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Denke nicht so wie die Welt denkt


Nr.21 Juli 2005


Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
Röm. 8, 29

Dem Bilde Jesu gleichförmig zu sein, in deinem Geist identisch mit ihm zu sein, dies ist es, was in der neuen Geburt geschieht. Das Leben Gottes, sein Wesen und seine Natur sind in deinem Geist, du bist aus Gott geboren. Du bist nicht Gott, aber du hast jetzt seine Natur in dir. Lerne es, dich so zu sehen. Jesus ist der Erstgeborene. Er war der erste, der in seinem Geist von neuem geboren wurde. Jesus wurde zur Sünde gemacht, er hat unsere Sünde auf sich genommen, aber er selbst war ohne Sünde. Darum konnte er unser Stellvertreter sein und er ging als Sieger aus dem Reich des Todes hervor. Er ist der Erstgeborene aus den Toten (Kol. 1, 18).

Es ist sehr wichtig, dass du lernst, dich mit Christus zu identifizieren

Wenn du in Christus bist und Jesus dein Herr ist, dann bist du eine neue Schöpfung geworden. Du wirst es nicht irgendeinmal sein, du bist eine nie dagewesene neue Schöpfung. Dein Geist wurde vollkommen neu gemacht. Du hast jetzt ewiges Leben.

Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
2. Kor. 5, 17

Du bist nicht ein geretteter, sündiger Mensch, und eines Tages, wenn du in den Himmel kommst, wird es besser sein. Ja, im Himmel ist es gut, aber die Erlösung in Christus Jesus ist auch schon hier für dich wirksam! Jesus Christus ist vom Himmel, vom Vater, gekommen. Er wurde Mensch, lebte auf dieser Erde, starb am Kreuz, wurde begraben und stand von den Toten auf. Er ist aufgefahren in den Himmel, wo er jetzt zur Rechten Gottes für dich als Hohepriester eintritt.

Warum tat er das?

Er tat es für dich und für mich. Er wurde zu unserem Stellvertreter. Er hat sich mit uns identifiziert, damit wir uns nun mit ihm identifizieren können. Er wurde Mensch. Er hat unsere Krankheiten auf sich genommen. Er hat unsere Sünde auf sich genommen. Er wurde zur Sünde gemacht als unser Stellvertreter (2. Kor. 5, 21). Er hat es für dich und mich getan, damit du und ich Gesundheit, ewiges Leben, das Wesen Gottes, die Natur Gottes und Gottes Gerechtigkeit empfangen können als eine Gabe, ein Geschenk.

Gottes Gerechtigkeit bedeutet: Ohne ein Gefühl von Schuld, Minderwertigkeit und Verdammnis (d.h. ohne eine Strafe zu erwarten), in aller Freimütigkeit und Kühnheit vor Gott zu kommen. Das ist Gerechtigkeit.

1. Kor. 1, 30 sagt uns "Aus ihm aber kommt es, dass ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist
Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung.”

Gerechtigkeit ist eine Stellung (kein Verdienst), die wir durch Christus haben. Nicht in der Zukunft, sondern jetzt haben wir Gerechtigkeit, nicht als ein Werk von uns oder als ein Gefühl, sondern als ein Geschenk.

Wir alle machen aber immer noch Fehler, manche davon sind so schwer, dass sie uns ganz mutlos werden lassen. Warum? Weil wir so denken wie die Welt denkt.

Wie denkt die Welt? “Versager, für dich gibt es nun keine Hoffnung mehr, und so weiter.

Ich habe auch einmal so gedacht, denn ich bin geschieden und habe meine 5 Kinder alleine gross gezogen. Wie denkt die Welt über so jemanden? – Armut, keine Hoffnung je wieder einen Mann zu finden. Wer will denn eine Frau heiraten, die schon 5 Kinder hat. Aber Gott ist ein Gott der Gnade, er denkt nicht so, nein, er hat immer einen guten Plan für dich bereit, aber wir müssen ihn empfangen durch Glauben.

