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Leben ohne Schuldgefühle



Nr.81 Oktober 2010

Viele von uns kennen dieses Gefühl der Minderwertigkeit und der Schuld, das Gefühl nicht zu genügen. - Da lesen wir zum Beispiel die wunderbaren Verheissungen in der Bibel, dass Jesus rettet und heilt; aber wir fühlen uns zu unwürdig diese Zusagen zu empfangen. - Nun ... wenn wir besser wären, dies oder jenes tun oder lassen würden, dann, ja dann würden wir die Verheissungen empfangen können ... - denken wir. Doch so zu leben ist nicht die Art eines besonders geistlichen und demütigen Menschen. Die Bibel sagt, dass wir im Ebenbild Gottes geschaffen wurden. Die Bibel sagt, dass wenn Jesus unser Herr ist, wir Söhne und Töchter Gottes sind, Erben und Miterben Jesu Christi.

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind. ... die wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.

Röm 8,1+4b (Schlachter)

Es gibt keine Verdammnis mehr für diejenigen, die in Christus Jesus sind, für diejenigen, die Jesus Christus als Ihren Herrn angenommen haben. Dies ist die Seite Gottes: es gibt keine Verdammnis mehr, weil Jesus alle unsere Sünden und jedes Versagen getragen hat.

Doch es gibt auch eine Seite von uns: wir müssen gemäss dem Geist leben. Nun, nach dem Geist zu leben heisst nicht, ein Christ zu sein, der weltfremd lebt. Es heisst, dass er nicht auf das Fleisch achten soll, welches ihn verurteilen und anklagen will, sondern auf das Wort Gottes. Gott sagt:

Hebr 10,17-19

17 »Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.« 18 Wo aber Vergebung dieser Sünden ist, gibt es kein Opfer für Sünde mehr.

Wir haben die Vergebung der Sünden. Wir müssen die Vergebung nicht erlangen oder irgendetwas ‚abarbeiten’, damit wir Erlösung bekommen. Erlösung beinhaltet auch all die guten Dinge wie Heilung, Wohlergehen, Schutz und Versorgung. Wir haben die Vergebung (Eph 1,7), sie gehört dir in Jesus und du bist würdig gemacht in IHM, aus seiner Gnade.

Vers 19

Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum

Wir haben Freimütigkeit. Das bedeutet, dass du ohne das Gefühl von Schuld oder Minderwertigkeit vor den Thron Gottes kommen kannst - jederzeit. Darum ...

Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!

Hebr 4,16

Leider laufen so viele Christen nicht zum Thron der Gnade, wenn sie Hilfe brauchen, weil sie sich zu unwürdig fühlen. Doch dieses Gefühl kommt nicht von Gott dem Vater, denn er wartet auf dich, damit er dir seine Gnade - und das ist auch Heilung - geben kann.

Woher kommen denn nun diese Gedanken unwürdig oder schuldig zu sein, oder dass wir zuerst etwas leisten müssen, bevor wir die wunderbaren Dinge, die Gott uns gegeben hat, empfangen können?

Phil 3,9 ... indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens,

Solche Menschen leben nicht aus der Gnade, sondern sie haben sich selber unter das Gesetz gestellt! Es ist nicht unsere (Selbst-)Gerechtigkeit (die aus dem Gesetz ist), oder unsere guten Werke, die uns würdig machen, sondern Jesus Christus ist uns zur Gerechtigkeit geworden durch den Glauben. Wir sind von Gott angenommen, es ist die Stellung, die wir durch den Glauben an Jesus Christus haben.

...errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.
Tit 3,5

Es braucht keine guten Werke unsererseits, um würdig vor Gott zu sein, und auch nicht „gute“ Menschen empfangen Heilung von Gott. Wenn wir meinen, dass wir nur etwas von Gott empfangen, wenn wir gut sind oder wenn wir uns würdig fühlen, sagen wir damit aus, dass das Erlösungswerk von Jesus nicht allein ausreicht! Aber Jesus hat ein vollkommenes Opfer gebracht!

Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

2.Kor 5,21

Wer Jesus angenommen hat, kann nun vor Gott stehen - nicht aufgrund seiner guten Taten - sondern aufgrund von dem, was Jesus für uns getan hat. Lass Schuldgefühle und Minderwertigkeit nicht zu in deinem Leben. Du bist in Jesus würdig gemacht, nicht aus dir sondern aus IHM kommt es! Er hat dir alles gegeben. Wenn ich zum Beispiel meine Kinder zum Essen rufe und sie jammern und weinen, weil sie doch so unwürdig sind - nun, ich würde mich wahrscheinlich fragen ob sie noch normal sind ... Nein, Kinder tun das nicht, sie kommen und essen und nehmen ungeniert, eben weil sie in der Stellung sind, meine Kinder zu sein.

Jesus sitzt jetzt zur Rechten Gottes als unser Fürsprecher. Wenn wir nun im Glauben zu Gott kommen, um das zu holen, was Jesus für uns erkauft hat, garantiert Jesus selbst für die Rechtmässigkeit, weil ER beim Vater ist. Es ist so wichtig, dass wir - nachdem wir von neuem geboren sind - unser Denken darauf richten, was das Wort Gottes über uns sagt. Gedanken der Minderwertigkeit halten dich ab, das zu empfangen was dir in Jesus gehört.

Und wenn wir doch gesündigt haben? Der Unterschied zwischen Verdammnisgefühlen und der Sünden-Überführung durch den Heiligen Geist ist der, das ER dir immer einen Ausweg zeigt. Hingegen ist Verdammnis zerstörerisch, führt in Depression, erzeugt ein Gefühl von unwürdig sein. Man ist diesen Gefühlen wie hilflos ausgeliefert und sieht keinen Ausweg.

1.Joh 1,9

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.

Dieser Vers wurde an Christen geschrieben und nicht für den Zeitpunkt, wenn jemand Jesus als seinen Herrn annimmt! Wer Jesus annimmt, muss nicht überlegen und aufzählen, was er alles an Sünden begangen und ‚angehäuft’ hat! - Wenn du es noch nicht getan hast, dann nimm Jesus jetzt als deinen Herrn an durch ein Gebet und er wird dich in deinem Inneren, in deinem Geist vollkommen neu machen und dich in die Stellung eines Gerechten versetzen.

Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand (oder Fürsprecher) bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten.

1.Joh 2,1

Wir haben einen Fürsprecher, einen Anwalt, der uns vertritt: Jesus unsern Herrn! Weil er gestorben und auferstanden ist, ist er die Garantie dafür, dass er uns reinigen kann. Wir können also in einem Augenblick Jesus um Vergebung bitten und er wird uns sofort reinigen von jeder Sünde und jeder Ungerechtigkeit, so dass wir mit aller Freimütigkeit vor seinem Thron stehen können, um seine Gnade sofort zu empfangen (Hebr 4,16).

Du bist auch nicht von Gott fern gewesen, so dass du ihn immer wieder neu annehmen müsstest. Nein, geh weiter mit ihm, er hat dich gereinigt, Jesus ist dein Hohepriester, der dich beim Vater vertritt. So viele Christen kommen immer und immer wieder beladen mit der alten Schuld zu Gott. Doch Gott hat gesagt: „ ich tilge deine Übertretung um meinetwillen und deiner Sünde will ich nicht mehr gedenken (Jes 43,25)“. Wo ist so ein wunderbarer Gott wie er! Darum lass keine Gedanken der Minderwertigkeit und des Unwürdigseins vor Gott zu. Ersetze sie durch Danksagung für das, was Jesus für dich getan hat und preise Deinen Herrn für deine Erlösung, seine Gnade und seine Güte, die er für dich hat.

Du bist in Christus Jesus würdig gemacht, jederzeit Heilung (und alle anderen Gnadengaben) durch den Glauben an sein Wort zu empfangen, weil Jesus dein Herr ist.


A. L.