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Achte auf das Wort



Nr.80 September 2010

Es gibt so vieles worauf wir achten, worauf wir unsere ganze Aufmerksamkeit und Zeit richten. Tageszeitung, Internet etc., unsere Welt ist voll von Informationen. Versteh mich richtig, es ist nicht falsch Zeitung zu lesen oder im Internet zu surfen, doch die Frage ist, was nimmt dein Denken und deine Zeit in Besitz. Vielleicht ist es auch eine Krankheit oder es sind Probleme in der Familie oder am Arbeitsplatz. Heisst das nun, dass wir Krankheiten, Probleme und andere Dinge verleugnen sollen? Nein, aber worauf achtest du? Die Bibel sagt uns, worauf wir achten sollen.

Spr 4,20

Mein Sohn, auf meine Worte achte, meinen Reden neige dein Ohr zu!

Auf meine Worte achte ... - wir müssen auf das Wort Gottes achten, es für wichtig erachten als ein Wort von Gott und darüber nachdenken. Das Wort Gottes soll uns köstlich sein, wir müssen es lieben und über alles andere stellen, lies mal Psalm 119.

Das Wort ist die Wahrheit. Umstände ändern sich, aber das Wort Gottes bleibt. Die Welt verändert sich rasant; Währungen sind unstabil, die Wirtschaft verändert sich. Das sicherste und stabilste, etwas das in alle Ewigkeit bestand hat ist das Wort Gottes. Sollten wir da nicht das Wort höher achten als alles andere? Wenn du in den Gottesdienst gehst, dann gehe hin um das Wort Gottes zu hören. Erwarte, dass es zu dir spricht. Erwarte Antworten von Gott, achte auf sein Wort. Höre das Wort auch zu Hause. Im heutigen Zeitalter von Mp3 und Internet ist es sehr einfach geworden, gute Predigten zu hören. Wenn in deinem Gottesdienst das Wort Gottes nicht verkündigt wird, dann solltest du vielleicht darüber nachdenken die Gemeinde zu wechseln. Denn weder eine Gemeinde noch ein Prediger kann dich von sich aus heilen, wenn du eine unheilbare Krankheit hast, als alleine das Wort Gottes.

Vers 21

Lass sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens

Es ist mehr als eine Sonntagsbeschäftigung, es ist ein Lebensstil im Wort Gottes. Ein Verharren im Wort. Du sollst dich am Wort festhalten, es nicht mehr loslassen, egal was die Umstände sagen. Du musst das Wort über alles andere in deinem Leben setzen. Du musst dabei nicht komisch oder weltfremd werden. Christen, die auf das Wort achten, leben im natürlichen Leben wie andere, aber sie leben es übernatürlich durch die Kraft des Wortes. Du kannst normal deiner Arbeit nachgehen und dabei an das Wort denken, anstatt dir irgendwelche Sorgen zu machen. Wir sind ständig dabei irgendetwas zu denken, also kannst du deine Gedanken auch auf das Wort richten.

Vers 22

Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch.

Das Wort Gottes ist Leben, es ist lebendig und es ist wirksam aber nur für die, die es finden oder darauf achten. Das ist das Geheimnis des Wortes Gottes, das es von allen anderen Worten, die in der Welt sind, unterscheidet. Wenn du die Worte in einem Roman liest, ist da kein Leben drin, es ist eine Geschichte. Diese Worte haben nicht die Kraft dir Heilung für dein Fleisch, deinen Körper zu bringen, aber das Wort Gottes schon. Hast du schon mal bemerkt, dass man das Wort Gottes immer und immer wieder lesen kann und immer wieder was Neues darin entdeckt? Bei einem Roman ist das normalerweise nicht der Fall, mit der Zeit weiss man, was passiert und es ist nicht mehr spannend. Das Wort Gottes schon, es ist lebendig und es bringt dir Leben.

Gal 6,7-8

Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.

8 Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. 9 Lasst uns aber im „Gutes tun“ nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.

Gott lässt sich nicht verspotten, er lässt nicht zu, dass jemand sich lustig über ihn macht. Denn Gott hält sein Wort, er ist treu und steht zu dem, was er gesagt hat. Wenn wir das Wort Gottes in unser Leben säen, indem wir das Wort glauben, festhalten und sprechen. Wenn wir nicht ermatten oder aufgeben, werden wir ernten, was das Wort sagt. - Jeder Bauer weiss, dass zwischen Saat und Ernte eine gewisse Zeit verstreicht, je nachdem was gesät wurde. Warum wird ein Bauer nicht ermatten? Weil er auf den Samen achtet, den er gesät hat.


Hebr 12,1

und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf,

Wie können wir mit Ausdauer laufen? Das christliche Leben ist nicht ein passives Leben in dem Sinn „ich habe ihm mein Leben gegeben und nun macht er alles für mich“. Es gibt einen Lauf zu laufen, es gibt einen guten Kampf des Glaubens zu kämpfen und derjenige, der dabei aktiv ist, bist du! - Ja, Gott hat dir in Christus alles zur Verfügung gestellt, aber du läufst und du bleibst im Glauben und lässt dich davon durch nichts abbringen!

Vers 2

indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.

Wenn du auf sein Wort schaust, dann schaust du auf Jesus, denn er ist das Wort (Joh.1,14). Hinschauend auf Jesus bedeutet, dass du deinen Blick weg von den anderen Dingen nimmst und alleine auf ihn, auf sein Wort schaust. Er sitzt jetzt zur Rechten des Vaters als unser Hohepriester. Er ist der Garant dafür, dass du im Glauben an sein Wort stehen kannst. Wir müssen als wiedergeborene Christen Jesus als unseren Hohepriester sehen. Das ist jetzt sein Amt, das ist er jetzt für uns. Unser Bürge, unser Fürsprecher beim Vater. So viele Christen sind beim Kreuz stehen geblieben und kommen immer wieder zum Kreuz, doch da ist er nicht mehr! Das Erlösungswerk ist vollbracht, Jesus ist auferstanden und heute ist er im Amt des Hohepriesters für dich und für mich. Dass Jesus im Amt des Hohepriesters ist, gibt mir die Gewissheit, dass ich jederzeit zum Thron der Gnade kommen kann mit aller Kühnheit und Freimütigkeit, um Hilfe zu bekommen. Doch wieviele Christen kommen gerade dann nicht zum Thron der Gnade, wenn sie Hilfe in einem Bereich brauchen. Sie fühlen sich schuldig und warten ab - und der Teufel freut sich. Darum komm zum Thron der Gnade, komm zu deinem Hohepriester, er hat Mitleid mit dir, weil er das Gleiche durchgemacht hat, doch ohne Sünde. Er hat die gleichen Anfechtungen erlebt. Schaue auf ihn, schaue aufs Wort und empfange seine Hilfe.

Vers 3

Denn betrachtet den, der so grossen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet!

Wie ermüden und ermatten wir nicht? Indem wir auf IHN schauen. - Wie schaut man auf IHN? Indem man das Wort nicht aus den Augen noch aus dem Sinn lässt.

Du solltest durchtränkt sein vom Wort, dann wird es auch ganz einfach aus deinem Mund herauskommen.

Jes 40,31

die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.

Wer ermüdet und ermattet nicht? - Diejenigen, die auf den Herrn hoffen.

Andere Übersetzungen sagen ‚harren’, oder ‚vertrauen’. Achte auf das Wort, glaube dem Wort, säe das Wort und lass es nicht von deinen Augen und du wirst ernten und nicht ermatten.


Anita Letzerich-Suhr