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Die Gedanken sind frei...



Nr.68 Juli/August 2009

So heisst es in einem deutschen Volkslied; ich weiss auch um die politischen und historischen Hintergründe seiner Entstehung. - Doch sind unsere Gedanken wirklich frei? Können wir denken, was wir wollen?

Wenn wir am Ende eines Tages unsere Gedanken sortieren würden, was käme dabei heraus?

Bei einigen Leuten wären es möglicherweise vorwiegend negative Gedanken, geprägt von Versagensgefühlen und Ängsten. Andere wären vielleicht frustriert, weil sie an diesem Tag nicht all das leisten konnten, was sie sich vorgenommen hatten.

Aber was sagt die Bibel über unser Denken? - Sollen wir den Gedanken einfach freien Lauf lassen oder können und sollen wir unsere Gedanken kontrollieren?

Du kennst das sicher auch: - Du läufst etwas schneller die Treppe runter als sonst und plötzlich kommt dir in den Sinn, was alles hätte passieren können. Du hättest zum Beispiel eine Stufe verpassen und unten schwer verletzt liegen bleiben können, niemand findet dich und du stirbst möglicherweise sogar. - Oder unsere Kinder werden erwachsen, haben den Führerschein und in Gedanken sehen wir sie schon in einen Unfall verwickelt. - Wenn deine Kinder noch kleiner sind, stellst du dir vielleicht vor, dass sie irgendwo runterfallen und schwer verletzt liegen bleiben. - Oder deinem Ehemann könnte etwas Schlimmes passieren und du stehst nun ganz allein da ...

Was machen wir mit solchen Gedanken? - Sie sind sehr realistisch, und wenn wir solchen Gedanken nachhängen, dann überkommt uns grosse Angst. Was tun in solchen Situationen?

Wir müssen wissen, was das Wort Gottes sagt: - Es lehrt uns, unsere Gedanken unter das Wort Gottes gefangen zu nehmen und ihnen nicht freien Lauf zu lassen. GottesWort wird dir nie sagen, dass Unglück oder ein früher Tod Gottes Wille für dich ist, sondern es wird dir sagen, dass du überwinden kannst durch das Wort, weil Jesus den Preis für Gesundheit und Leben schon bezahlt hat. Gott ist so gut und er wird dir nie etwas wegnehmen, weder ein Kind noch deinen Ehemann. Der Teufel ist der Dieb und er (nicht Gott!) ist gekommen zu morden und zu stehlen (Joh.10, 10).

Es gibt nichts, was du je getan haben könntest, wofür du aus Gottes Sicht etwas Schlimmes verdient hättest. Vergebung und Wiederherstellung sind immer und jederzeit für dich da, ausser du lehnst es ab.

Auch die Sünde zum Tod kannst du nicht begangen haben, solange es dir leid tut. Die Sünde zum Tod ist die Sünde, bei welcher man die Vergebung, die in Jesus ist, ablehnt. Mach dir keine Sorgen über diese Sünde. Solange du dir Sorgen darüber machst, hast du sie bestimmt nicht begangen. Jemand der die Sünde zum Tode begeht, der macht sich keine Gedanken darüber, dem ist es egal. Lass dir also vom Teufel nicht einreden, dass du diesbezüglich schuldig bist. Es gibt keine Sünde, die nicht durch das Blut Jesu abgedeckt ist und für die man nicht Vergebung empfangen kann ...

2.Kor 10, 4-5

denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir Vernünfteleien 5 und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi

Wer nimmt die Gedanken gefangen? - Du allein tust es; Gott tut es nicht für dich. Wir müssen unsere Gedanken danach sortieren, ob sie gemäss Gottes Wort sind oder nicht. Gedanken des Todes, des Unglücks und des Misserfolges sind es nicht! Diese musst du gefangen nehmen und dich sofort weigern, weiterhin über sie nachzudenken!

Wie macht man das? Nun, wenn beispielsweise solche Gedanken kommen, dass ich fast die Treppe runter gefallen wäre und verletzt sein könnte, weigere ich mich einfach, diese Gedanken weiter zu denken. Ich fange an über die Güte, Gnade und Bewahrung Gottes nachzudenken. Es geht sehr schnell und die Gedanken werden eine andere Richtung bekommen. Es ist wie bei einem Auto, du musst es mit Hilfe des Steuerrads in die richtige Richtung lenken.

Wenn du niedergeschlagen und traurig bist, dann denke nicht darüber nach, sondern denke über die Güte Gottes nach, und was er für dich getan hat. Ich weiss, dass dies oft nicht einfach ist. Oftmals habe ich mich grundlos niedergeschlagen und depressiv gefühlt. Doch das Weitere liegt dann an mir: Will ich mich dafür entscheiden, weiter in Trauer zu sein oder will ich das Gute, das Gott für mich an diesem Tag bereit hat? Es braucht eine Entscheidung von dir, deine Gedanken in die richtige Richtung zu lenken. Gedanken kommen und gehen, aber es liegt an dir, welchen Gedanken du erlaubst, bei dir zu bleiben. - Es gibt einen Kampf des Glaubens, aber es ist ein guter Kampf, bei welchem du der Gewinner bist! Wir kämpfen nicht mit Dämonen oder dem Teufel, sondern wir stehen auf dem Wort Gottes, unabhängig davon, wie wir uns fühlen. Hör dir zum Beispiel eine gute Predigt an, bete Gott an oder tue, was immer du tun musst, um deine Gedanken auf das Wort Gottes zu richten. - Es lohnt sich und der Sieg gehört dir in IHM, du bist fähig dazu, weil du eine neue Schöpfung bist, du bist aus Gott geboren und du hast seine Fähigkeit in dir. Jesus lebt in dir und der Heilige Geist ist dein Helfer, hör auf ihn.

Phil 4, 7

und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.

Der Friede Gottes übersteigt allen Verstand. Dein Verstand gehört zu deiner Seele, die nicht erneuert wurde, darum musst du sie durch deinen von neuem geborenen Geist kontrollieren. Du hast die Fähigkeit dazu und du hast auch die Verantwortung dazu. Gott wird es nicht für dich tun.

Es gibt so viele depressive Menschen, die einfach ihren Gedanken freien Lauf lassen. Wenn ich meine Gedanken nicht unter den Gehorsam von Gottes Wort stellen würde, wäre ich wahrscheinlich auch fast jeden Tag depressiv. Die Umstände sind nicht immer für uns. Doch der Glaube ist der Sieg, der die Welt überwindet und darüber gilt es nachzudenken. Wie heisst es so schön: Du bist was du denkst. - Wenn wir unsere Ängste nicht überwinden, indem wir dem Wort Gottes vertrauen und das tun, was Gott uns gesagt hat, werden wir nie in der Fülle von Gottes Verheissungen leben!


Anita Letzerich-Suhr


(dies ist eine Doppelnummer wegen Sommerpause)