht nur ausschliesslich im Gebet, und wenn du ‚Amen’ sagst, dann muss er warten, bis du wieder im Gebet zu ihm kommst, um mit dir sprechen zu können. - Nein, er spricht immer zu dir. Sei jederzeit offen für sein Reden. Bleibe in der Liebe, das ist sehr wichtig. Denn wenn wir nicht in Liebe sind, dann ist es schwierig von Gott zu hören.

Gehorche dem geschriebenen Wort. Das geschriebene Wort ist höher als alles andere, und wenn Gott zu dir spricht, stimmt es immer mit dem geschriebenen Wort überein. Gott kann seinem Wort nicht widersprechen. Der Geist und das Wort stimmen überein - immer.

Sei empfindsam für den Geist Gottes und verhärte dein Herz nicht durch Unglauben; gehorche unmittelbar dem, was ein Eindruck von Gott ist. Gehorsam ist so wichtig, um empfindsam zu sein für den Geist Gottes.

  • Der Heilige Geist kann dir auch die Zukunft zeigen.

Damit meine ich nicht Spiritistisches wie Wahrsagerei etc. Dies ist nicht von Gott und du solltest dich damit überhaupt nicht beschäftigen! Der Heilige Geist zeigt dir die Zukunft, wie er es will und du kannst es nicht erzwingen. Aber vertraue ihm, er liebt dich und er will immer nur das Beste für dich.

Joh 16,13
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen.

Der Geist der Wahrheit ist gekommen. Es ist der Heilige Geist und er wohnt durch die neue Geburt in uns. Der Heilige Geist in uns ist ein wunderbares Geschenk.

Der Heilige Geist ist in uns, das ist der Unterschied zum alten Bund. Der Heilige Geist wohnt jetzt in uns als unser Führer und Helfer. Wir müssen Führung nicht mehr von aussen holen, wir müssen nicht mehr zu Propheten gehen, wir müssen nicht zu anderen Christen gehen. Wir können von ihnen Ratschläge holen, das ist richtig, aber wir haben die Führung in uns; wir haben den Beistand in uns: den Heiligen Geist.

Er ist in uns und er führt uns und er wird uns auch das Kommende verkündigen, wir brauchen nicht überrascht zu sein. Wir müssen nicht durch die Welt gehen und überrascht werden von Dingen, die auf uns zukommen. Wir können sie wissen.

Lerne immer mehr auf dein inneres Zeugnis zu hören, lerne empfindsam zu sein für den Heiligen Geist und sei gehorsam.

Anita Letzerich-Suhr