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Gebets Arten Teil 1


Nr.25  November 2005

Eph. 6, 18 - 19
Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.

Es gibt verschiedene Gebetsarten und nicht jede hat die gleichen Regeln.
Nehmen wir an, wir sind in einer Fussballmannschaft und spielen, um zu gewinnen. Nun, auf einmal, als der Ball  bei mir vorbei kommt, fange ich ihn mit der Hand und werfe ihn ins Tor. Die Spielzeit ist vorbei und wir haben gewonnen - stimmt das?

Eine andere Situation. Wir sind in einem Handballclub und spielen. Auf einmal schiesse ich den Ball mit dem Fuss hoch in die Luft und ins Netz. Wieder ist die Zeit um und wir haben gewonnen, oder?Es war doch bei beiden Spielen ein Ball. Ball ist doch einfach Ball, oder nicht? Nein, denn ich habe nicht nach den jeweiligen Spielregeln gespielt.

So haben wir es oftmals mit dem Gebet gemacht. Gebet ist Gebet und wir beteten einfach so, wie wir es für richtig hielten und fügten an unsere Gebete vielleicht noch, ’wenn es dein Wille ist’ hinzu und fühlten uns dabei sogar noch demütig.

Aber wir waren mit diesem Gebet im ”falschen Spiel”. Wir haben zwar gebetet, aber im falschen Spiel und nach den falschen Regeln. Damit uns dies nicht mehr passiert, sehen wir uns die Regeln der Gebetsarten an und wann und wie sie angewendet werden. Es ist nicht schwierig, aber es ist entscheidend, ob du im Gebet erfolgreich bist. Das heisst, ob du erlebst, was du gebetet hast.

Es gibt einen jüdischen Witz:
An der Klagemauer betet ein armer Mann: “Lieber Gott, bitte gib mir 50 Schekel, damit ich für meine Familie Essen einkaufen kann.” Neben ihm steht ein israelischer Fabrikbesitzer. Er betet: “Lieber Gott, bitte gib mir 500.000 Schekel, damit ich nicht Konkurs anmelden muss.” Als sein armer Nachbar wieder anfängt und laut um 50 Schekel bittet, reicht der Fabrikbesitzer ihm schnell 50 Schekel: “Hier hast du  50 Schekel, aber hör jetzt auf, Gott von meiner Bitte abzulenken.”

  • Das Gebet des Glaubens oder Bittgebet

Mk. 11, 11 - 26
11 Und er zog in Jerusalem ein, in den Tempel. Und als er über alles umhergeblickt hatte, ging er, da es schon spät an der Zeit war, mit den Zwölfen nach Betanien hinaus.Verfluchung des Feigenbaumes 12 Und als sie am folgenden Tag von Betanien weggegangen waren, hungerte ihn. 13 Und er sah von weitem einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und er ging hin, ob er wohl etwas an ihm fände, und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen. 14 Und er begann und sprach zu ihm: Nie mehr in Ewigkeit soll jemand Frucht von dir essen! Und seine Jünger hörten es.
Vers 19 Und wenn es Abend wurde, gingen sie zur Stadt hinaus. 20 Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an. 21 Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. 22 Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott!
23 Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. 24 Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.
25 Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe.

Wir werden hier etwas verweilen, weil es so wichtig ist, es zu verstehen.Dieses Gebet ist gegründet auf dem geoffenbarten oder bekannten Willen Gottes. Bete nicht, bevor du nicht den Willen Gottes in der betreffenden Sache kennst, denn erst dann kannst du im Glauben beten. Und wenn du dann betest, so hast du Zuversicht. Im Johannesbrief heisst es: Dies ist die Zuversicht, die wir haben. Wir haben Zuversicht im Glauben und darum wissen wir, dass wir das Erbetene erhalten haben. Wann? Als wir gebetet haben.

Lass die Worte Jesu, Gottes Wort, tief in dein Herz fallen. Höre immer wieder das Wort Gottes. Der Glaube kommt vom Hören des Wortes Gottes. Lass das Wort tief in dein Herz fallen, indem du es immer und immer und immer wieder hörst.

Der Glaube ist das, was die Kraft Gottes in dein Leben bringt.

Du glaubst, dass Gott gut ist, weil das Wort es sagt. Glauben ist einfach.Glauben heisst vertrauen, dass Gottes Wort wahr ist, und dass er das, was er sagt, gewiss halten wird.

Joh. 1, 1
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Alles, was du im Gebet glaubend bittest...

1. Joh. 5, 14 - 15
Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. 15 Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.

Lass uns diese Stelle anders lesen. Ersetze die ”Wir-Form” durch die ”Ich-Form”, dann wird es ganz persönlich für dich.

Und dies ist die Zuversicht, die ich zu ihm habe, dass er mich hört, wenn ich etwas nach seinem Willen bitte. Und wenn ich weiss, daß er mich hört, was ich auch bitte, so weiss ich, dass ich das Erbetene habe, das ich von ihm erbeten habe.

Nach seinem Willen - Sein Wort ist sein Wille, uns gegeben oder gezeigt.Gott und sein Wort sind eins. Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott und ist es immer noch.

Gott ändert sich nie, er ist der Beständige, auf ihn, auf sein Wort kann man sich verlassen, er ist treu.

  • Gebet der Hingabe, um das zu tun, was Gott will

Mt. 26, 42
Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!

Jesus hat dies im Garten Gethsemane dreimal gebetet. Wir tun dies aber nicht immer, wenn wir für etwas beten.
”Herr, wenn es dein Wille ist, errette Peter...”
”Herr, wenn es dein Wille ist, heile mich...”
So sollen wir nicht beten, weil Gott ja gesagt hat, dass er will, dass alle Menschen errettet werden, und weil er gesagt hat, dass wir durch seine Wunden geheilt sind.

Wann sollen wir denn beten, ‘...wenn es dein Wille ist’?

Dieses Gebet bete ich, um den Willen Gottes für mein Leben zu tun, für die Übergabe meines Lebens an Gott.Dies ist eine Einstellung unseres Herzens für jeden Schritt, den wir im Leben tun. ‘Herr, dein Wille soll geschehen, nicht das, was ich tun will, sondern dein Wille.’ Und sein Wille ist nur gut für dich, viel besser als das, was du dir vorstellen kannst oder planst.

Jes. 55, 12
Denn in Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet werden.

Das Gebet der Hingabe ist eine Herzens-Einstellung. Du kannst es täglich beten. Aber nicht nach jedem Gebet. Ich gebe mein Leben Gott hin. Ich will nicht das tun, was ich will, sondern das, was Gott für mich geplant hat.

Weisst du, dass Gott für dein Leben einen guten Plan hat, weisst du das? - Und  wenn du dort lebst, wirst du einer der glücklichsten Menschen auf Erden sein. Versorgung ist dort, wo wir im Willen Gottes leben. Schutz ist dort, wo wir im Willen Gottes leben.

Wenn ich um Heilung bete, dann sage ich nicht, ‘...wenn es dein Wille ist’, weil ich ja seinen Willen kenne. Jesus hat alle unsere Krankheiten getragen. Heilung ist Gottes Wille, die Errettung aller Menschen ist Gottes Wille, Versorgung für dich ist Gottes Wille!

Anita Letzerich