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Sorge dich nicht!

112 Juli/Augst 2013



Wenn jemand zu uns sagt, dass er keine Sorgen hat, denken wir schnell einmal, dass dieser Mensch verantwortungslos sei. Was sagt die Bibel zu Sorgen? Ist es gut, wenn wir sie haben? Helfen sie uns, oder bringen sie uns weiter?

 

Das Gleichnis vom Sämann zeigt sehr gut, was passieren kann, wenn das Wort Gottes auf unterschiedlichen ‚Herzens-Boden’ von Menschen fällt. Dieser Boden ist nicht von Gott vorherbestimmt, sondern wir können uns für einen guten Boden entscheiden, wo das Wort Gottes Frucht tragen wird. Jesus sagt in Mt 13,18Hört ihr nun das Gleichnis vom Sämann“, anders gesagt: „Achtet auf das Gleichnis, hört gut zu.“ In Vers 22 sagt er: „Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört, und die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht“.

 

Sorgen ersticken das Wort, so dass es keine Frucht in unserem Leben hervorbringen kann. Es ist in erster Linie wichtig, dass wir für IHN Frucht bringen und darauf hat es der Teufel abgesehen: Zu verhindern, dass das Wort sichtbare Ergebnisse bringt. Die Sorgen der Zeit, die Sorgen des Lebens ersticken das Wort und es ist nicht Gott, der dies verursacht. Übrigens heisst es nicht, dass Reichtum das Wort erstickt, sondern der Betrug des Reichtums. Der Betrug des Reichtums besteht darin, sein Vertrauen auf Reichtum zu setzen, anstatt auf Gott, der uns alles darreicht zum Genuss (1Tim 6,17), mit Danksagung zu ihm.

 

Mt 6,25-26

Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie <doch>. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie?

 

Er kümmert sich um dich, er weiss was du benötigst und du bist wertvoll in seinen Augen. Deshalb sorge dich um nichts. Gott ist dein Versorger, vertraue ihm dafür. Er hat im Alten Testament schon mal Raben beauftragt, Essen zu bringen und er kann dies auch wieder tun. Würdest du ihm dafür vertrauen? Alles, was er jemals in der Bibel getan hat, kann er wieder tun, darum sorge dich nicht. Sorgen ersticken das Wort, sie bringen dich in Furcht und hindern dich daran, Gottes Wort zu glauben und ihm zu vertrauen. Sich zu sorgen zieht das Böse an und nicht das Gute von Gott. Sorgen und Furcht gehen Hand in Hand, wogegen Glaube und Vertrauen sich die Hände geben und Gottes Versorgung in dein Leben bringen.

 

Phil 4,6-8

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden;

 

Dies ist keine Empfehlung, sondern ein Befehl. ‚Seid nicht besorgt, sondern gebt eure Sorgen dem Herrn.’ - Das tun wir nicht, indem wir denken, sondern indem wir aussprechen, was unsere Sorgen sind. Wir müssen unsere Anliegen und Sorgen mit Worten ausdrücken. Denken allein reicht nicht aus, obwohl Gott unsere Gedanken kennt. - Unsere Worte haben Macht. Gott hat uns so geschaffen. Aber der Teufel setzt alles daran, uns mundtot zu machen. Es ist aber nicht biblisch mundtot zu sein, denn immer wieder heisst es, dass wir sprechen müssen. Wir bringen also unsere Sorgen im Gebet zu Gott mit unseren Worten und danken ihm dafür, dass er nun dafür besorgt ist.

 

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich dies vor langer Zeit das erste Mal machte mit einem Anliegen, das einen meiner Söhne betraf. Niemand wusste die Lösung für sein Problem und ich bekam immer mehr Schwierigkeiten. Da gab es den einen Abend, wo ich Gott genau dieses Problem mit meinen Worten sagte, ihm übergab und ihm für seine Antwort und Lösung dankte. Es dauerte nicht lange und alles, was vorher viel Zeit in Anspruch genommen hatte und wofür niemand eine Antwort hatte, auch Ärzte nicht, löste sich auf.

Es liegt Kraft darin, wenn wir unsere Sorgen dem Herrn übergeben, denn er ist besorgt um uns, aber er wird nicht auf unsere Sorgen reagieren. Gott reagiert nur auf eines: auf unseren Glauben, unser Vertrauen zu ihm. Gott hält Ausschau nach Menschen, die ihm glauben, dass er ihnen Gutes tut, nicht weil er sie mehr liebt, sondern weil er es so festgesetzt hat. Denn ohne zu glauben, dass er gut und ein Belohner ist, ist es unmöglich zu Gott zu kommen (Hebr 11,6).

 

Vers 7 und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.

Wenn du dein Anliegen, deine Sorge mit deinen ausgesprochenen Worten Gott gebracht hast, wird der Friede Christi, der Friede der jeglichen Verstand übersteigt, automatisch dein Herz erfüllen.

 

Damit du in Zukunft in diesem Frieden bleibst, sagt dir der folgende Vers, worüber du nachdenken sollst.

Vers 8 Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob <gibt>, das erwägt!

Du musst lernen deine Gedanken zu kontrollieren, sie (deine Gedanken) dürfen nicht tun was sie wollen, sondern du sollst sie in die richtige ‚Denk-Richtung’ bringen.

Ab und zu melden sich auch bei mir Gedanken, die nicht gut sind. Zum Beispiel fange ich an darüber nachzudenken, was passieren könnte, wenn ... - Dann sehe ich schon wie Tod und Zerstörung kommen und ich muss diese Gedankengänge aktiv beenden und über das Gute und Gottes Wort nachdenken. Wenn ich das kann, kannst du es auch, denn wir sind Menschen mit einem freien Willen und in der Lage, selbst zu bestimmen, was wir denken! Viele Menschen sind psychisch angeschlagen, nur weil sie nicht gelernt haben ihr Denken zu kontrollieren und in die richtigen Bahnen zu leiten. Depressionen können entstehen, wenn wir zerstörerische und ungöttliche Gedanken zulassen. Der Teufel wird immer versuchen uns in den Gedanken anzugreifen, darum ist es so wichtig, sie zu kontrollieren und mit Gottes Wort zu füllen.

 

1Petr 5,6-9

Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur <rechten> Zeit, 7 indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch.8 Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.

9 Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen!

 

Wie demütigt man sich unter Gott? Indem man sich als Nichts und unwürdig ansieht und sich selber schlecht macht? - Nein, sondern indem man seine Sorge auf IHN wirft, denn er ist besorgt um uns. Wenn wir dies tun, kann uns der Teufel auch nicht verschlingen, denn er geht umher und muss suchen, wen er verschlingen kann. Er kann es nicht einfach so tun, er ist ein besiegter Feind und er kann uns nur täuschen oder belügen! Wir demütigen uns unter Gottes Hand, indem wir das tun was Gottes Wort sagt, das wir tun sollen. Wir stellen also Gottes Wort über unser natürliches Empfinden oder unsere Ansichten und tun es im Glauben daran, dass Gott für uns sorgt. Dann geben wir dem Teufel keinen Raum uns zu verschlingen. Vers 9 sagt, dass wir nicht die Einzigen in der Welt sind, denen dies passiert, denn jeder Gläubige wird mit Sorgen, oder eben Leiden und Druck vom Teufel versucht und dem können wir alle widerstehen. Gott ist so gut; er sagt uns, wie wir den Feind überwinden können, weil er ihn für uns schon überwunden hat. Sein Sieg ist unser Sieg.

 

Anita Letzerich-Suhr