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Lebst du in der Furcht des Herrn ?


Nr.37 November 2006


Was bedeutet das? Viele denken, wenn wir von “Furcht des Herrn” reden, an Angst vor Gott. Aber dies ist nicht so. Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Angst vor Gott und der Furcht des Herrn. Er ist nicht jemand, vor dem man Angst haben muss, weil er nur darauf wartet, uns zu bestrafen. Aber wir müssen in einer gesunden Art Gott fürchten. Die Furcht des Herrn führt uns in die Heiligkeit. Die Furcht des Herrn ist ein Lebensstil: Ihn als den anzuerkennen, der er wirklich ist ... Gott den Platz in deinem Leben zu geben, der ihm gehört. - Dadurch gehen wir auch mit Dingen, die heilig sind, in der richtigen Weise um. Deine Herzens-Einstellung sollte eine Furcht des Herrn sein, dann brauchst du auch keine Gesetze, die dir sagen: “Tu das nicht und tu jenes nicht!” Es kommt dann von Herzen, es ist ein Lebensstil.

1. Petr 1, 15 - 17
sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig! Denn es steht geschrieben: »Seid heilig, denn ich bin heilig.« Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht!

Nicht in Angst sondern in Gottesfurcht. Was ist nun Angst - was ist Gottesfurcht?

2. Mose 20, 18 - 21
Und das ganze Volk nahm den Donner wahr, die Flammen, den Hörnerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk <das> wahrnahm, zitterten sie, blieben von ferne stehen und sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören! Aber Gott soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben. Da sagte Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Denn <nur> um euch zu prüfen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt. So blieb denn das Volk von ferne stehen. Mose aber näherte sich dem Dunkel, wo Gott war.

Gott wollte seinem Volk begegnen und zu ihm sprechen. Sie aber wollten ihn nicht hören. Sie kannten ihn nicht. Mose hatte Ehrfurcht, er wollte zu Gott. Das Volk hatte Angst und schickte Mose.

Vers 20
Da sagte Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Denn <nur> um euch zu prüfen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt.

Im Hebräerbrief heisst es:

Hebr. 12, 18 - 23
Denn ihr seid nicht gekommen zu etwas, das betastet werden konnte, und zu einem angezündeten Feuer und dem Dunkel und der Finsternis und dem Sturm und zu dem Schall der Posaune und der Stimme der Worte, deren Hörer baten, dass das Wort nicht mehr an sie gerichtet werde -,

denn sie konnten nicht ertragen, was angeordnet wurde: »Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden«; und so furchtbar war die Erscheinung, dass Mose sagte: »Ich bin voll Furcht und Zittern« - sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden von Engeln, einer Festversammlung; und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten;

Was ist der Grund unseres Zusammenkommens? Ist es Gott in unserer Mitte oder treffen wir uns einfach nur so, weil es Tradition ist? Es ist, weil Gott in unserer Mitte ist, ihn wollen wir hören, ihn wollen wir anbeten und ihn wollen wir preisen.

Hebr. 12, 25
Seht zu, dass ihr den nicht abweist, der da redet! Denn wenn jene nicht entkamen, die den abwiesen, der auf Erden die göttlichen Weisungen gab: wieviel mehr wir <nicht>, wenn wir uns von dem abwenden, der von den Himmeln her <redet>!

Gott will zu dir direkt reden. Die Gnade, die wir haben, ist nicht dazu da, dass wir tun und lassen können, was wir wollen, sondern dass wir in Gemeinschaft mit Gott sein können.

Hebr. 12, 28
Deshalb lasst uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu (Abscheu vor dem Bösen) und Furcht (Gott die Ehre geben)!

Hör dir nun an, was eine andere Übersetzung sagt: Lasst uns aber Gnade haben, durch welche wir Gott so dienen, wie es ihm gefällt, mit Ehrfurcht und göttlicher Furcht. Was meint er da? - Keine Angst, sondern einen Lebensstil in Gottesfurcht. Was aber heisst nun “Gott wohlgefällig dienen”, so dass es Gott gefällt und ihm Freude macht. Es heisst erstens, mit Scheu. Das bedeutet eine Abscheu, ein Verachten, ein Sich-Fernhalten vom Bösen. Die Furcht des HERRN <bedeutet>, Böses zu hassen. Hochmut und Stolz und bösen Wandel und einen ränkevollen Mund, <das> hasse ich, spricht der Herr in Sprüche 8, 13. Wie dienen wir also Gott? Mit Scheu, oder man könnte auch sagen mit Gehorsam. Wir wollen seinen Willen tun. Ist das Einschränkung oder Freiheit, ist es gut oder schlecht für uns?

Spr. 14, 27
Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, um die Fallen des Todes zu meiden.

Die Ehrfurcht vor Gott ist also eine Quelle des Lebens und sie schützt dich vor den Fallen des Todes. Wir dienen Gott mit Gehorsam und in Furcht. Damit ist nicht Angst gemeint. Sondern Ehrfurcht vor Gott. Gott die Ehre geben, weil er Gott ist. Ihm den ihm zustehenden Respekt geben. Er ist Gott, der Schöpfer des ganzen Universums, er hat die Erde gemacht, sie gehört ihm, er hat dich und mich gemacht, wir gehören ihm. Ehre ihn, respektiere ihn. Du ehrst Gott, wenn du zuhörst, wenn es Zeit ist sein Wort zu hören. Du ehrst Gott, wenn es Zeit ist ihn anzubeten und du ihn von Herzen anbetest. Jesus sagte in Johannes 14, 15: Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote (mein Wort) halten; Liebst du Jesus? Was sagt er in seinem Wort?

Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen! sagt Gott in Psalm 34, 10.

Du wirst ein Heiliger genannt, wenn du von neuem geboren bist. Höre dem Wort Gottes zu, so als würde Gott sichtbar vor dir stehen und sprechen. Singe im Lobpreis zu ihm, er ist da und hört dich. Gott nimmt deinen Lobpreis und deine Anbetung an, denn er allein ist dazu würdig.

Offb. 4, 11
Unser Herr und Gott du bist würdig, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.

Bringst du ihm Dank? Verherrlichst du ihn? Gibst du ihm die Ehrfurcht, die ihm zusteht? Gott hat dich und mich geschaffen, ihm gehört das Universum. Er hat dich aus dem Machtbereich der Finsternis erlöst. Der Preis war sehr hoch - das unschuldige, reine Blut seines Sohnes Jesus Christus. Aber für Gott war der Preis nicht zu hoch. Er hat ihn für dich bezahlt. Was tust du jetzt mit seiner Gnade?

Römer 1,21 sagt: ...weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten...

Kennst du Gott? Gibst du Gott den Dank dafür, dass er dich errettet hat? Verherrlichst du ihn in der Gemeinde und mit deiner Art zu leben? Hältst du dich von Sünde und dem Bösen fern? Jesus wurde genau wie wir versucht, aber er hat niemals gesündigt. Wie konnte er es tun. Er hat in allem nur den Willen seines Vaters getan und seinem eigenen Willen nicht nachgegeben.

Spr. 28, 14
Glücklich der Mensch, der beständig in der <Gottes>furcht bleibt! Wer aber sein Herz verhärtet, wird ins Unglück fallen.

Lebst du in der Ehrfurcht vor Gott - prüfe dein Herz. Sei nicht hartherzig, habe ein weiches Herz für Gott, das ihm in allem gehorchen will und ihn ehrt.


Anita Letzerich-Suhr