Was ist Glaube?

Gott ist ein guter Gott und er ist treu, er sorgt für uns. Meinen 5 Kindern und mir ging es nicht schlecht als wir alleine waren. Wir konnten in einem grossen Haus wohnen bleiben, hatten Autos und mussten auch nicht hungern.

Röm. 12, 2.
Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt (oder umgestaltet). Wie? .....durch die Erneuerung des Sinnes (deines Denkens), dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Die Erneuerung des Sinnes ist ein Lebenswandel, etwas das wir Tag für Tag tun müssen.

Ist es möglich, dass du errettet bist und eines Tages in den Himmel kommst, aber hier auf der Erde niemals in den Genuss deiner Erlösung, die in Christus Jesus ist, kommst?

Es ist möglich! – Aber liegt es an Gott? Es liegt an dir! Gott hat schon alles getan für dich, in Christus Jesus. Nun liegt es an dir, deinen Sinn zu erneuern! Die Bibel nennt es auch ‚die Errettung der Seele’ (Jak. 1, 21 + 1. Petr. 1, 9). Dein Geist wurde neu gemacht, aber deine Seele und dein Leib nicht. Nun musst du lernen, so zu denken, wie das Wort Gottes es sagt. Damit du prüfen oder erkennen kannst, was der Wille Gottes ist. Wir haben es gelesen, was der Wille Gottes ist: Das Gute, das Wohlgefällige und Vollkommene.

Röm. 8, 6
Denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod (bringt keine bleibende Veränderung), die Gesinnung des Geistes (das Nachdenken über das Wort Gottes) aber Leben und Frieden

Das Ändern deines Denkens, (also das zu denken, was das Wort Gottes über dich sagt) wird dich und dein Leben bleibend verändern, es bringt Leben und Frieden in dein Leben. Du musst es tun. Gott wird es nicht für dich tun. Du änderst dein Denken. Du bringst deine Gedanken dahin, dass sie das denken, was das Wort Gottes über dich sagt.

In 2. Kor. 10, 3 - 5 heisst es: " Denn obwohl wir im Fleisch wandeln, kämpfen wir nicht nach dem Fleisch;
4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir Vernünfteleien 5 und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi".


Und in Jer. 29, 11:
Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.

Gott liebt dich und er hat nur gute Gedanken über dich. Er hat Gedanken des Friedens und er gibt dir Zukunft, eine gute Zukunft. Aber es passiert nicht einfach so, wir müssen Ihm dafür glauben und dranbleiben, auch wenn es aussichtslos aussieht.

Das neue Testament ist der Bund des Friedens, Jesus ist der Friedefürst. Was bedeutet Frieden? Frieden bedeutet Wiederherstellung aus allem, was durch die Sünde verloren ging.

Der hebräische Begriff ‚Shalom’ kann mit mehr als 25 verschiedenen Worten wiedergegeben werden. Zunächst heißt der Stamm des hebräischen Wortes »vollkommen, unversehrt sein« oder »vollkommen, unversehrt leben«. ‚Shalom’ ist auch ein Begriff, der Beziehung; er bezeichnet das gute Verhältnis zwischen verschiedenen Personen.

Die Erlösung durch Jesus Christus ist eine vollständige Erlösung.

Lasst uns noch zum Schluss die wunderbare Stelle in Hebr. 4, 14 – 16 lesen: "Da wir nun einen grossen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns das Bekenntnis (bedeutet, dasselbe zu sagen wie das Wort Gottes) festhalten! Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise <wie wir> versucht worden ist, <doch> ohne Sünde. Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!

Gott will nicht, dass du nur so knapp durchkommst wie die Welt. Wir machen einen Unterschied aus, wir können das Unmögliche im Leben erfahren und empfangen – wie durch den Glauben, aber aus der Gnade Gottes. Was für ein wunderbarer Erlösungsplan. Was für eine kostbare Erlösung. Was für einen guten und barmherzigen Gott wir doch haben.

Anita Letzerich-Suhr