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Geht es deiner Seele gut?


Nr.40 Februar 2007


Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohlgeht und du gesund ist, wie es deiner Seele wohlgeht.

3. Joh. 1, 2

Wie schön ist es, wenn wir eine Seele haben, der es gut geht. Wenn wir uns einfach zufrieden und sorgenfrei fühlen können, wie ein kleines Kind. Ein unrealistischer Traum in dieser Welt, denkst du? - Nein, sondern der Standard Gottes; es ist sein Wille für dich, dass du so lebst. Aber, wie oft leben wir weit unter diesem Standard. Wer kennt es nicht: eine unruhige, betrübte oder sorgenvolle Seele. Das kann so schlimm werden, dass es zu richtigen innerlichen Schmerzen führt. Was tun wir dann? Laufen wir zu andern Menschen und wollen nur ihr Mitleid? Weisst du, wenn niemand eine Lösung hat, führt Mitleid nur dazu, dass nun zwei Personen unter einem Problem leiden. Deine beste Freundin oder dein bester Freund, der oder dem du es erzählst, ist nun auch in Sorge mit dir. Es ist wie ein Kreislauf, aus dem es anscheinend kein Entrinnen gibt. Aber dem ist nicht so, wir haben das Wort Gottes. Es gibt uns Antwort auf unsere Nöte; seien sie seelisch, körperlich, finanziell oder geistlich.

Nun gibt es manche Menschen, die sagen: „Ist halt nun einfach ein Stück „Wüste“ für mich, das ich erlebe, aber der Herr weiss warum und irgendwann, wenn der Herr will, wird es aufhören.“ Nein, das wird es nicht! DU musst was unternehmen, weil der Herr, dein liebender Vater, dir alles gegeben hat. Und übrigens, die Wüste war ein Ort der Versorgung von Gott und nicht des Mangels. Also, hör auf mit diesem so genannten christlichen „Wüstendenken“!

In Psalm 23 Vers 3 heisst es: „Er erquickt meine Seele.“ Wer erquickt oder erneuert und stellt deine Seele wieder her, so dass du eine gesunde Seele haben kannst, der es wohl ergeht? Der Herr! Aber wie oder durch was kommt es?

Das Gesetz des HERRN (oder das Wort Gottes) ist vollkommen und erquickt die Seele...
Ps. 19, 8

Es ist das Wort Gottes, das dir eine Seele gibt, der es wohl ergeht.

Was tust du nun aber, wenn deine Seele mal wieder so richtig betrübt ist, sei es wegen Sorgen oder schlimmen Umständen? - Psalm 42 Vers 6 sagt uns, dass wir zur Seele reden sollen, wenn sie betrübt ist. Du musst die Seele an das Wort Gottes erinnern, an das Gute, das Gott über dich sagt. Wir sind geistliche Wesen, haben eine Seele und leben in einem Körper. Dein Geist wurde bei deiner Errettung vollkommen neu gemacht, deine Seele aber nicht und dein Körper auch nicht. Es ist nun unsere Aufgabe, die Seele (das sind deine Gedanken, Gefühle und dein Verstand) und den Körper dem Wort zu unterordnen; und du kannst das, wenn du es willst.

Ich habe schon manche Menschen gekannt, die Depressionen hatten und wollte ihnen helfen. Aber sie redeten den ganzen Tag negativ, und wenn man ihnen sagte, dass sie damit aufhören sollen, sagten manche, sie könnten nicht, das sei halt in ihrer Familie. Ihre Mutter und Grossmutter seien schon so gewesen. Oder es sei halt einfach ihre Art, negativ zu denken. Vielleicht denkst du auch, dass dein negatives Denken von deiner schlechten Kindheit herkommt.

Aber ich sage dir, du kannst es ändern – wenn du willst. Wir müssen endlich damit aufhören, all unser Tun und Verhalten mit unseren Umständen und unserer Vergangenheit zu entschuldigen.

Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Röm. 12, 1 – 2

Hier redet das Wort Gottes davon, dass wir unsere Leiber als ein Tempel des Heiligen Geistes behandeln sollen. Wir gehören nicht mehr uns selber, wir sind teuer erkauft. Unser Denken soll nicht mehr so sein, wie die Welt denkt, sondern wir sollen es ändern. Auf die Weise denken, wie Gott es in seinem Wort sagt. Gott tut es nicht für uns, aber er hat uns alles gegeben, damit wir es tun können. Es gibt unter Christen ein Denken, das alles auf Gott schiebt. Seitdem man gläubig geworden ist, tut nun alles Gott. Jeder Umstand kommt von ihm. Den Grund wissen wir meistens nicht, aber wir nehmen einfach alles an und sehnen uns nach dem Himmel. Das ist aber nicht das, was Gottes Wort sagt. Wir sind errettet, wir sind zur Freiheit berufen. Das heisst, dass wir uns nun durch nichts mehr binden lassen müssen. Das gilt für jede Gewohnheit auch der Seele. Du bist fähig, all dein Tun und Verhalten zu ändern. Natürlich ist es nicht einfach, aber es ist möglich. Lass es nicht zu, dass deine Seele weiterhin nur Negatives denkt. Nimm deine Gedanken gefangen unter dem Wort Gottes.

Lasst uns einen Mann betrachten, der durch seine Umstände (er war klein und hatte keinen Beruf, der ihm Ansehen verschaffte) keine Möglichkeit hatte, Jesus zu sehen. Was hat er getan? Seinen Genen und Eltern die Schuld gegeben? Und zu sich gesagt: „Ich bin immer der Benachteiligte, ich kann nichts dafür, andere haben es halt besser, nur ich nie...“

Lk. 19,1 - 7
Und er ging hinein und zog durch Jericho. Und siehe, <da war> ein Mann, mit Namen Zachäus genannt, und der war ein Oberzöllner und war reich. Und er suchte Jesus zu sehen, wer er sei; und er konnte es nicht wegen der Volksmenge, denn er war klein von Gestalt. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, damit er ihn sehe; denn er sollte dort durchkommen. Und als er an den Ort kam, sah Jesus auf und erblickte ihn und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilends herab! Denn heute muss ich in deinem Haus bleiben. Und er stieg eilends herab und nahm ihn auf mit Freuden. Und als sie es sahen, murrten alle und sagten: Er ist eingekehrt, um bei einem sündigen Mann zu herbergen.

Zachäus hat sich durch seine äusseren Umstände nicht abhalten lassen, Jesus zu sehen. Er hat kein „Nein, es geht nicht...“ akzeptiert, sondern sich eine Möglichkeit geschaffen, um Jesus sehen zu können. Gott liebt Leute, die kein Nein akzeptieren, sondern vorwärts gehen im Glauben, denn sie werden bekommen, was sie sich wünschen. Es wird aber auch immer andere Leute geben, die murren und finden, dass du dafür nicht geeignet bist. Zachäus sah nicht nur Jesus, sondern Jesus wurde sogar sein Gast. Das gefiel manchen gar nicht. Wäre Zachäus traurig und voller Selbstmitleid zu Hause geblieben, hätten ihm sicher einige Recht gegeben. Aber Zachäus wollte sich nicht durch seine kleine Gestalt daran hindern lassen, Jesus zu sehen. Warum, denkst du, kannst du etwas nicht tun? Ist es wegen deiner Ausbildung, deinem Aussehen? - Du kannst! Nichts ist unmöglich für Gott. Er kann dich dahin bringen, wofür du ihm glaubst. Ändere dein Denken über dich und glaube dem Wort Gottes, was es über dich sagt. Dies ist ein Lebensstil, Tag für Tag. Fange heute damit an, wenn du es noch nicht getan hast.


Anita Letzerich-Suhr