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Wirst du Lohn empfangen?

am Preisrichterstuhl Christi                                                                                                                                                                


Nr. 75 März 2010


Der Richterstuhl Christi: Beim Gedanken daran beschleicht viele Christen ein Unbehagen, weil sie davon gehört oder darüber gelesen haben. Sie haben Angst davor, dass dies der Tag der grössten Demütigung sein wird, weil alles offenbar werden wird. Wir wissen alle, dass wir uns nicht immer richtig verhalten und dies alles soll nun offengelegt werden? Alle Fehler werden, wie in einem Film, sichtbar? - Eine grauenhafte Vorstellung...

Aber was sagt denn die Bibel über diesen Tag, an dem der Gläubige in Christus vor dem Richterstuhl Christi erscheinen muss?

Eines müssen wir wissen: Es wird kein Schuldgericht sein! In Röm 8,1 steht, dass es keine Verdammnis oder Verurteilung gibt für die, die in Christus Jesus sind. Es ist der Teufel, der uns zu verdammen oder zu verurteilen versucht; er ist der Ankläger der Brüder (Offb 12,10).

Jahrelang konnte ich Verdammung vom Teufel und Überführung des Heiligen Geistes nicht richtig unterscheiden. Der Teufel konnte mich solange mit Verdammnis- und Minderwertigkeitsgefühlen knechten, bis ich die Wahrheit erkannte. Der Unterschied zwischen Verdammnisgefühlen vom Teufel oder Überführung des Heiligen Geistes ist sehr einfach festzustellen. Verdammung vom Teufel will dir immer einreden, dass es keinen Ausweg, keine Vergebung und keine Hoffnung gibt und sie führt dich in Depression, Minderwertigkeit, Einsamkeit und Ausweglosigkeit hinein. Eine Überführung des Heiligen Geistes hingegen, zeigt dir trotz allem immer einen Ausweg und bringt am Ende Hoffnung, Befreiung und Freude mit sich.

Leider wird den Christen oft ein Sündenbewusstsein gepredigt, anstatt die Wahrheit: das Wort Gottes, das frei macht (Joh 8,32/Joh 17,17). Das Wort Gottes bringt immer Befreiung, Sündenbewusstsein hingegen knechtet und macht depressiv. Also, es ist einfach die Lügen des Teufels von der Überführung des Heiligen Geistes zu unterscheiden. - Der Heilige Geist bringt dir Erkenntnis und gleichzeitig einen Ausweg aus den Schwierigkeiten. Wenn du aber nur siehst, was du falsch gemacht hast und du weisst nicht, wie du deine Lage ändern kannst, dann ist es Verdammnis vom Teufel und dem kannst du widerstehen! - Gott dein liebender Vater wird dir immer einen Ausweg zeigen, nachdem du Busse (Busse bedeutet, in eine andere Richtung zu gehen) getan hast.


Der Richterstuhl Christi - ein Tag der Freude!

Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht (oder mit seinem Leben), dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses.
2.Kor 5,10

Dieser Brief an die Korinther, der Gemeinde Gottes in Korinth, wurde an Gläubige, an Christen geschrieben. Das griechische Wort für Richterstuhl „bema“ = bedeutet Schritt oder Stufe. Die übertragene Bedeutung im Neuen Testament ist also ein um eine Stufe erhöhter Sitz oder eine Tribüne. Ein Sitz oder eine Tribüne, auf dem sich ein Richter oder ein Redner befindet

Der Richterstuhl Christi ist ein Lohn- oder Preisrichterstuhl und kein Schuldgericht. Bei einem Preisrichterstuhl werden Preise oder Belohnungen verteilt. Es geht hier nicht um Schuld sondern darum, was für Belohnungen du bekommst.

1.Kor 3,11 - 15
Denn einen anderen Grund kann niemand legen ausser dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klarmachen, weil er in Feuer geoffenbart wird. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, das wird das Feuer erweisen 14 Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; 15 wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden
(oder seine Belohnung verlieren), er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.

Da wird es solche geben, die mehr bekommen und solche die weniger bekommen. Wieder andere verlieren Belohnungen, aber sie werden nicht ihre Errettung verlieren.

Es geht also vor dem Richterstuhl Christi darum, was du mit deinem Leben getan hast. Es geht nicht darum, was du für einen „grossen Dienst“ gehabt hast, sondern ob du das getan hast, was deine Berufung von Gott war. Bist du gehorsam gewesen in dem, was Gott dir gesagt hat? Wir müssen uns auch immer wieder selber richten oder beurteilen. Das heisst, schneide alles ab, was dich in der Beziehung zu deinem himmlischen Vater hindert. Es gibt einen Lauf zu laufen, bleib dabei und gib nicht auf.

Wir müssen keine Angst haben vor dem Preisrichterstuhl Christi, denn dort wird unser Erlöser und Retter sitzen: Jesus Christus der Sohn Gottes.

1.Joh 4,17
Hierin ist die Liebe bei uns vollendet worden, dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts, denn wie er ist, sind auch wir in dieser Welt.

Wir haben Freimütigkeit oder Zuversicht am Tag des Gerichts oder am Tag der Entscheidung. Es wird nicht ein Tag der Furcht sein, sondern es wird ein Tag der Freude sein, weil wir Lohn bekommen werden. Unser himmlischer Vater ist ein guter Gott und er ist ein Belohner und kein Bestrafer oder Schuldrichter mehr für uns. Das Evangelium ist eine durch und durch gute Botschaft.

Was wird das nun für Lohn sein den wir bekommen? Einen davon wollen wir uns anschauen aber es gibt noch andere.

2.Tim 4,7-8
Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; 8 fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir als Belohnung geben wird an jenem Tag
(am Tag des Preisrichterstuhls Christi): nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen liebgewonnen haben.

Was liegt bereit für dich, wenn du den Lauf vollendet und den Glauben (den Glauben an den Sohn Jesus Christus) bewahrt hast? - Der Siegeskranz der Gerechtigkeit, und dies wird nur eine der Belohnungen sein die es gibt.

Gott mein himmlischer Vater ist für mich ein Belohner, er ist nicht mein Richter. Deswegen kann ich voller Zuversicht und Freude den Tag vor dem Preisrichterstuhl Christi erwarten, ohne Angst und ohne Furcht.


©Anita Letzerich