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Mit Herrlichkeit gekrönt


Nr.20 Juni 2005


Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln. Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein
Röm. 6, 4 - 5

Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus (Eph. 2, 6).

In ihm, in Christus, sind wir, wenn wir gläubig geworden sind und Jesus als unseren Retter und Herrn angenommen haben (Eph.1, 13).

Als Jesus von Johannes dem Täufer im Jordan getauft wurde, kam der Heilige Geist wie eine Taube auf Jesus und eine Stimme aus dem Himmel sagte: " Du bist mein geliebter Sohn an dem ich Wohlgefallen habe."

Früher habe ich mir immer gewünscht, dort an der Stelle von Jesus zu sein, so dass Gott zu mir diese Worte sagt. Später, als ich das Wort Gottes immer mehr kennenlernte, fand ich heraus, dass Gott jetzt genau dasselbe über mich sagt, weil ich in Christus bin. Wenn wir Jesus als unseren Retter und Herrn angenommen haben, sind wir in Christus. Darum, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung, sein Inneres, sein Geist wurde von Gott neu gemacht (2. Kor. 5, 17). Das ist die neue Geburt (Röm. 3, 23).

Wir sind seine geliebten Kinder, wir sind bei Gott angenommen und er freut sich über uns!

Alle haben gesündigt und können so, in diesem Zustand, die Gegenwart Gottes nicht ertragen. Darum muss ein Mensch von neuem geboren werden. Alle haben gesündigt und kommen ohne Christus nicht zu der Herrlichkeit Gottes.

Was ist das, die Herrlichkeit Gottes?

Die Herrlichkeit Gottes ist seine Gegenwart. Jesus sagte z.B. zu Martha als sie beim Grab des verstorbenen Lazarus standen: "Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubtest, so würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?"

Was geschah dann? – Lazarus wurde wieder lebendig durch die Kraft (oder Herrlichkeit) Gottes.

Wie hat Gott den Menschen geschaffen.

Die Herrlichkeit Gottes umgab den ersten Menschen (Ps. 8, 4 – 7).

Nachdem der erste Mensch von der Frucht gegessen hatte, heisst es: Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren, und sie legten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze (1. Mo. 3, 7).

Der Mensch wurde von Gott mit Herrlichkeit und Pracht gekrönt. Als er sündigte, hat er dies alles verloren. Die Herrlichkeit Gottes, die Krone der Herrlichkeit. Adam und Eva starben im Geist, das heisst, sie wurden getrennt von Gott und hatten nun Angst. Sie versteckten sich vor Gott, ihrem Schöpfer und bedeckten sich selber. Aber Gott nahm ein Tier und schlachtete es, um die Sünde zuzudecken. Er bekleidete sie mit dem Fell des Tieres. Gleichzeitig sagte er, dass jemand kommen würde, der sie aus diesem Zustand retten werde. In der Zwischenzeit dürfe der Mensch jedoch nicht mehr im Garten Eden wohnen, damit er nicht vom Baum des Lebens ässe, weil es dann keine Erlösung mehr für ihn gäbe.

Gott und sein Mensch sind nun getrennt. Früher hatte Gott in der Kühle des Tages mit seinem geliebten Menschen im Garten zusammen sein und mit ihm reden können, aber jetzt, wo der Mensch von dem Baum der Erkenntnis gegessen hat, kann der Mensch die Gegenwart Gottes nicht mehr aushalten.

Viele Jahre vergingen und eines Tages sprach Gott zu einem Mann namens Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einer grossen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! ... Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! 1. Mo. 12, 1 

Gott schloss mit Abram einen Bund, um durch diesen Bund den versprochenen Erlöser zu senden. Nun vergingen wieder viele Jahre. Abram, der später Abraham hiess, ist gestorben. Das Volk Israel war in Ägypten und musste hart für den Pharao arbeiten, aber Gott hörte ihr Schreien und dachte an den Bund, den er mit Abraham geschlossen hatte. Ein Mann mit Namen Mose führte das Volk Israel aus der Knechtschaft bei den Ägyptern in ein Land, das Gott ihnen zeigen würde. Der Herr zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule und in der Nacht in einer Feuersäule. Dadurch hatten sie Licht und Wärme und konnten während des Tages und in der Nacht wandern (2. Mo. 13, 21).

Die Wolke war nicht eine gewöhnliche Wolke, wie wir sie am Himmel sehen. Es war die Herrlichkeit Gottes, seine Gegenwart. Gott musste seinen Glanz hinter einer Wolke verbergen, denn seine Herrlichkeit und seinen Glanz kann kein Mensch sehen und dabei am Leben bleiben.

Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis, sein Licht ist viel heller als das Licht der Sonne, denn in dem Licht der Sonne gibt es Finsternis, es gibt Schatten.

An verschiedenen Stellen der Bibel lesen wir, dass die Gegenwart Gottes wie eine Wolke zu sehen war. Es heisst, dass bei der Taufe Jesu eine Stimme aus der Wolke sprach; oder als Jesus wieder zurück in den Himmel fuhr, eine Wolke ihn aufnahm. Das ist die Herrlichkeitswolke, keine Wetterwolke.

Das Volk Gottes war nun also auf dem Weg ins verheissene Land. Am Berg Sinai gab Gott dem Mose das Gesetz, einerseits als ein Zuchtmeister, um damit das Volk zu bewahren, durch welches Gott den Erlöser schicken konnte und andererseits, um ihm zu zeigen, dass es einen Erlöser braucht, weil es aus sich selber das Gesetzt nicht halten konnte.

Gott sprach zu Mose: Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne. 2. Mo. 25, 8

Gott hat die Israeliten aus dem Land Ägypten heraufgeführt um jetzt mitten unter ihnen zu wohnen. Gott wohnte unter den Menschen in der Stiftshütte. Es heisst, als alles fertig gebaut war, so wie Gott es gesagt hatte, da bedeckte die Wolke das Zelt der Begegnung. Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung.

Das Gleiche geschah auch, als Salomo für Gott einen Tempel gebaut hatte und die Bundeslade in den Tempel gebracht wurde. Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen - ... da wurde das Haus, das Haus des Herrn, mit einer Wolke erfüllt. 2. Chr. 5, 11 – 13

Unter dem Alten Bund war die Herrlichkeit Gottes, seine Gegenwart, bei der Bundeslade, welche im Allerheiligsten stand. Aber als Jesus starb, ist der Vorhang von oben nach unten zerrissen und die Gegenwart Gottes ist ausgezogen – warum?

Jesus hat uns mit seinem eigenen Blut erlöst, nun können wir von neuem geboren werden und durch den Heiligen Geist kann Gott in uns wohnen.

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
1.Kor. 3, 16

Oder wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt. Und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott mit eurem Leib!
1. Kor. 6, 19 - 20

Gott ist so viel grösser und herrlicher als wir es uns vorstellen können.

Hast du eine Ahnung von der Grösse Gottes?

Die Bibel sagt, dass Gott das Wasser der Erde mit seiner hohlen Hand fassen kann und die Himmel mit seiner Handspanne abgemessen hat (Jes. 40, 12). Er kennt die Zahl der Sterne und er ruft sie alle mit Namen (Ps. 147, 4).

In Psalm 8 heisst es:
Wenn ich anschaue deine Himmel, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst und dich um ihn kümmerst?

Ps. 139, 13 – 14
Denn Gott hat dich in dem Leib deiner Mutter gemacht, er kennt dich, du bist auf eine erstaunliche wunderbare Weise gemacht.

Ihr seid gesegnet vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Ps. 115, 15

Die Erde ist der einzige Planet mit viel flüssigem Wasser, welches sich in einem steten Kreislauf befindet. Und die Erde hat eine schützende Atmosphäre. Aber das einzigartigste Merkmal ist das Leben, das es hier gibt.

Auf dem Planeten Venus gibt es kein Leben und die Temperatur beträgt ca. 470°C. Auf unserem Mond herrschen Temperaturen zwischen minus 160°C bis 130°C. Auch dort gibt es kein Leben.

Die Gravitation ist diejenige Kraft, die alle Körper aufeinander bezogen ausüben. Sie lässt einen Gegenstand zu Boden fallen und hält unsere Galaxie zusammen. Der Mond ist von der Erde 384’000 km entfernt. Die Sterne sind viel weiter weg. Der Stern, der der Erde am nächsten ist, Proxima Centauri, ist 4,3 Lichtjahre von uns entfernt. (Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegt: knapp 10 Billionen km.) Die Sonne hat die 330’000-fache Masse der Erde. In der Bibel heisst es: Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel können dich nicht fassen. Diese unendliche Grösse des Universums ist noch zu klein für Gott. Von Jesus heisst es, dass er das Abbild des unsichtbaren Gottes ist (Kol. 1, 15).

Er, Jesus, ist das Bild der Herrlichkeit Gottes und er trägt alle Dinge durch das Wort (Hebr. 1, 3).

Jesus ist von allem Anfang an gewesen und alles besteht durch ihn (Kol.1, 17).

Das Wort Gottes sagt, dass Jesus König ist, er ist majestätischer als jeder weltliche König, er hat Himmel und Erde gemacht. IHM unserem Gott gehören aller Lobpreis und alle Ehre.

Anita Letzerich-Suhr