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Warum schliesst Gott einen Bund

mit Abraham


Nr.29 März 2006


Ein Bund ist ein Bündnis (Verbindung, Zusammenschluss, Vereinigung, Fusion) zwischen zwei oder mehr Parteien. Das können Menschen, Völker oder Stämme sein. Wenn Gott mit uns Menschen einen Bund schliesst, hat Er das Recht:  Auf der Erde durch und mit seinen Bundespartnern zu handeln, sie vor dem Bösen in der Welt zu beschützen, wenn sie im Bund bleiben.

1. Mose 12, 1 - 4
Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! 2 Und ich will dich zu einer grossen Nation machen, und ich will dich segnen,  und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! 3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! 4 Und Abram ging hin, wie der HERR zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm. Abram aber war 75 Jahre alt, als er aus Haran zog.

1. Mose 15, 7 - 10
Und er sprach zu ihm: Ich bin der HERR, der ich dich herausgeführt habe aus Ur, der Stadt der Chaldäer, um dir dieses Land zu geben, es in Besitz zu nehmen. 8 Und er sagte: Herr, HERR, woran soll ich erkennen, dass ich es in Besitz nehmen werde? 9 Da sprach er zu ihm: Bring mir eine dreijährige Jungkuh, eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine junge Taube. 10 Und er brachte ihm alle diese. Und er zerteilte sie in der Mitte und legte je einen Teil dem anderen gegenüber. Die Vögel aber zerteilte er nicht.

Verse 17 + 18
Und es geschah, als die Sonne untergegangen und Finsternis eingetreten war, siehe da, ein rauchender Ofen und eine Feuerfackel, die zwischen diesen Stücken hindurchfuhr. An jenem Tag schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens an bis zum grossen Strom, dem Euphratstrom.

Gott selber ist in der Mitte dieses Bundesopfers durchgegangen und hat sich damit diesem Bund verpflichtet. Gott hat mit Abraham einen Bund geschlossen. Einen Bund mit jemandem zu schliessen bedeutet, alles was er hat gehört dir und alles was du hast gehört ihm.

1. Mose 17, 1 - 2
Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige (el shaddai). Lebe vor meinem Angesicht, und sei untadelig! (Sei ganz mit mir). 2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir setzen und will dich sehr, sehr mehren.

Durch diesen Bund, hat Gott legal Zutritt zur Erde, die vom Teufel beherrscht   wird. Er konnte die Menschen, die mit ihm in diesem Bund stehen, segnen, ihnen helfen und sie beschützen, und der Mensch konnte durch diesen Bund die Hilfe von Gott empfangen. Aber was noch wichtiger war. Gott schaffte dadurch einen Weg, um seinen Sohn, den Erlöser, Jesus Christus zu senden.

Jesus kam unter dem abrahamitischen Bund zur Erde. Er erfüllte alle Anforderungen des Bundes, er lebte vollkommen vor Gott und erfüllte das Gesetz des Bundes.

Vers 4-7
Ich, siehe, das ist mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Menge von Nationen werden. 5 Und nicht mehr soll dein Name Abram heissen, sondern Abraham soll dein Name sein! Denn zum Vater einer Menge von Nationen habe ich dich gemacht.
6 Und ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige werden aus dir hervorgehen. 7 Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch alle ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein   und deinen Nachkommen nach dir.

Dies ist der Grund des Bundes, "um dir Gott zu sein und allen deinen Nachkommen." Gott will unser Gott sein, er möchte sich um uns kümmern, weil er uns liebt, aber das kann nur durch einen Bund geschehen. Dieser Bund mit Abraham war sehr stark und es hing vieles davon ab. Alles was Abraham hatte, gehörte Gott; alles was Gott hat, gehörte Abraham. Gott hatte gesagt: "Ich will den Bund zwischen   mir und dir setzen." Bei Noah hatte er gesagt: "Ich richte meinen Bund mit dir auf." Abraham musste beweisen, dass der Bund auch auf seiner Seite Gültigkeit hat. Wenn Abraham versagt hätte, wäre dieser Bund nicht gültig, denn er bestand   zwischen Gott und Abraham

1. Mose 22, 1 - 8
Und es geschah nach diesen Dingen, da prüfte Gott den Abraham. Und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! 2 Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebhast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde! 3 Da machte sich Abraham früh am Morgen auf, sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak. Er spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf und ging an den Ort, den Gott ihm genannt hatte. 4 Am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne. 5 Da sagte Abraham zu seinen Knechten: Bleibt ihr mit dem Esel hier! Ich aber und der Junge wollen dorthin gehen und anbeten und zu euch zurückkehren. 6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak, und in seine Hand nahm er das Feuer und das Messer. Und sie gingen beide miteinander. 7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham und sagte: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sagte: Siehe, das Feuer und das Holz! Wo aber ist das Schaf zum Brandopfer? 8 Da sagte Abraham: Gott wird sich das Schaf zum Brandopfer ersehen, mein Sohn. Und sie gingen beide miteinander.

Abraham kannte die Bestimmungen des Blutbundes, er zögerte nicht, seinen Sohn zu opfern. Zu Isaak spricht er das prophetische Wort: Gott wird sich das Schaf ersehen. Genau dies war der Grund für dieses Opfer. Es sollte den Weg bahnen, damit Gott legal das Recht hat, seinen Sohn zu geben (Gal. 3, 8).

Vers 10-12
Und Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.  11 Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! 12 Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Jungen, und tu ihm nichts! Denn nun habe ich erkannt, dass du Gott fürchtest, da du deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast.

Abraham hat seinen Teil erfüllt und der Bund zwischen Gott und Abraham ist nun ewig rechtsgültig.

Vers 15-18
Und der Engel des HERRN rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel her zu 16 und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht der HERR, deshalb, weil du das getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, 17 darum werde ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommenschaft wird das Tor ihrer Feinde in Besitz nehmen. 18 Und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde dafür, dass du meiner Stimme gehorcht hast.

Gott hat bei sich selbst, bei seinem Namen geschworen. Gott garantiert selber, dass es zustande kommt, weil Abraham dies getan hat (es wird so angenommen, als hätte er es tatsächlich getan). Darum kann Gott jetzt den Samen senden. Jetzt konnte Gott seinen Sohn für die Welt geben, als ein ewiges Opfer, für eine ewige Erlösung. Dieser Same, oder Nachkomme wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Dasbedeutet, die Herrschaft wieder zurücknehmen. Und in diesem Samen werden alle Nationen auf der Erde gesegnet. Wer ist der Same?

Gal. 3,16
Dem Abraham aber wurden die Verheissungen zugesagt und seiner Nachkommenschaft. Er spricht nicht: "und seinen Nachkommen" wie bei vielen, sondern wie bei einem: "und deinem Nachkommen", und der ist Christus.

Jesus der Sohn des lebendigen Gottes ist der verheissene Same. Er kam durch den Gehorsam von Abraham, unter dem abrahamitischen Bund, legal auf die Erde. Er starb und ist auferstanden, um für uns eine ewige Erlösung zu erwerben. Er hat das Tor der Feinde in seinen Besitz genommen, er hat alle Autorität im Himmel und auf der Erde. Satan ist besiegt, er hat kein Recht mehr, wenn du weisst, was dir in Christus gehört, dann kannst du ihm mit dem Wort Gottes widerstehen und er muss fliehen.


Anita Letzerich-Suhr