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Was gibt mir das Recht zu bitten?


von Anita Letzerich-Suhr

Nr.159 November 2017





„Man betet richtig,“ - so sagte mir mal jemand vor langer Zeit - „wenn man die Schritte durchgeht wie bei der Stiftshütte, um in Gottes Gegenwart zu kommen. Erst geht man in das Vorzelt, zum Opferalter und so weiter...“. - Mir kam das ziemlich kompliziert vor. Es gibt zahlreiche Gebetsbücher und Gebetsanleitungen, so dass man fast nicht mehr weiss, welches Gebet das Richtige ist. Soll ich nun diese Schritte durchgehen, oder lieber ein vorgefertigtes Gebet ablesen, damit Gott mich hört?

Andere denken bei Gebet gleich an das „Vater unser“. Das ist kein Gebet, das wir wortwörtlich beten müssen, sondern ein Mustergebet, eine Anleitung die Jesus seine Jünger lehrte. Du kannst darin erkennen, dass es verschiedene Aspekte des Gebets anspricht. Zum Beispiel Anbetung, Lobpreis, Bekenntnis des Glaubens, Vergebung, oder die Bitte um Dinge, die wir brauchen, sind darin enthalten. Eines aber findest du nicht und dies ist der Name Jesu. Der Grund dafür war nicht, weil Jesus seine Jünger selber lehrte und seinen Namen deswegen nicht erwähnte.

 

Was gibt mir also das Recht zu Gott zu kommen und ihn zu bitten?

 

Joh 16,23

Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben.

 

‚An jenem Tag’, Jesus redete von dem Tag, an dem er beim Vater sein würde. Das lag damals in der Zukunft. Jetzt warten wir nicht mehr auf jenen Tag, denn ist bereits gekommen. Jesus ist zur Rechten des Vaters im Himmel, das Erlösungswerk ist beendet und der Heilige Geist, der Beistand vom Vater, ist gekommen wie Jesus es vorhersagte.

 

Vers 24-27

Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei! 26 An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; 27 denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin.

 

Es gibt einen Unterschied zwischen einem Gebet unter dem Alten Bund und einem Gebet unter dem Neuen Bund (in dem wir leben). Der Unterschied ist der Name Jesu. Genau genommen gehören die Evangelien noch unter den Alten Bund. Der Neue Bund hat erst begonnen als Jesus gleich nach der Auferstehung mit seinem eigenen Blut in den Himmel ging und dort eine ewige Erlösung für uns erkauft hat (Joh 20,17/Hebr 9,12).

 

Joh 15,16

Jesus sagt: Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch <dazu> bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.

 

Wir haben das Recht den Namen Jesu zu gebrauchen. Dir ist Autorität über den Teufel und seine Pläne gegeben, und der Name Jesu gibt dir das Recht zum Vater zu kommen. Alles was Jesus getan hat, alles was Jesus ist, alles was das Wort sagt, ist im Namen Jesus enthalten und dieser Name ist dir gegeben.

 

Nun, einen Namen kann man auf verschiedenen Wegen bekommen. Du hast zum Beispiel durch deine Geburt einen Familiennamen. Wenn diese Familie durch ihren Namen als wohlhabend und bedeutend bekannt ist, dann wird man dich damit gleichsetzen, wenn man deinen Namen hört.

 

Was macht nun den Namen Jesu so besonders und wie kam Jesus zu diesem bedeutungsvollen Namen voller Autorität und Macht?

 

1.     Durch Erbschaft

2.     Durch Auszeichnung

3.     Durch den Sieg, den er errungen hat

 

Hebr 1,4-6

und er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt hat. 5 Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: »Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt«? und wiederum: »Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein«? 6 Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!«

 

Hier redet das Wort Gottes nicht davon, wie Jesus Mensch wurde, es redet von seiner Auferstehung  (Apg 13,33). Jesus ist der Erstgeborene (Kol 1,19). Genauso wie er, müssen auch wir von neuem geboren werden, vom geistlichen Tod, dem Getrenntsein von Gott, zum ewigen Leben, welches wir nur durch Jesus bekommen.

 

Phil 2,6-11

der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. 7 Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, 8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. 9 Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, 10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, 11 und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

 

Jesus wurde uns Menschen gleich, damit er uns erlösen konnte. Nur ein sündloser Mensch konnte den Preis bezahlen. Kannst du dir vorstellen, was es ihn gekostet hat, er hätte jederzeit sagen können: „Stopp, ich mache nicht weiter.“ -  Doch Jesu blieb gehorsam, er hat an unserer Stelle den Tod überwunden, er hat an unserer Stelle gelitten und den Preis bezahlt, den wir hätten bezahlen müssen. Er hat den Teufel besiegt und die Sündenschuld bezahlt, und weil er ohne Sünde war konnte der Tod ihn nicht halten. Jetzt ist er der Erstgeborene unter vielen Brüdern (Röm 8,29). Darum, hat Gott ihm den Namen verliehen, ihm geschenkt, ihn damit ausgezeichnet, indem sich jeder andere Name und jedes Knie beugen muss.

 

Hast du darüber schon mal nachgedacht? Es gibt keinen Namen der bestehen kann vor dem Namen Jesu. Wie heisst dein Problem, deine Krankheit? Das sind alles Namen. Aber der Name Jesu ist stärker. Es ist Heilung im Namen Jesu, es ist Befreiung im Namen Jesu, es ist Rettung in jedem Bereich im Namen Jesu.

 

Hebr 10,19+22

Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, 22 so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt <und damit gereinigt> vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.

 

Wir haben Zugang zum Vater, wir können sofort in seine Gegenwart kommen, ja noch mehr, wir können dort bleiben. Gott der Vater sieht dich nicht als Sünder, der um eine Audienz bitten muss, er sieht dich durch Jesus. Das heisst, das was Jesus getan hat, ist dir nun angerechnet worden. Komm mit Kühnheit, komm mit Freimütigkeit in Jesu Namen vor den Thron des Vaters, das heisst, durch das was Jesus für dich erkauft hat und bitte; nimm in Anspruch was du brauchst.

 

Apg 4,12

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.

 

Es gibt nur einen Weg - und das ist nicht durch dein „Gutmensch-Sein“, sondern alleine im Namen Jesu ist Rettung, und dieser Name wurde den Menschen gegeben. Diese Erkenntnis wird dein Handeln, dein Beten und dein Leben verändern, denke darüber nach, was Jesus dir alles gegeben hat und wende es in deinem Leben an.