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Jesus und seine Gemeinde

 

Nr. 63 Februar 2009


Mt 16,13-15
Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist? Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten. Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?

Denk mal darüber nach:

Wer ist Jesus für dich? Ist er nur eine Sonntagsbeschäftigung, oder eine Rettung in der Not? - Warum gehen wir jeden Sonntag zur Gemeinde? Ist dies nur eine christliche Pflicht?

Vers 18
Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen.

Der Grund, warum Jesus kam, war und ist seine Gemeinde. Jesus und die Gemeinde kann man nicht voneinander trennen. Als Saulus die Gemeinde verfolgte, sagte Jesus zu ihm: “Warum verfolgst du mich?” - Du kannst nicht Jesus lieben und gleichzeitig die Gemeinde verachten.

Christus liebte die Gemeinde, für sie gab er sein Leben (Eph 5,25). Die Gemeinde ist nicht ein Verein, sondern etwas sehr Kostbares.

Apg 20,28
Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten, die er sich erworben hat durch das Blut seines eigenen Sohnes!

Das griechische Wort für Gemeinde heisst ekklesia und bedeutet ‘Herausgerufene’ oder ‘Zusammengerufene’. Wir wurden aus dem Reich der Finsternis herausgerufen und versetzt in das Reich seines lieben Sohnes. Wir wurden zur Gemeinde, die sich zusammensetzt aus allen Menschen, welche Christus angenommen haben. Das ist die weltweite Gemeinde. Sie ist unsichtbar. Dann gibt es die einzelnen lokalen Gemeinden; das können mehrere an einem Ort sein.

Eph 1,20+22
Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, 22 Und alles hat er seinen Füssen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben

Christus ist das Haupt der Gemeinde. - Was ist die Gemeinde?

Vers 23
die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

Wir alle sind ein Leib, wir sind in Christus. Aber einzeln genommen sind wir Glieder (Röm 12,5-8).

An deinem Körper hast du Glieder, die alle eine andere Funktion haben. Aber alle tun das, was dein Kopf ihnen sagt. Deine Hände können nichts von sich aus tun, der Befehl kommt aus deinem Gehirn.

Ist es nun wichtig, dass wir zu einer Gemeinde gehen? Oder reicht es auch, wenn wir immer wieder mal in eine andere Gemeinde gehen oder ein Seminar besuchen? Wir sind doch alle ein Leib und wir sind frei, oder? - Nun, es gibt natürlich Ausnahmen: Vielleicht gibt es keine Gemeinde in deiner Gegend. Doch dann kannst du dafür beten oder einen weiteren Weg fahren. Wir sind so schnell bereit, für andere Dinge weit zu fahren. Wenn Gott bei Dir an erster Stelle steht, wirst Du auch bereit sein, für eine Gemeinde weiter zu fahren.

Hebr 10,24
und lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen

Wie können wir das tun? Wie können wir uns zur Liebe und zu guten Werken anreizen, anspornen, ermutigen?

Vers 25
indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!

Unser Zusammenkommen ist wichtig, für dich und für die anderen. Vielleicht braucht jemand ein aufmunterndes Wort von dir, oder ein Lächeln, oder einfach deine Gegenwart, die ihn stärkt um weiter zu gehen.

Gott hat einen Plan. - Wir gehen keiner christlichen Beschäftigung nach, weil es “etwas Gutes ist”.

Gemeinde ist keine Wahl. Weil du Gott liebst, dienst du der Gemeinde, den Menschen in der Gemeinde und gemeinsam arbeiten wir daran Menschen für Christus zu gewinnen.

Wir dienen nicht der Gemeinde als Verein, sondern weil wir Gott lieben; und aus dieser Liebe haben wir das Verlangen der Gemeinde zu dienen.

Was tut die Gemeinde und was sind ihre Aufgaben von Gott?

Mt 28,19-20
19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

Die Aufgabe der Gemeinde ist einerseits die Verkündigung des Evangeliums und andererseits Menschen zu Jüngern zu machen. Jünger zu sein bedeutet, seinem Lehrer anzuhängen und sein Nachfolger zu werden in Lehre und Leben. Das heisst, so wie Jesus lebte, leben wir jetzt. Das, was Jesus lehrte, lehren wir jetzt. Wir sind kein Verein, der für eine interessante Freizeitgestaltung sorgt, sondern in allem muss das Wort Gottes, die Verkündigung des Evangeliums, an erster Stelle stehen.

Was ist das Evangelium? - Bedeutet es lediglich, dass wir in den Himmel kommen oder beinhaltet es noch mehr? - Es ist das, was Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung für uns erkauft hat. Es ist Erlösung vom Fluch des Gesetzes, es ist Heilung von Krankheit und es ist Befreiung vom ewigen Tod.

Die Verkündigung des Evangeliums bedeutet also: Wir sind nicht mehr unter dem Fluch, sondern gesegnet. - Wir sind nicht mehr geknechtet von Krankheit, sondern Heilung und Gesundheit gehören uns. - Wir werden unsere Ewigkeit bei Gott, unserem Vater verbringen und nicht in der Hölle, beim Teufel. - Haben wir das alles in der Welt verkündigt in den letzten Jahrzehnten? Oder haben wir ein anderes Evangelium verkündet oder Teile davon weggelassen?

Eph 4,11-16
Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten (oder Pastoren) und Lehrer,

Wozu sind sie gegeben?

Vers 12
zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmass des Wuchses der Fülle Christi. 14 Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum. 15 Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus. 16 Aus ihm wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung dienende Gelenk, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Mass jedes einzelnen Teils; und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.

Jeder ist wichtig in der Gemeinde und Gott hat für jeden einen Plan. Diesen Plan zu erfüllen und darin zu leben ist das spannendste und beste Leben, das du führen kannst. Suche nicht dein Leben lang nach deinen Gaben, sondern bringe dich ein und sei treu da, wo Gott dich hingesetzt hat. Er ist fähig und er wird dich da hinführen, wo er dich haben will.


Anita Letzerich-Suhr